-48%
11,95 €
Statt 22,99 €**
11,95 €
inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Gebundenes Buch)
Sofort per Download lieferbar
6 °P sammeln
-48%
11,95 €
Statt 22,99 €**
11,95 €
inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Gebundenes Buch)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
6 °P sammeln
Als Download kaufen
Statt 22,99 €**
-48%
11,95 €
inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Gebundenes Buch)
Sofort per Download lieferbar
6 °P sammeln
Jetzt verschenken
Statt 22,99 €**
-48%
11,95 €
inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Gebundenes Buch)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
6 °P sammeln
  • Format: ePub


How beef conquered America and gave rise to the modern industrial food complex
By the late nineteenth century, Americans rich and poor had come to expect high-quality fresh beef with almost every meal. Beef production in the United States had gone from small-scale, localized operations to a highly centralized industry spanning the country, with cattle bred on ranches in the rural West, slaughtered in Chicago, and consumed in the nation's rapidly growing cities. Red Meat Republic tells the remarkable story of the violent conflict over who would reap the benefits of this new industry and…mehr

  • Geräte: eReader
  • mit Kopierschutz
  • eBook Hilfe
  • Größe: 5.15MB
Produktbeschreibung
How beef conquered America and gave rise to the modern industrial food complex

By the late nineteenth century, Americans rich and poor had come to expect high-quality fresh beef with almost every meal. Beef production in the United States had gone from small-scale, localized operations to a highly centralized industry spanning the country, with cattle bred on ranches in the rural West, slaughtered in Chicago, and consumed in the nation's rapidly growing cities. Red Meat Republic tells the remarkable story of the violent conflict over who would reap the benefits of this new industry and who would bear its heavy costs.

Joshua Specht puts people at the heart of his story-the big cattle ranchers who helped to drive the nation's westward expansion, the meatpackers who created a radically new kind of industrialized slaughterhouse, and the stockyard workers who were subjected to the shocking and unsanitary conditions described by Upton Sinclair in his novel The Jungle. Specht brings to life a turbulent era marked by Indian wars, Chicago labor unrest, and food riots in the streets of New York. He shows how the enduring success of the cattle-beef complex-centralized, low cost, and meatpacker dominated-was a consequence of the meatpackers' ability to make their interests overlap with those of a hungry public, while the interests of struggling ranchers, desperate workers, and bankrupt butchers took a backseat. America-and the American table-would never be the same again.

A compelling and unfailingly enjoyable read, Red Meat Republic reveals the complex history of exploitation and innovation behind the food we consume today.

  • Produktdetails
  • Verlag: Canongate Books
  • Seitenzahl: 368
  • Erscheinungstermin: 07.05.2019
  • Englisch
  • ISBN-13: 9780691185781
  • Artikelnr.: 56787418
Autorenporträt
Joshua Specht teaches American history at Monash University in Australia. He divides his time between Melbourne and South Bend, Indiana. Twitter @joshspecht
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 05.11.2019

Ausbeutung und billiges Fleisch

Von den Bisonherden zu den Schlachtfabriken: Joshua Specht erklärt, wie sich der amerikanische Markt für Rindfleisch entwickelte und am Ende zu einem globalen Modell wurde.

Eine der interessantesten Entwicklungen in der Geschichtswissenschaft der vergangenen Jahrzehnte ist das steigende Interesse an " commodities": standardisierte und homogene Produkte, insbesondere Rohstoffe und landwirtschaftliche Erzeugnisse, die an Terminbörsen gehandelt werden. Hinter der so selbstverständlichen Allgegenwart dieser Waren verbirgt sich häufig eine vielschichtige und verwickelte Geschichte, die weit auseinanderliegende Orte genauso wie unterschiedlichste Akteure miteinander verbindet und die sich mittlerweile in verschlungenen Liefer- und Wertschöpfungsketten widerspiegelt.

Die Beschäftigung mit ihnen wurde von Sidney Mintz' bahnbrechender Studie zur Rolle von Zucker im britischen Kolonialimperium ("Die süße Macht") eingeläutet. Mintz behauptete, dass die Geschichte des Zuckers vor allem von Macht, Imperialismus und Ausbeutung handelt - von Sklaven angebauter und erzeugter Zucker machte das Leben englischer Fabrikarbeiter erträglicher und ermöglichte Plantagenbesitzern und Industriellen die Anhäufung enormer Vermögen. Inzwischen gibt es Untersuchungen zu Baumwolle, Reis, Sojabohnen, Bananen, Naturkautschuk - und nun auch Joshua Spechts Studie über den Siegeszug von Rindfleisch in Amerika.

Specht stellt dar, wie sich ein national und global integrierter Markt aus lokalen Wechselwirkungen verschiedenster Akteure herausbildete. Das Ranching von Rindern in den Trockengebieten der "Great Plains" entstand durch die gewaltsame Ersetzung der von nomadischen indigenen Indianern bejagten Bisonherden durch die am Anfang kleinen Herden der Rancher. Diese Rancher waren sowohl Profiteure von als auch Akteure in den Auseinandersetzungen mit Indianern. Sie provozierten Zusammenstöße, suchten die Unterstützung der Armee und spielten häufig auch eine paramilitärische Rolle. Wenn die indigene Bevölkerung dann schließlich in den Reservaten eingepfercht wurde, übernahmen sie die Versorgung mit - meist überteuertem - Rindfleisch. Nachdem die Urbevölkerung keine Bedrohung mehr darstellte, konsolidierte sich die Rinderhaltung mit der Hilfe ausländischen Kapitals. Es entstanden Ranches enormen Ausmaßes mit Hunderttausenden von Tieren.

Die Entwicklung des Schienennetzes erlaubte, die gesamten Vereinigten Staaten als Markt zu entwickeln. Allerdings konnten die Großbetriebe nur wenige Jahre expandieren, Trockenheit und extreme Winterkälte dezimierten in den achtziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts die Herden. Gewinner waren dagegen die Fleischverarbeiter in Chicago. Ein brutales Effizienzregime in den Fabriken (beschrieben in Upton Sinclairs Roman "The Jungle"), die Entwicklung von Kühlwagen, die den Transport von Fleisch über lange Strecken ermöglichte, und die Konzentration der Verarbeitung auf einen Ort, wodurch sich Preisdumping beim Einkauf des Schlachtviehs durchsetzen ließ, führten zur unanfechtbaren Dominanz der Schlachthöfe und zum Ende der großen Ranches.

Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg der Fleischverarbeiter in Chicago war, dass sie ihr Interesse, die zentralisierte Massenproduktion von Fleisch, mit den Interessen der Verbraucher zur Deckung brachten. Die Rancher, Schlachthofarbeiter und unabhängige Metzger spielten eine nur noch untergeordnete Rolle und waren die Verlierer im Machtkampf. Eine wesentliche Rolle spielten in ihm auch regulatorische Rahmensetzungen, die auf Standardisierung abzielten und damit kleine Akteure benachteiligten. Specht reichert seine breite und überzeugende Darstellung mit zahlreichen Details an, etwa zum Alltagsleben der Cowboys oder zum kulturellen und sozialen Stellenwert des Rindfleisches in den Vereinigten Staaten an.

In aktuellen Debatten über Klimawandel hört man mitunter das Argument, dass die Einschränkung der Verfügbarkeit von Fleisch oder seine gezielte Verteuerung der sozialen Gerechtigkeit zuwiderliefe und eine illegitime Einschränkung individueller Freiheit sei. Diese Haltung verkennt, dass billiges Fleisch auf einem System ökologischer und menschlicher Ausbeutung beruht. Damit steht die Berufung auf soziale Gerechtigkeit auf wackligen Füßen. Ethnographische Arbeiten in amerikanischen Schlachthöfen zeigen, dass in den Vereinigten Staaten die Strukturen, die Upton Sinclair 1905 anprangerte, in Grundzügen immer noch bestehen. Und in Deutschland zerlegt ein Heer von Arbeitern aus Polen, Rumänien, Bulgarien und der Ukraine im Akkord und unter miserablen Arbeitsbedingungen Rinder oder Schweine.

Es ist berechtigt, die kulturelle und kulinarische Bedeutung des Fleischkonsums herauszustellen, aber es sollte auch anerkannt werden, dass sie auf einer Gewichtung von Prioritäten beruht - die soziale Funktion des Essens, Preise und Verfügbarkeit sind wichtiger als Arbeitsbedingungen, Tierwohlfahrt und Folgen für die Umwelt. Spechts Studie betrachtet eine bestimmte historische Konstellation, doch das System, das sich in diesem Kontext stabilisierte, wurde zu einem globalen Modell für die Nahrungsmittelwirtschaft. Von ihr profitieren Verbraucher, weiterverarbeitende Industrie und Zwischenhändler, während alle wirtschaftlichen Risiken auf die Primärerzeuger abgewälzt werden. Spechts Buch ist ungemein lesbar und bietet neben einer sozial- und wirtschaftshistorischen Analyse, die sich nie in akademischem Jargon verfängt, einen bemerkenswerten Einblick in die Alltagsgeschichte des mythenverklärten Wilden Westens.

THOMAS WEBER

Joshua Specht: "Red Meat Republic". A Hoof-to-Table History of How Beef Changed America.

Princeton University Press, Princeton 2019. 368 S., geb., 21,75 $.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr