Schreiben

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Schreibberatung für Studierende und Lehrende
Welche Dimensionen hat Schreibkompetenz und wie kann man sie fördern? Wie entstehen Schreibblockaden und wie lassen sie sich auflösen?
Dieser Band versammelt wichtige Grundlagentexte zur Theorie, Didaktik und Beratung des Schreibens, auch aus der internationalen Diskussion.
Das Konzept des kollaborativen Lernens und dessen Umsetzung in der Schreibberatung durch Peer TutorInnen vermittelt Hochschullehrenden und Schreibcoaches neue Anregungen.
Eine Fundgrube für alle, die sich mit den Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens
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Produktbeschreibung
Schreibberatung für Studierende und Lehrende

Welche Dimensionen hat Schreibkompetenz und wie kann man sie fördern? Wie entstehen Schreibblockaden und wie lassen sie sich auflösen?

Dieser Band versammelt wichtige Grundlagentexte zur Theorie, Didaktik und Beratung des Schreibens, auch aus der internationalen Diskussion.

Das Konzept des kollaborativen Lernens und dessen Umsetzung in der Schreibberatung durch Peer TutorInnen vermittelt Hochschullehrenden und Schreibcoaches neue Anregungen.

Eine Fundgrube für alle, die sich mit den Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens beschäftigen!

Dieses Buch ist nicht als Dozenten-Freiexemplar erhältlich.
  • Produktdetails
  • Verlag: Utb; Verlag Barbara Budrich
  • Artikelnr. des Verlages: UTB8604
  • 1. Aufl.
  • Seitenzahl: 455
  • Erscheinungstermin: 1. September 2014
  • Deutsch
  • Abmessung: 241mm x 169mm x 27mm
  • Gewicht: 827g
  • ISBN-13: 9783825286040
  • ISBN-10: 3825286045
  • Artikelnr.: 40815596
Autorenporträt
Dr. Nadja Sennewald leitet das Schreibzentrums der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Dr. Stephanie Dreyfürst leitet das Schreibzentrum der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Inhaltsangabe
Vorwort 9

1. Schreibprozesse

Prozessorientierte Schreibdidaktik: Grundlagen, Arbeitsformen,

Perspektiven 15

Gabriela Ruhmann & Otto Kruse

Schreiben als kognitiver Prozess. Eine Theorie 35

Linda Flower & John R. Hayes

Kognition und Affekt beim Schreiben. Ein neues Konzept 57

John R. Hayes

Knowledge-telling und Knowledge-transforming 87

Carl Bereiter & Marlene Scardamalia

Entwicklung im Schreiben. Schreiben als kognitiver Prozess 95

Carl Bereiter

2. Schreibkompetenzen

Schreibkompetenz im Studium. Komponenten, Modelle und Assessment 107

Otto Kruse & Madalina Chitez

Schreibkompetenzen schulen. Eine Perspektive der kognitiven

Entwicklungspsychologie 127

Ronald T. Kellogg

Wie Schreibende sich an neue Schreibsituationen anpassen 153

Anne Beaufort

Schreibstrategien. Ein Überblick 169

Nadja Sennewald

3. Schreibprobleme

Schreibblockaden. Eine kognitive Perspektive 193

Mike Rose

Schreibblockaden verstehen 213

Keith Hjortshoj

Schreibblockaden überwinden 235

Gisbert Keseling

4. Schreibberatung

Grundprinzipien der Schreibberatung. Eine pragmatische Sicht auf die Schreibprozesstheorie 257

Gerd Bräuer

Systemische Schreibberatung 283

Ulrike Lange & Maike Wiethoff

Interkulturelle Kompetenzen in der Schreibberatung 301

Nadine Stahlberg

Online Schreibberatung. Ein neues Feld für das (Peer) Tutoring 321

Stephanie Dreyfürst, Sascha Dieter & Dennis Fassing

5. Schreibzentren

Zur Idee eines Schreibzentrums 339

Stephen M. North

Neue Überlegungen zur Idee eines Schreibzentrums 353

Stephen M. North

Genre im Schreibzentrum. Eine Neudefinition 363

Irene L. Clark

Kollaboration und Autonomie. Wie Peer Tutor innen die

Schreibzentrumsarbeit fördern 377

Katrin Girgensohn

6. Peer Tutoring

Peer Tutoring und das 'Gespräch der Menschheit' 395

Kenneth A. Bruffee

Was sie mitnehmen. Das 'Peer Writing Tutor Alumni Project' 407

Bradley Hughes, Paula Gillespie & Harvey Kail

Peer Tutoring als Lernerfahrung. Ein Bericht 429

Simone Tschirpke & LisaBreford

Peer Tutoring. Antworten für Skeptiker 437

Ella Grieshammer & Nora Peters

Kurzbiographien 445

Sachregister 451
Rezensionen
Besprechung von 23.12.2014
Schreiben lehren
Frankfurterinnen haben ein Handbuch verfasst

emm. FRANKFURT. Angst vor dem weißen Papier? Das kennt vermutlich jeder, der jemals im Studium eine Hausarbeit, eine Bachelor- oder Masterarbeit hat verfassen müssen. An der Frankfurter Goethe-Universität werden seit 2011/2012 eigens studentische Tutoren ausgebildet, die ihren Kommilitonen dabei helfen sollen, gut und möglichst stressfrei zu schreiben. An zahlreichen deutschen Hochschulen sind mittlerweile Schreibzentren und Beratungsstellen entstanden. Und aus der Praxis eine neue Forschungsrichtung, eine Wissenschaft vom Schreiben und seiner Vermittlung. Nun haben Stephanie Dreyfürst, die schon 2006 die "Schreibwerkstatt" der Frankfurter Germanisten leitete, und ihre Kollegin Nadja Sennewald vom Schreibzentrum am Fachbereich 10 der Goethe-Universität ein Handbuch herausgegeben, das all jenen, die das Schreiben unterrichten, Grundlagenwissen zur Theorie und Didaktik des Schreibens vermitteln soll.

Dank der Mittel aus dem Bund-Länder-Programm zur Verbesserung der Lehre, so erklärt Sennewald, habe auch die Goethe-Universität seit 2011 gut 21 Millionen Euro für fünf Jahre bewilligt bekommen. Unter anderem fließen sie in das Schreibzentrum. Seither ist auch Sennewald, die in Hildesheim Kulturwissenschaften studiert hat, dort engagiert. Sie brachte den Ansatz mit, studentische "Peer-Tutoren" auszubilden, die auf Augenhöhe mit ihren Kommilitonen über Schreibschwierigkeiten und deren Lösung sprechen können.

Was Dreyfürst und Sennewald auffiel: In der noch jungen Wissenschaft des Schreibens, erst 2013 wurde eine "Gesellschaft für Schreibdidaktik und Schreibforschung" gegründet, fehlte ein Handbuch mit Grundlagentexten. Diese Lücke wollen die beiden Herausgeberinnen füllen. Auch ihre Tutoren sollen es nutzen: Denn das Schreibzentrum organisiert zwar Events wie die "Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten", der Schwerpunkt aber, so Sennewald, liege in Workshops für Tutoren, deren Ausbildung und auch in der Beratung für Lehrende. Heute könne man nicht davon ausgehen, dass die Studienanfänger in der Schule schon wissenschaftspropädeutisch gearbeitet hätten, so Sennewald. Außerdem sei ein positiver Trend zu vermerken: Anders als vor etwa 20 Jahren seien viele heute die ersten in ihrer Familie, die studierten. Sie orientierten sich anders in der "Bildungs- und Wissenschaftssprache Deutsch". Auch Studierende aus anderen Ländern brächten oft andere Wissenschaftskulturen mit. Deshalb gibt es unter anderem auch ein Kapitel zu "interkulturellen Kompetenzen in der Schreibberatung". Das dicke Buch mit dem schlichten Titel "Schreiben" versammelt Texte zu Schreibprozessen, unterschiedlichen Schreibkompetenzen, Schwierigkeiten, Blockaden und Ansätzen für eine erfolgreiche Beratung.

Was bei den Geisteswissenschaften begann, werde auch rege von sozial- und gesellschaftswissenschaftlichen Studiengängen genutzt, so Sennewald. Derzeit würden Anträge erarbeitet, auch Schreibtrainings für die Naturwissenschaften anbieten zu können. Sennewald selbst hat nicht nur einen Beitrag für das Handbuch verfasst: Geschrieben hat sie schon im Studium gern - ohne Beratung. Das will sie für die heutigen Studierenden ändern.

"Schreiben", herausgegeben von Stephanie Dreyfürst und Nadja Sennewald, Opladen/Toronto, Verlag UTB Barbara Budrich, 455 Seiten, 29,99 Euro

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