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"Der Tod ist der beste Lehrmeister zu bürgerlichem Ungehorsam." Fritz Roth
Unser ganzes Leben lang streben wir nach Selbstbestimmtheit und Autonomie. Doch als Trauernde lassen wir uns unsere Toten stehlen. Wir haben gelernt, zu delegieren, uns auf "Experten" zu verlassen. Und spätestens, wenn wir persönlich mit dem Verlust eines nahe stehenden Menschen konfrontiert sind oder wenn uns eine lebensbedrohliche Krankheit überkommt, erkennen wir schmerzlich, dass die alten Rituale nicht mehr passen.
Wir sind als Individuen und auch als Gesellschaft gefordert, eine neue Sterbe- und Trauerkultur
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Produktbeschreibung
"Der Tod ist der beste Lehrmeister zu bürgerlichem Ungehorsam." Fritz Roth

Unser ganzes Leben lang streben wir nach Selbstbestimmtheit und Autonomie. Doch als Trauernde lassen wir uns unsere Toten stehlen. Wir haben gelernt, zu delegieren, uns auf "Experten" zu verlassen. Und spätestens, wenn wir persönlich mit dem Verlust eines nahe stehenden Menschen konfrontiert sind oder wenn uns eine lebensbedrohliche Krankheit überkommt, erkennen wir schmerzlich, dass die alten Rituale nicht mehr passen.

Wir sind als Individuen und auch als Gesellschaft gefordert, eine neue Sterbe- und Trauerkultur zu entwickeln. Wollen wir unser Leben (bis zum Ende) gestalten oder nur verwalten? Wie ist es um den Wert der Individualität bestellt, wenn wir sie im entscheidenden Moment verschenken? Trauer sollte wie jede Krise nicht als lästiges Hindernis, sondern als langer Weg einer Veränderung verstanden werden. Dann erst können wir die Chancen dieser Erfahrung nutzen und erkennen: Auch allem Ende wohnt ein Zauber inne.
  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • Seitenzahl: 189
  • Erscheinungstermin: 12. September 2011
  • Deutsch
  • Abmessung: 222mm x 152mm x 23mm
  • Gewicht: 382g
  • ISBN-13: 9783593394763
  • ISBN-10: 3593394766
  • Artikelnr.: 33381039
Autorenporträt
Fritz Roth, 1949-2012, arbeitete als Unternehmensberater, bevor er Trauerpädagoge wurde und ein Bestattungshaus in Bergisch-Gladbach übernahm. Der »Pionier des deutschen Bestattungswesens« galt vielen Kollegen zugleich als Enfant terrible der Branche. Er gründete den ersten privaten Friedhof Deutschlands, Zehntausende Manager, Theologen, Mediziner, Verbände und Jugendliche besuchen jährlich sein »Haus der menschlichen Begleitung«. Der Autor mehrerer Bücher zum Thema Trauer erklärte den Tod für die »Sendung mit der Maus« und war ein gefragter Redner.
Inhaltsangabe
Inhalt
Vorwort 11

Teil I
1. Der fremde Tod 19
"Outsourcing" des Sterbens 19
Die enteigneten Toten 22
Hilflose Trauer 25
2. Die stille Revolte 28
Vom Unbehagen zum Ungehorsam 28
Individuelle Freiheit und ihre Grenzen 30
Krisen in Perspektiven wandeln 32
3. Gemeinsam einsam 34
Der Tod "in Nahaufnahme" 34
Kult und Kultur des Sterbens 35
Wir konsumieren uns zu Tode 37
Moderne Gesellschaft - moderne Ängste 43
4. Memento mori: ein Blick zurück 47
Die Bedeutung von Totenritualen in der Geschichte 47
Das Individuum und das kollektive Gedenken 49
Der Tod als Weltverbesserer 51
5. Den Tod neu denken 55
Ungewissheiten aushalten 55
Trauer-Power: Die Kraft der Trauer 56

Teil II
6. Der Trauer eine Heimat geben 63
Ein Ort der Begegnung 63
Ein Trauerritual ist wie ein Bilderrahmen 66
Trauer braucht Vertrautheit 69
Sich Zeit nehmen zum Trauern 74
7. Der Tod und die Liebe 78
Was Sterbehemd und Brautkleid gemein haben 78
Abschied als Anfang einer neuen Verbundenheit 82
Geteilte Erinnerungen 84
Trauerzeit ist Lebenszeit 87
8. Jeder Abschied ist einzigartig 90
Individuelle Gestaltung statt Pomp 90
Kreativer Ungehorsam 93
Trauer ist ein Reifeprozess 96
9. Verwandlungen 100
Lebendigkeit ist unsterblich 100
Zeit für die großen Fragen 102

Teil III
10. Der Tod als Lehrmeister 107
Die a-mortale Gesellschaft 107
Vom Wert der Bindung 109
Leben in der Gegenwart 111
Unendliche Erwartungen 111
Verluste akzeptieren 113
Die Angst vor dem Alter 114
Grenzen der Kontrolle 114
11. Krise und Aufbruch 117
Krisenbewältigung als Lebenskompetenz 117
Die Unvorhersehbarkeit von Krisen 120
12. Verdrängte Verluste 123
Königsdisziplin Change Management 123
Der Aufstand des Individuums 125
Der Preis der Flexibilität 126
Die Kehrseite der Veränderungen 128
Überlebenden-Depression 130
13. Der Tod und sein Preis 133
Die Kosten-Nutzen-Brille 133
Friedhofszwang versus Vielfalt 135
Die TrauerOase 136
14. Der letzte Wille (Sterben und sterben lassen) 137
Hilfe für die Hinterbliebenen 137
Selbstbestimmung amEnde des Lebens 138

Teil IV
15. Aus dem Schatten der Trauer 145
Die guten Ratschläge der anderen 145
Credo ergo sum 146
Die Bedeutung von Trauergruppen 149
Wer macht den ersten Schritt? 151
Berufsvorbereitung für Trauerbegleiter 152
Der Tod kommt immer unerwartet. Über Selbstverständlichkeiten und Tabus153
16. Individuelle Abschiede 155
Der Tod hat viele Farben 155
Fünf Tage Abschied 156
Das eigene Hemd 157
Ein Fest für Horst 158
Reisebegleiter 159
Ahnengalerie 161
Ein Stein als Skulptur 161
Fußball für immer 162
Digitale Ewigkeit 163
Der letzte Tag - und ein Koffer 164
Ein handbemalter Sarg 165
Darf man erleichtert sein, wenn jemand stirbt? 166
Wenn Kinder trauern 168
17. Traueralltag am Arbeitsplatz 171
Funktionieren um jeden Preis 171
Verantwortung der Unternehmen - auch im eigenen Interesse 172
18. Fazit - Der Tod gehört ins Leben 175
Leseempfehlungen 184
Weitere Quellen und Artikel 188

InhaltVorwort 11Teil I1. Der fremde Tod 19"Outsourcing" des Sterbens 19Die enteigneten Toten 22Hilflose Trauer 252. Die stille Revolte 28Vom Unbehagen zum Ungehorsam 28Individuelle Freiheit und ihre Grenzen 30Krisen in Perspektiven wandeln 323. Gemeinsam einsam 34Der Tod "in Nahaufnahme" 34Kult und Kultur des Sterbens 35Wir konsumieren uns zu Tode 37Moderne Gesellschaft - moderne Ängste 434. Memento mori: ein Blick zurück 47Die Bedeutung von Totenritualen in der Geschichte 47Das Individuum und das kollektive Gedenken 49Der Tod als Weltverbesserer 515. Den Tod neu denken 55Ungewissheiten aushalten 55Trauer-Power: Die Kraft der Trauer 56Teil II6. Der Trauer eine Heimat geben 63Ein Ort der Begegnung 63Ein Trauerritual ist wie ein Bilderrahmen 66Trauer braucht Vertrautheit 69Sich Zeit nehmen zum Trauern 747. Der Tod und die Liebe 78Was Sterbehemd und Brautkleid gemein haben 78Abschied als Anfang einer neuen Verbundenheit 82Geteilte Erinnerungen 84Trauerzeit ist Lebenszeit 878. Jeder Abschied ist einzigartig 90Individuelle Gestaltung statt Pomp 90Kreativer Ungehorsam 93Trauer ist ein Reifeprozess 969. Verwandlungen 100Lebendigkeit ist unsterblich 100Zeit für die großen Fragen 102Teil III10. Der Tod als Lehrmeister 107Die a-mortale Gesellschaft 107Vom Wert der Bindung 109Leben in der Gegenwart 111Unendliche Erwartungen 111Verluste akzeptieren 113Die Angst vor dem Alter 114Grenzen der Kontrolle 11411. Krise und Aufbruch 117Krisenbewältigung als Lebenskompetenz 117Die Unvorhersehbarkeit von Krisen 12012. Verdrängte Verluste 123Königsdisziplin Change Management 123Der Aufstand des Individuums 125Der Preis der Flexibilität 126Die Kehrseite der Veränderungen 128Überlebenden-Depression 13013. Der Tod und sein Preis 133Die Kosten-Nutzen-Brille 133Friedhofszwang versus Vielfalt 135Die TrauerOase 13614. Der letzte Wille (Sterben und sterben lassen) 137Hilfe für die Hinterbliebenen 137Selbstbestimmung am Ende des Lebens 138Teil IV15. Aus dem Schatten der Trauer 145Die guten Ratschläge der anderen 145Credo ergo sum 146Die Bedeutung von Trauergruppen 149Wer macht den ersten Schritt? 151Berufsvorbereitung für Trauerbegleiter 152Der Tod kommt immer unerwartet. Über Selbstverständlichkeiten und Tabus15316. Individuelle Abschiede 155Der Tod hat viele Farben 155Fünf Tage Abschied 156Das eigene Hemd 157Ein Fest für Horst 158Reisebegleiter 159Ahnengalerie 161Ein Stein als Skulptur 161Fußball für immer 162Digitale Ewigkeit 163Der letzte Tag - und ein Koffer 164Ein handbemalter Sarg 165Darf man erleichtert sein, wenn jemand stirbt? 166Wenn Kinder trauern 16817. Traueralltag am Arbeitsplatz 171Funktionieren um jeden Preis 171Verantwortung der Unternehmen - auch im eigenen Interesse 17218. Fazit - Der Tod gehört ins Leben 175Leseempfehlungen 184Weitere Quellen und Artikel 188
Rezensionen
"Death is the best teacher of civil disobedience." -- Fritz Roth

"Fritz Roth has really breathed new life into the funeral scene." -- FAS

"Your own death requires only that you die. It's the death of others that you have to live with." -- Mascha Kaléko, lyric poet

FAS -- "Fritz Roth hat der Bestatterszene ganz schön Leben eingehaucht."
"Fritz Roth hat der Bestatterszene ganz schön Leben eingehaucht." (FAS)

Jeder Mensch trauert anders
"Roths Buch ist ein Plädoyer dafür, die Einzigartigkeit des Menschen zu würdigen, die Einzigartigkeit der Verstorbenen und die Einzigartigkeit des Trauernden. Und dabei ist es manchmal provokant und sehr oft philosophisch." (Kölner Stadt-Anzeiger, 10.10.2011)

Trostspender für Trauernde
"Auch als Autor hilft Roth Menschen, mit dem Verlust eines nahe Stehenden umzugehen." (Frankfurter Rundschau, 12.11.2011)

Das letzte Hemd ist bunt
"In seinem neuen Buch plädiert Roth für eine neue Sterbe-, Trauer- und Bestattungskultur und zeigt, wie ein individueller und nonkonformistischer Umgang mit dem Tod aussehen kann." (Hessischer Rundfunk, 30.11.2011)