Keine Moderne ohne Patriarchat?
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Ist eine Moderne ohne partriarchales Denken überhaupt denkbar? Warum können sich KritikerInnen aus patriarchalem Denken so wenig ausklinken? Welchen Politikbegriff bräuchte die Politikwissenschaft? Gibt es biologische Geschlechtsunterschiede, die die Politikmöglichkeiten einschränken? Warum ist in der Moderne die Frau kein selbständiges Individuum?Anhand des gesellschaftlichen Wissens um biologische Geschlechtsunterschiede, der sozialisierten Normen patriarchalen Verhaltens und der individuellen Erfahrungen als Frau/Mann stellt die Autorin die Brüchigkeit und innere Widersprüchlichkeit des…mehr

Produktbeschreibung
Ist eine Moderne ohne partriarchales Denken überhaupt denkbar? Warum können sich KritikerInnen aus patriarchalem Denken so wenig ausklinken? Welchen Politikbegriff bräuchte die Politikwissenschaft? Gibt es biologische Geschlechtsunterschiede, die die Politikmöglichkeiten einschränken? Warum ist in der Moderne die Frau kein selbständiges Individuum?Anhand des gesellschaftlichen Wissens um biologische Geschlechtsunterschiede, der sozialisierten Normen patriarchalen Verhaltens und der individuellen Erfahrungen als Frau/Mann stellt die Autorin die Brüchigkeit und innere Widersprüchlichkeit des Denkmodells Patriarchat dar und ermöglicht damit eine kritisch-optimistische Beurteilung der aktuellen politischen Veränderungen.
  • Produktdetails
  • Verlag: VS Verlag für Sozialwissenschaften
  • 1995
  • Seitenzahl: 296
  • Erscheinungstermin: 1. Januar 1995
  • Deutsch
  • Abmessung: 226mm x 154mm x 19mm
  • Gewicht: 476g
  • ISBN-13: 9783531127088
  • ISBN-10: 353112708X
  • Artikelnr.: 25212194
Autorenporträt
Susanne Offenbartl ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin einer Bundestagsabgeordneten tätig.
Inhaltsangabe
1. Die Analyse patriarchaler Denkstrukturen in einem politikwissenschaftlichen Rahmen.
1.1 Zeitliche und räumliche Eingrenzung der Moderne.
1.2 Voraussetzungen der Arbeit.
1.3 Skizze des Argumentationsgangs.
2. Paradigmen feministischer Politikwissenschaft.
2.1 Spezielle Schwierigkeiten feministischer Ansätze zur Politikwissenschaft.
2.1.1 Die Definition des Gegenstandes der Politikwissenschaft durch die Trennung zwischen öffentlichem und privatem Bereich.
2.1.2 Das autonome Individuum als Untersuchungsobjekt der Politikwissenschaft.
2.1.3 Die dichotome Moderne
die Bedeutung des 'anderen', des aus der Politikwissenschaft Ausgeschlossenen.
2.1.4 Frauen
weder Objekt noch Subjekt der Politikwissenschaft.
2.2 Entwicklung und Merkmale der feministischen Politikwissenschaft.
2.2.1 Entwicklung der feministischen Auseinandersetzung mit der Politikwissenschaft.
2.2.2 Charakteristische Merkmale feministischer Konzeptionen.
2.2.3 Sind feministische Modelle wirklich anders?.
2.3 Ansätze neuer Paradigmen.
2.3.1 Gegenstandsabgrenzung der Politikwissenschaft.
2.3.2 Das Menschenbild der Politikwissenschaft.
2.3.3 Politische und politikwissenschaftliche Diskursformen.
3. Die ständige Neukonstruktion patriarchalen Denkens in der Moderne.
3.1 Die Konzeption von Lebenswelt und System nach Jürgen Habermas.
3.2 Frauen in der Theorie des kommunikativen Handelns.
3.3 Die feministische Kritik an der Konzeption der Lebenswelt.
3.3.1 Der Ausschluß der Frauen aus der Gestaltung der Lebenswelt.
3.3.2 Die Funktionalisierung von Frauen.
3.3.3 Die Ausgrenzung des Nichtrationalen.
3.4 Die ständige Neukonstruktion des lebensweltlich verankerten, patriarchalen Denkens in der Moderne.
4. Vorstellungen über biologische Geschlechtsunterschiede.
4.1 Die Wissenschaften von den natürlichen Geschlechtsunterschieden.
4.1.1 Methodische Schwierigkeiten.
4.1.2 Quellen, aus denen die Natur des Menschen abgeleitet wird.
4.1.3 Vorstellungen über natürlich
biologische Geschlechtsunterschiede seit Darwin.
4.2 Wissenschaftliche Ergebnisse über natürliche Geschlechtsunterschiede.
4.2.1 Konstanten in der Natur des Menschen.
4.2.1.1 Vorstellungen über die Natur.
4.2.1.2 Biologisch determinierte soziale Muster.
4.2.2 Biologische Unterschiede zwischen Männern und Frauen.
4.2.2.1 Größe und Stärke.
4.2.2.2 Funktionsweise des Gehirns.
4.2.2.3 Genetisch bedingtes aktiv/passiv
Schema.
4.2.3 Indizien für Wechselwirkungen zwischen Natur und Sozialisation.
4.3 'Natürliche' Geschlechtsunterschiede und die patriarchale Lebenswelt.
4.3.1 Zirkularität biologischer Modelle.
4.3.2 Zusammenhänge zwischen Biologie und Politik.
5. Die dichotomen Ansprüche an Frauen und Männer.
5.1 Das bürgerliche Frauenideal.
5.1.1 Der Übergang zum bürgerlichen Frauenideal.
5.1.2 Die Naturalisierung der Weiblichkeit.
5.1.3 Die Androzentrik der Ergänzungsidee.
5.1.4 Die doppelte Machtlosigkeit der Frau in der Moderne.
5.2 Das autonome Individuum.
5.2.1 Der Mann als Subjekt der Aufklärung.
5.2.1.1 Ökonomische Unabhängigkeit.
5.2.1.2 Vernunft.
5.2.2 Naturverständnis und Androzentrik.
5.3 Das 'andere' im modernen Denken.
5.3.1 Rationalität
Nichtrationalität als grundlegende Dichotomie.
5.3.2 Das 'andere' Geschlecht.
6. Die Erfahrung geschlechtsspezifischer Unterschiede.
6.1 Fremd
, Selbst
und Ideal
Zuweisungen geschlechtsspezifischer Eigenschaften.
6.1.1 Assoziierte Eigenschaften.
6.1.2 Selbstkonzeption.
6.1.3 Ideale.
6.2 Die Umsetzung moderner Ansprüche in konkrete Lebensformen.
6.2.1 Statistische Realität moderner Ansprüche.
6.2.2 Identifikation Jugendlicher mit geschlechtsspezifischen Rollen.
7. Die Sprache als patriarchales Deutungsmuster und als Kommunikationsmedium.
7.1 Sprache als patriarchales Deutungsmuster.
7.1.1 Sprachstruktur und Wortschatz.
7.1.1.1 Sprachlicher Ausschluß von Frauen.
7.1.1.2 Sprachliche Ableitung und Abwertung von Frauen.
7.1.1.3 Geschlechtsspezifische Assoziation von Begriffen.
7.1.2 Gesprächsführung.
7.1.2.1 Dominante und unterwürfige Gesprächsführung.
7.1.2.2 Weibliches Sprachregister.
7.2 Verzerrungen unserer Wahrnehmung durch Sprache.
7.2.1 Die Tätigkeit des Sprechens.
7.2.2 Definitionsmacht.
7.3 Reflexionspotential statt Sprachoptimismus.
7.3.1 Kritik an Habermas' Sprachoptimismus.
7.3.2 Veränderungen der Sprache und des Denkens.
8. Die Veränderbarkeit der Denkstruktur Patriarchat.
8.1 Stabilität und Anpassungsfähigkeit der Denkstruktur Patriarchat als Hemmnis und Chance der Veränderung.
8.1.1 Ständige Anpassungsprozesse innerhalb der Deutungsmuster.
8.1.1.1 Die Ausdehnung moderner Ansprüche auf Frauen.
8.1.1.2 Die Neubewertung von Weiblichkeit und Männlichkeit.
8.1.1.3 Die Definitionsmacht als Multiplikatorin lebensweltlicher Veränderungen.
8.1.2 Pragmatische Betrachtungen zu den Veränderungsmöglichkeiten.
8.2 Die Verankerung der feministischen Politikwissenschaft in patriarchalen Deutungsmustern.
Literatur.