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Der Fall Dreyfus geriet nie in Vergessenheit. Weder in Frankreich noch international. Diesen eklatanten Fall von Antisemitismus am Ende des 19. Jahrhunderts greifen Historiker und Künstler immer wieder auf. Zuletzt schilderte der englische Bestseller-Autor Robert Harris die Dreyfus-Affäre in seinem 2013 erschienenen Thriller "An Officer and a Spy" (deutsch: Intrige) aus der Perspektive des Ermittlers Picquart, der seinerzeit herausfand, dass die Dreyfus belastenden Beweise gefälscht waren. Und Roman Polanski wiederum verfilmte den Thriller.Alfred Dreyfus stieß 1901 mit seinem Buch sofort auch…mehr

Produktbeschreibung
Der Fall Dreyfus geriet nie in Vergessenheit. Weder in Frankreich noch international. Diesen eklatanten Fall von Antisemitismus am Ende des 19. Jahrhunderts greifen Historiker und Künstler immer wieder auf. Zuletzt schilderte der englische Bestseller-Autor Robert Harris die Dreyfus-Affäre in seinem 2013 erschienenen Thriller "An Officer and a Spy" (deutsch: Intrige) aus der Perspektive des Ermittlers Picquart, der seinerzeit herausfand, dass die Dreyfus belastenden Beweise gefälscht waren. Und Roman Polanski wiederum verfilmte den Thriller.Alfred Dreyfus stieß 1901 mit seinem Buch sofort auch außerhalb Frankreichs auf großes Interesse. Noch im selben Jahr erschienen eine deutsche und eine englische Ausgabe. Zwar aus der Haft entlassen und begnadigt, aber noch nicht rehabilitiert, erzählt er darin anhand von Tagebucheinträgen, Briefen und Zeichnungen von seiner Situation als Opfer dieser Intrige, die Frankreich spaltete. Gerade seine subjektive Sicht berührt und macht seine Verzweiflung, aber auch seinen Lebensmut nachvollziehbar.
Autorenporträt
Alfred Dreyfus (1859-1935) war ein französischer Offizier, dessen Verurteilung wegen angeblicher Spionage für Deutschland 1894 die Dreyfus-Affäre auslöste und Frankreich innenpolitisch zutiefst spaltete. Schon während des Prozesses gegen den aus dem ehemals deutschen Elsass stammenden jüdischen Offizier kamen Zweifel an den vorgelegten Beweisen auf. Seine Unterstützer gingen von einer antisemitischen Intrige aus. Der Skandal zog sich über viele Jahre hin. Die Militärführung wollte die Rehabilitierung Dreyfus' und die Verurteilung des tatsächlichen Verräters verhindern und wurde dabei von antisemitischen Zeitungen und Politikern unterstützt. Menschen, die für Dreyfus eintraten, wurden bedroht, verurteilt oder aus der Armee entlassen. Der Schriftsteller und Journalist Émile Zola prangerte 1898 mit seinem berühmt gewordenen Artikel J'accuse...! (Ich klage an...!) den Justizskandal an und leitete damit die Rehabilitierung Dreyfus' ein, die 1906 erfolgte.