The Querist - Berkeley, George
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George Berkeley (1685-1753), der spätere anglikanische Bischof von Cloyne, studierte ab 1700 am Trinity College in Dublin - zu einer Zeit, als die traditionelle Scholastik durch die Lehren Descartes? und Newtons verdrängt wurde und Lockes neue Erkenntnistheorie rasch Verbreitung gewann. 1707 wurde er Dozent in Dublin. 1726 bewilligte ihm das Parlament Gelder zur Ausführung eines kühnen Plans, den Berkeley 1728 in die Tat umsetzte: Er schiffte sich nach Rhode Island ein, um von dort aus die Gründung einer Missionsschule auf Bermuda zu betreiben. Das Unternehmen scheiterte, Berkeley kehrte 1731…mehr

Produktbeschreibung
George Berkeley (1685-1753), der spätere anglikanische Bischof von Cloyne, studierte ab 1700 am Trinity College in Dublin - zu einer Zeit, als die traditionelle Scholastik durch die Lehren Descartes? und Newtons verdrängt wurde und Lockes neue Erkenntnistheorie rasch Verbreitung gewann. 1707 wurde er Dozent in Dublin. 1726 bewilligte ihm das Parlament Gelder zur Ausführung eines kühnen Plans, den Berkeley 1728 in die Tat umsetzte: Er schiffte sich nach Rhode Island ein, um von dort aus die Gründung einer Missionsschule auf Bermuda zu betreiben. Das Unternehmen scheiterte, Berkeley kehrte 1731 nach Irland zurück - immerhin war er wahrscheinlich der erste bedeutende Philosoph, der Amerika besucht hat. 1734 wurde Berkeley Bischof von Cloyne (Südirland), er verstarb 1753 während eines Aufenthalts in Oxford. Berkeleys ökonomisches Hauptwerk »The Querist« (Dublin 1735 - 1737) ist in der ungewöhnlichen Form eines Fragenkataloges aufgebaut, mit dem der Autor seine Leser herausfordert, selbständig zu Antworten zu finden. Das Werk enthält insgesamt 895 Fragen, die meist um die Themen Wirtschaft, politische Ökonomie und Geldpolitik kreisen und sich vielfach auf die Verhältnisse in Irland beziehen. Insbesondere befaßt Berkeley sich mit den Problemen einer unterentwickelten Wirtschaft, die in weitverbreiteter Unterbeschäftigung und Arbeitslosigkeit sowie in einer unzureichenden Geldversorgung zum Ausdruck kam. Er betrachtet die Industrialisierung als die wahre Quelle des Reichtums und die Stimulierung von Bedürfnissen als den Auslöser für eine wachsende Industrie. Dem Geldsystem weist er die Rolle eines Katalysators für das Wirtschaftswachstum zu. »The Querist« war von erheblichem Einfluß; allein zu Berkeleys Lebzeiten erschienen zehn Auflagen. . »Trotz seiner ungewöhnlichen Form verkörpert der ?Querist? eine Abhandlung, die noch immer vergnüglich zu lesen und von immerwährendem Interesse ist« (John Maynard Keynes).

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Druck in zwei Farben auf alterungsbeständiges Bütten-Werkdruckpapier. Schafvollederband mit Echtgoldprägungen, dreiseitigem Farbschnitt, Fadenheftung. Limitierte Auflage: 300 numerierte Exemplare. Kommentarband mit Beiträgen von C. George Caffentzis, Salim Rashid und Karl-Heinz Schmidt; ca. 180 Seiten, büttenbezogener Pappband.

  • Produktdetails
  • Verlag: Schäffer-Poeschel
  • Artikelnr. des Verlages: 20932-0001
  • 1. Auflage 1999
  • Seitenzahl: 172
  • Erscheinungstermin: 25. Oktober 1999
  • Deutsch, Englisch
  • ISBN-13: 9783878811398
  • ISBN-10: 387881139X
  • Artikelnr.: 27831969
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

In einer kurzen Besprechung weist Gerald Braunberger auf dieses Buch des irischen Philosophen, Bischofs, Mathematikers und Ökonomen George Berkeley (1685-1753) hin. Die zwischen 1735 und 1737 erschienenen Texte imponieren dem Rezensenten besonders wegen ihrer ungewöhnlichen Form: Nur Fragen, keine Antworten, mit denen es Berkeley gelang, seine Landsleute auf soziale und ökonomische Mißstände aufmerksam zu machen.

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