24,00 €
versandkostenfrei*

inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
Ohne Risiko: Verlängertes Rückgaberecht bis zum 10.01.2021
0 °P sammeln

    Broschiertes Buch

1 Kundenbewertung

In den Beiträgen des Sammelbandes geht es darum, die brisante Thematik des islamistischen Terrorismus unter verschiedenen Aspekten zu beleuchten und von unterschiedlichen Positionen aus zu analysieren, auch Lösungswege zur Überwindung der zunehmenden Bedrohung der internationalen Sicherheit und Ordnung anzubieten.…mehr

Produktbeschreibung
In den Beiträgen des Sammelbandes geht es darum, die brisante Thematik des islamistischen Terrorismus unter verschiedenen Aspekten zu beleuchten und von unterschiedlichen Positionen aus zu analysieren, auch Lösungswege zur Überwindung der zunehmenden Bedrohung der internationalen Sicherheit und Ordnung anzubieten.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 12.10.2004

Trennliniensuche

ISLAMISTISCHER TERROR. Bali und Beslan, Madrid und Moskau, Nairobi und New York. Der Terror, der sich auf den Islam beruft, ist längst global und die große Herausforderung für die kommenden Generationen. Im Bann der "Ikone" von Bin Ladin haben sich radikale Islamisten aus den Kernländern des Islam und aus dessen Randgebieten zu einem neuen Dschihad gegen den Westen zusammengefunden. Sie berufen sich auf den Islam, sie diskreditieren ihn aber auch. Denn die schweigende Mehrheit der Muslime fühlt sich von ihrem archaischen Terror ebenso bedroht wie der Westen. Eine Anleitung für den Dritten Weltkrieg wäre daher, im Kampf gegen den Terror die Trennlinie zwischen dem Westen und dem Islam zu ziehen. Das würde allein die gemäßigten Muslime in die Arme der Extremisten treiben. Zugleich würde der Westen damit die These der radikalen Islamisten bestätigen, die für sich beanspruchen, für den ganzen Islam zu sprechen. Sinnvoller ist es daher, die Trennlinie im Kampf gegen den Terror innerhalb des Islam zu ziehen: zwischen den Gemäßigten und den Extremisten. Wer den islamistischen Terror wirksam bekämpfen will, muß zunächst die Ursachen seiner Entstehung verstehen. Dazu leistet das von Reinhard Möller, einem Mitglied der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Vorderer Orient (Davo), herausgegebene Buch einen Dienst. Der Freiburger Islamwissenschaftler Martin Riexinger untersucht dabei den Mißbrauch des Islam und welchen Spielraum der Islam für totalitäre Gesellschaftsentwürfe bietet. Der Herausgeber Möller stellt einen Zusammenhang her zwischen den eschatologischen Vorstellungen des Islam und des Islamismus mit der extremen Militanz, und Rainer Hermann, Nahost-Korrespondent dieser Zeitung, zeichnet nach, wie sich Al Qaida aus Terrorgruppen in Ägypten und den arabischen Legionären in Afghanistan heraus zu einem weltumspannenden Terrornetzwerk entwickelt hat, das auf globale Finanzierungsströme zurückgreift und sich zur Verbreitung des Dschihad-Konzepts des Internets bedient. Der Hamburger Islamwissenschaftler Albrecht Metzger zeigt, wie erst im 19. Jahrhundert die Bewunderung der Muslime für den Westen in Ablehnung umgeschlagen ist. Der ehemalige Diplomat Heinz-Dieter Winter macht sich Gedanken, welche Strategien der Westen zur Bekämpfung des Terrors einschlagen sollte, und sein Kollege Arne Seifert verdeutlicht das am Beispiel von Tadschikistan. Zum Abschluß analysiert Elmar Theveßen die aktuelle Bedrohung in Deutschland. (Reinhard Möller [Herausgeber]: Islamismus und terroristische Gewalt. Reihe Orientalistik, Band 8. Ergon Verlag, Würzburg 2004. 170 Seiten, 25,- [Euro].)

F.A.Z.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Als Beitrag zum Verständnis der Ursachen des islamistischen Terrors würdigt der - im Netz leider anonyme - Rezensent diesen von Reinhard Möller herausgegebenen Band über "Islamismus und terroristische Gewalt". Der Islamwissenschaftler Martin Riexinger untersuche den Missbrauch des Islam und welchen Spielraum der Islam für totalitäre Gesellschaftsentwürfe bietet. Reinhard Möller stelle einen Zusammenhang her zwischen den eschatologischen Vorstellungen des Islam und des Islamismus mit der extremen Militanz. Rainer Hermann zeichne nach, wie sich al Qaida aus Terrorgruppen in Ägypten und den arabischen Legionären in Afghanistan heraus zu einem weltumspannenden Terrornetzwerk entwickelte. Ferner zeige der Islamwissenschaftler Albrecht Metzger, wie erst im 19. Jahrhundert die Bewunderung der Muslime für den Westen in Ablehnung umgeschlagen ist. Heinz-Dieter Winter überlege, welche Strategien der Westen zur Bekämpfung des Terrors einschlagen sollte, was Arne Seifert am Beispiel von Tadschikistan verdeutliche. Zum Abschluss analysiere Elmar Theveßen die aktuelle Bedrohung in Deutschland.

© Perlentaucher Medien GmbH