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WikiLeaks blamiert zuerst eine Weltmacht und dann sich selbst. Blogger prangern einige wenige, bis dahin unbeachtet gebliebene Sätze des Bundespräsidenten an und forcieren im Verbund mit klassischen Massenmedien seinen Rücktritt. Politikerstürzen über Plagiate, die sich im Netz detailgenau dokumentieren lassen. In die falschen Kanäle gelangte Fotos und Handyvideos, SMS-Botschaften und Twitter-Meldungen beenden Karrieren und werden zu global zirkulierenden Beweisen eines Vergehens, die sich nicht mehr aus der Welt schaffen lassen. Immer mehr Daten lassen sich immer leichter verknüpfen,…mehr

Produktbeschreibung
WikiLeaks blamiert zuerst eine Weltmacht und dann sich selbst. Blogger prangern einige wenige, bis dahin unbeachtet gebliebene Sätze des Bundespräsidenten an und forcieren im Verbund mit klassischen Massenmedien seinen Rücktritt. Politikerstürzen über Plagiate, die sich im Netz detailgenau dokumentieren lassen. In die falschen Kanäle gelangte Fotos und Handyvideos, SMS-Botschaften und Twitter-Meldungen beenden Karrieren und werden zu global zirkulierenden Beweisen eines Vergehens, die sich nicht mehr aus der Welt schaffen lassen. Immer mehr Daten lassen sich immer leichter verknüpfen, rekonstruieren, dauerhaft speichern - und eines Tages in öffentliche Dokumente der Diskreditierung verwandeln, die sich nicht mehr nur gegen Mächtige undProminente, sondern auch gegen Ohnmächtige und gänzlich Unbekannte richten. Blitzschnell sind im digitalen Zeitalter Transparenz und Aufklärung möglich - und in rasender Geschwindigkeit verbreiten sich Falschmeldungen, bilden sich Wut- und Empörungsgemeinschaften, die mit Schicksalen auf einer weltweit sichtbaren Bühne spielen. Dieser materialreiche Essay ist eine Provokation. Zur Debatte steht die Diagnose der Autoren: Der Skandal ist kein Distanzereignis mehr, sondern hat unser aller Leben erreicht.Der Titel wurde 2014 ins Englische übersetzt.
Autorenporträt
Bernhard Pörksen, Jg. 1969, war sechs Jahre lang als Professor für Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Hamburg tätig und ist heute Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen. Er studierte Germanistik, Journalistik und Biologie in Hamburg und den USA (Pennsylvania State University), volontierte beim Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt und arbeitet seit über zehn Jahren als Journalist und Buchautor. Essays und Kommentare, Reportagen und Interviews erschienen in vielen Tages- und Wochenzeitungen.
Rezensionen
"Der entfesselte Skandal ist ein grossartiges Buch. Ein erschreckendes. Eine Übersicht über jenen Moment, in dem Medien sich verbünden und zu Mordinstrumenten werden." Basler Zeitung, 04.05.2012"Am Skandal wird darstellbar, wie sich Öffentlichkeit bildet, was sie leitet und was sie bedroht. Diese Ermittlungen sind brisant und sie besitzen eine bemerkenswerteTragweite bis weit in den Bereich der politischen Entscheidungsbildung hinein." Roger Willemsen, Schriftsteller "Jenseits von hektischer Internet-Panikmache ist 'Der entfesselte Skandal' eine ausführliche Analyse der sich verändernden Öffentlichkeit. Einfache Antworten sucht man glücklicherweise vergeblich." Spiegel Online, 07.08.2012"Ihre kluge und spannende Analyse ist [.] keine Kritik an den Möglichkeiten des Netzes oder eine Warnung davor. Pörksen und Detel geht es nicht um eine Bewertung. Sie beschreiben nüchtern, wollen neutral Muster aus den verschiedenen Beispielen kristallisieren." Zeit Online, 27.04.2012"Der nackte Befund und die Beschreibung der veränderten Medienmechanismen in Zeiten des Kontrollverlusts sind aufwühlend, manchmal verstörend, und zu jederZeit spannend zu lesen. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen." Carta, 22.06.2012"Bernhard Pörksen und Hanne Detel haben ein Buch geschrieben, das sich wie ein Krimi liest. Eingängig formuliert, anschaulich dargestellt, mitreißend aufklärerisch [.]. Absolut empfehlenswert, keineswegs nur für Wissenschaftler vom Fach, sondern für alle, die im World-wide-web unterwegs sind." Schwäbisches Tagblatt,23.05.2012"Spannend wie ein Kriminalroman, trotzdem wissenschaftlichen Hintergrund vermittelnd." Leipziger Volkszeitung, 06.07.2012…mehr