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In vielen westlichen Ländern sind rechte, nationalistische Bewegungen auf dem Vormarsch. Wie ist es dazu gekommen? Arlie Russell Hochschild reiste ins Herz der amerikanischen Rechten, nach Louisiana, und suchte fünf Jahre lang das Gespräch mit ihren Landsleuten. Sie traf auf frustrierte Menschen, deren "Amerikanischer Traum" geplatzt ist; Menschen, die sich abgehängt fühlen, den Staat hassen und sich der rechtspopulistischen Tea-Party-Bewegung angeschlossen haben. Hochschild zeigt eine beunruhigende Entwicklung auf, die auch in Europa längst begonnen hat. Hochschilds Reportage ist nicht nur…mehr

Produktbeschreibung
In vielen westlichen Ländern sind rechte, nationalistische Bewegungen auf dem Vormarsch. Wie ist es dazu gekommen? Arlie Russell Hochschild reiste ins Herz der amerikanischen Rechten, nach Louisiana, und suchte fünf Jahre lang das Gespräch mit ihren Landsleuten. Sie traf auf frustrierte Menschen, deren "Amerikanischer Traum" geplatzt ist; Menschen, die sich abgehängt fühlen, den Staat hassen und sich der rechtspopulistischen Tea-Party-Bewegung angeschlossen haben. Hochschild zeigt eine beunruhigende Entwicklung auf, die auch in Europa längst begonnen hat. Hochschilds Reportage ist nicht nur eine erhellende Deutung einer gespaltenen Gesellschaft, sondern auch ein bewegendes Stück Literatur."Jeder, der das moderne Amerika verstehen möchte, sollte dieses faszinierende Buch lesen." Robert Reich"Ein kluges, respektvolles und fesselndes Buch." New York Times Book Review"Eine anrührende, warmherzige und souverän geschriebene, ungemein gut lesbare teilnehmende Beobachtung. ... Wer ihr Buch liest, versteht die Wähler Trumps, weil sie auf Augenhöhe mit ihnen und nicht über sie spricht." FAZ
  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • Originaltitel: Strangers in Their Own Land. Anger and Mourning on the American Right
  • Seitenzahl: 428
  • Erscheinungstermin: 7. September 2017
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 141mm x 35mm
  • Gewicht: 686g
  • ISBN-13: 9783593507668
  • ISBN-10: 3593507668
  • Artikelnr.: 48124233
Autorenporträt
Arlie Russell Hochschild ist eine der bedeutendsten Soziologinnen der Gegenwart und emeritierte Professorin an der University of California, Berkeley. »Strangers in Their Own Land« stand auf der Shortlist für den National Book Award 2016.
Inhaltsangabe
InhaltVorwortTeil IDas große ParadoxReise ins Herz"Immerhin etwas Gutes"Die ErinnererDie KandidatenDie "am wenigsten widerstandsbereite Persönlichkeit"Teil IIDas gesellschaftliche UmfeldIndustrie: "Die Schnalle an Amerikas Energiegürtel"Der Staat: Marktregulierung 1200 Meter unter der -ErdoberflächeKanzel und Presse: "Das Thema kommt nicht zur Sprache"Teil IIIDie Tiefen-geschichte und die Menschen darinDie TiefengeschichteDie Teamplayer: Loyalität über allesDie Gläubigen: Stiller VerzichtDie Cowboys: StoizismusDie Rebellen: Loyale Teamplayer für ein neues AnliegenTeil IVDie nationale EbeneDie Feuer der Geschichte: Die 1860er und die 1960er JahreNicht länger fremd: Die Macht der Verheißung"Es heißt, da gibt es herrliche Bäume."Nachwort zur deutschen AusgabeDanksagungAnhang A: Zur ForschungsmethodeAnhang B: Politik und Umweltverschmutzung: Erkenntnisse aus der landesweiten ToxMap?344Anhang C: Faktencheck zu gängigen AnsichtenAnmerkungenLiteratur
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Eva Berger spürt die Giftigkeit der Mischung, die die Soziologin Arlie Russell Hochschild von ihren Feldforschungen in Louisiana mitbringt. Hier trifft die Autorin auf die Tea-Party-Bewegung und auf Menschen und ihre Lebensgeschichten, die obgleich ihnen der ausbeuterische Kapitalismus buchstäblich den Grund unter den Füßen wegätzt, weiter an den freien Markt und seine Segnungen glauben wollen. Ökonomisch wie ökologisch bankrott ist die Gegend, erfährt Berger, und doch wählt der zornige weiße Mensch, den Hochschild auf "fesselnde" Weise vorstellt, Trump und damit die Fortsetzung seines Martyriums und nährt lieber den Hass auf alles Fremde.

© Perlentaucher Medien GmbH
»[Hochschild] gelingt die 'Skizzierung einer emotionalen Landkarte' in einer gespaltenen Gesellschaft und ein erster Schritt, die Mauern, die den politischen Diskurs in den USA bestimmen, zu überwinden.«, Buchreport, 28.09.2017»Es ist eine toxische Mischung, die uns Hochschild nahebringt. Wo die Möglichkeit des ökologischen Untergangs auf den Zorn derer trifft, die sich selbst im Untergang wähnen. Und die auf den Bedeutungsverlust und das Schwinden des weißen Seins mit einer Wahl reagieren, die die Welt und alle anderen mit in ihren Abgrund reißen könnte.« Eva Berger, die tageszeitung, 14.10.2017»Was das Buch auszeichnet, ist der Ton: neugierig, beobachtend, unmittelbar und mitfühlend, aber niemals herablassend. Vor allem kommt das Buch ganz ohne strenge Belehrungen aus. Auch das macht es so lesenswert, besonders in Deutschland.« Katja Ridderbusch, Deutschlandfunk Andruck, 11.09.2017»Wie versteht man Trump-Fans, die Arme verhungern lassen würden und Umweltschutz nervig finden, obwohl im Garten das Giftgas blubbert? Eine Übrung in Empathie.«, DIE ZEIT, 05.10.2017»Ein ungewöhnlich mutiges und aufrichtiges Buch.« Reiner Oschmann, Neues Deutschland, 10.10.2017»Erhellend auch für Europäer ist Hochschilds Einsicht, dass die Zugehörigkeit zu politischen Bewegungen, anders als Linke oft meinen, weniger von ökonomischen Interessen als von Gefühlen und Geschichten abhängt.« Michael Bittner, Sächsische Zeitung, 09.12.2017»Es ist ein faszinierendes, ein erschreckendes, ein aufklärendes Buch. Die Autorin verurteilt nicht, sie will verstehen und begreifen - um reagieren zu können.« Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung - Prantls Blick, 13.05.2018»Die Leute folgten einer, wie Hochschild es nennt, Tiefengeschichte. Sie liefert die Muster für ihre Deutung der Informationen und Ereignisse. Nicht Interessen und Argumente begründeten ihre Urteilsfindung, sondern ein Wahrheitsgefühl.« Nils Minkmar, Der Spiegel, 23.09.2017»Als Trump gewählt wurde, packten sich viele an den Kopf: Wer sind die Leute, die diesen Verrückten an die Macht brachten? Die Soziologin Arlie Russell Hochschild hat bei ihnen im brutal armen Louisisiana gelebt, zugehört, beobachtet. Klug.« Susanne Kippenberger, Der Tagesspiegel, 01.10.2017»Mit ihrem Buch gelingt Arlie Hochschild ein verständnisvolles und zugleich kritisches Psychogramm einer Welt im permanenten Widerspruch, und wer es liest, wird die Wähler Trumps ein wenig besser verstehen, unter anderem auch, weil sie auf Augenhöhe mit ihnen und nicht nur über sie spricht.« Daniel Windheuser, der Freitag, 07.09.2017»Es sind diese paradoxen Geschichten, die Widersprüche, die Hochschild aufspürt. Sie begegnet ihren Gesprächspartnern auf Augenhöhe, redet mit ihnen, nicht über sie. Sie will verstehen, nicht bewerten. Sie will begreifen und nicht belehren.« Gabi Biesinger, NDR Info, 20.09.2017»Hochschild setzt darauf, dass es immer die Möglichkeit gibt, die Filterblasen der politischen Lager zu überwinden, eine neue Form der Kommunikation über die Gräben hinweg zu beginnen und alte Feindschaften in neue Freundschaften zu verwandeln.« Helmut König, Neue Zürcher Zeitung, 13.12.2017»Ein sehr gutes Buch (...), das beim Verständnis des Populismus hilft.« Anthony Giddens, Handelsblatt, 19.10.2018»Ein unglaublich spannendes Buch.« Georg Schramm, SWR2, 02.06.2018»Eine Reportage, die zeigt: Mit Trump-Wählern beim Hechte-Angeln zu diskutieren überwindet nicht die gesellschaftliche Spannung. Aber es hilft, sie zu verstehen.«, Deutschlandfunk Kultur, 01.11.2017»Arlie Russell Hochschild hört hin, wenn die Abgehängten der USA schimpfen und klagen. [...] Sie ist von Empathie geleitet, sie will verstehen, abwägen, begreifen, was schiefgelaufen ist.« Rüdiger Schaper, Der Tagesspiegel, 07.09.2017»Ein Buch, das sich [...] leicht liest und spannend ist wie ein Krimi.« Susanne Mayer, DIE ZEIT, 21.09.2017»Dieses Buch ist eine ruhige und empfindsame Reise in einefür Linke oft fremde Welt, es sollte möglichst viel gelesen werden.« Steffen Twardowski, Clara - Das Magazin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, 20.12.2017…mehr