Broschiertes Buch

Das Bild schockte die Welt: Der tote Filmregisseur Theo van Gogh, dem sein Mörder einen Drohbrief an die Brust geheftet hatte. Adressiert an Ayaan Hirsi Ali - eigentlich hätte sie sterben sollen. Sie weiß, daß ihr Kampf für die unterdrückten islamischen Frauen lebensgefährlich ist - aber sie wird, wie dieses Buch beweist, nicht aufgeben. Denn sie weiß, wovon sie redet: Der Zwangsheirat, die ihr Vater für sie arrangiert hatte, konnte sie sich nur durch Flucht entziehen. Der Bruch mit ihrer Familie, ihren Freunden, waren die unausweichliche Folge. Seitdem kämpft sie für ihre…mehr

Produktbeschreibung
Das Bild schockte die Welt: Der tote Filmregisseur Theo van Gogh, dem sein Mörder einen Drohbrief an die Brust geheftet hatte. Adressiert an Ayaan Hirsi Ali - eigentlich hätte sie sterben sollen. Sie weiß, daß ihr Kampf für die unterdrückten islamischen Frauen lebensgefährlich ist - aber sie wird, wie dieses Buch beweist, nicht aufgeben. Denn sie weiß, wovon sie redet: Der Zwangsheirat, die ihr Vater für sie arrangiert hatte, konnte sie sich nur durch Flucht entziehen. Der Bruch mit ihrer Familie, ihren Freunden, waren die unausweichliche Folge. Seitdem kämpft sie für ihre Schicksalgenossinnen: damit sie nicht mehr nur "Söhnefabriken" sind, daß sie studieren können, daß sie endlich selber bestimmen können, wie sie leben wollen. Nach dem Attentatist Ayaan Hirsi Ali von den niederländischen Behörden außer Landes gebracht worden. In ihrem Versteck schrieb sie den letzten Beitrag zu diesem Buch: Der Kampf muß weitergehen. Deshalb kehrte sie jetzt zurück in die Öffentlichkeit. "Ich wer
  • Produktdetails
  • Verlag: PIPER
  • 4. Aufl.
  • Seitenzahl: 213
  • Deutsch
  • Abmessung: 13mm x 127mm x 205mm
  • Gewicht: 250g
  • ISBN-13: 9783492047937
  • ISBN-10: 3492047939
  • Artikelnr.: 13981000
Autorenporträt
Ayaan Hirsi Ali, geboren 1969 in Somalia, floh 1992 in die Niederlande. Sie ist Abgeordnete im niederländischen Parlament und Autorin ('Submission'). Trotz ständiger Todesdrohungen islamistischer Fanatiker kehrte die 'meistgefährdete Person der Niederlande' Anfang 2005 aus ihrem Versteck in die Öffentlichkeit zurück, um weiter für ihre Sache einzutreten.
Rezensionen
Besprechung von 01.08.2005
Sachbücher des Monats August
Empfohlen werden nach einer monatlich erstellten Rangliste Bücher der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie angrenzender Gebiete.
1. HEIKE B. GÖRTEMAKER: Ein deutsches Leben. Die Geschichte der Margret Boveri 1900 – 1975. Verlag C. H. Beck, 416 Seiten, 26,90 Euro.
2. WOLFGANG KRAUSHAAR: Die Bombe im Jüdischen Gemeindehaus. Hamburger Edition, 300 Seiten, 20 Euro.
3.-4. JOACHIM RITTER/KARLFRIED GRÜNDER/GOTTFRIED GABRIEL (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Philosophie, Band 12. Verlag Schwabe AG, 784 Seiten, 257,50 Euro.
DIETER RICHTER: Neapel. Biographie einer Stadt. Verlag Klaus Wagenbach, 304 Seiten, 13,90 Euro.
5. NECLA KELEK: Die fremde Braut. Ein Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland. Verlag Kiepenheuer & Witsch, 270 Seiten, 18,90 Euro.
6. HANS WOLLSCHLÄGER: Moments musicaux. Tage mit TWA. Wallstein Verlag, 40 Seiten, 14 Euro.
7.-10. AYAAN HIRSI ALI: Ich klage an. Plädoyer für die Befreiung der muslimischen Frauen. Aus dem Niederländischen von Anna Berger und Jonathan Krämer. Piper Verlag, 224 Seiten, 13,90 Euro.
RICHARD SENNETT: Die Kultur des neuen Kapitalismus. Aus dem Amerikanischen von Michael Bischoff. Berlin Verlag, 160 Seiten, 18 Euro.
WOLFGANG SCHIVELBUSCH: Entfernte Verwandtschaft. Faschismus, Nationalsozialismus, New Deal 1933 – 1939. Carl Hanser Verlag, 224 Seiten, 21,50 Euro.
OTTO KARL WERCKMEISTER: Der Medusa-Effekt. Politische Bildstrategien seit dem 11. September 2001. form + zweck verlag, 120 Seiten, 36 Euro.
Besondere Empfehlung des Monats August von Florian Rötzer: Stephen Walker: Countdown der Katastrophe. Aus dem Englischen von Harald Stadler. C. Bertelsmann Verlag, 399 Seiten, 19,90 Euro.
Mitglieder der Jury:
Rainer Blasius, Eike Gebhardt, Fritz Göttler, Wolfgang Hagen, Daniel Haufler, Otto Kallscheuer, Mathias Kamann, Petra Kammann, Guido Kalberer, Elisabeth Kiderlen, Jörg Dieter Kogel, Hans-Martin Lohmann, Ludger Lütkehaus, Herfried Münkler, Rolf Rietzler, Wolfgang Ritschl, Florian Rötzer, Albert von Schirnding, Norbert Seitz, Eberhard Sens, Hilal Sezgin, Volker Ullrich, Andreas Wang, Uwe Justus Wenzel.
Redaktion: Andreas Wang (NDR)
Die nächste SZ/NDR/BuchJournal-
Liste der Sachbücher des Monats erscheint am 31. August.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH
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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Mit beträchtlicher Skepsis blickt Hilal Sezgin auf die auf den Markt schwappenden Bücher muslimischer Frauen, die von schrecklichen Schicksalen zu berichten haben. Nun liegt auch das Plädoyer der niederländischen Politikerin Ayaan Hirsi Ali zur Befreiung der muslimischen Frauen vor. Die 1969 Autorin, erinnert Sezgin, wurde 1969 in Somalia geboren, zwangsbeschnitte, und floh, um einer Zwansverheiratung zu entgehen, 1992 in die Niederlande. Zusammen mit dem Filmemacher Theo van Gogh hatte sie 2004 das Drehbuch zu dem provokanten Film "Submission" (Unterwerfung) verfasst; van Gogh wurde von einem fanatisierten Muslim ermordet, Hirsi Ali musste untertauchen. 23 Jahre Jahre lang zeigte der Islam Hirsi Ali nur sein "grausames Gesicht", äußert Sezgin Verständnis und doch bezweifelt sie, dass Hirsi Alis Bild vom grausamen Islam stimmig ist. Hier sieht sie viel Verzerrung. Doch worin sie Hirsi Ali absolut folgt ist die Darstellung des "Jungfrauenkäfigs", jenes Kontrollsystems, in dem junge Mädchen gefangen sind und der sich immer enger schließt: Je stärker die Eltern und Großeltern auf die Jungfräulichkeit fixiert sind, desto mehr werde ihr Blick auf die Welt sexuell bestimmt, fasst Sezgin zusammen: im Schwimmbad, im Kino, auf Klassenfahrten lauern die Versuchungen. Und das traurige ist, dass ein solches Kontrollsystem zwangsläufig eine Kultur der Lüge notwendig mache. Schließlich äußert Sezgin noch Bedenken gegenüber der Ankündigung des Verlags an, den Titel, der auch Tipps für fluchtwillige Mädchen bereithält, auch auf Türkisch zu veröffentlichen. Nicht weil diese nicht Hilfe bräuchten, aber die meisten seien durchaus des Deutschen mächtig.

© Perlentaucher Medien GmbH
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