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Tatmensch, Täter, Träumer, Tyrann: Auch seine Feinde leugnen nicht, dass mit Fidel Castros Abschied eine Ära endet. Fünfzig Jahre herrschte er auf einer eher unbedeutenden Insel und wurde doch ein Protagonist der Weltpolitik. Unter den Augen der USA führte er erstmals in einem westlichen Land den Kommunismus ein. Er inspirierte Befreiungsbewegungen, faszinierte aber auch westliche Intellektuelle. Es gibt in Deutschland wenige Journalisten, die den Líder Máximo so lange aus so großer Nähe beobachten konnten wie Carlos Widmann. Jetzt zeichnet er das Porträt einer epochalen Machtnatur von…mehr

Produktbeschreibung
Tatmensch, Täter, Träumer, Tyrann: Auch seine Feinde leugnen nicht, dass mit Fidel Castros Abschied eine Ära endet. Fünfzig Jahre herrschte er auf einer eher unbedeutenden Insel und wurde doch ein Protagonist der Weltpolitik. Unter den Augen der USA führte er erstmals in einem westlichen Land den Kommunismus ein. Er inspirierte Befreiungsbewegungen, faszinierte aber auch westliche Intellektuelle. Es gibt in Deutschland wenige Journalisten, die den Líder Máximo so lange aus so großer Nähe beobachten konnten wie Carlos Widmann. Jetzt zeichnet er das Porträt einer epochalen Machtnatur von Brillanz und Beredsamkeit, gesegnet mit Charisma und Chuzpe - eines egomanen und brutalen Blenders mit trüber Vergangenheit, der gleichwohl die Menschen bis heute fasziniert.
  • Produktdetails
  • Verlag: Hanser
  • Artikelnr. des Verlages: 505/24004
  • Seitenzahl: 335
  • Erscheinungstermin: September 2012
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 136mm x 32mm
  • Gewicht: 501g
  • ISBN-13: 9783446240049
  • ISBN-10: 3446240047
  • Artikelnr.: 35725074
Autorenporträt
Widmann, Carlos
Carlos Widmann, 1938 geboren und aufgewachsen in Buenos Aires, geprägt von Münchner Studenten- und Redakteursjahren, 1965-1991 Auslandskorrespondent für die Süddeutsche Zeitung in Rio de Janeiro, New Delhi, Rom und Washington, seit 1991 für den Spiegel zunächst weiter in Washington, später in Paris. Und immer wieder: Besuche in Havanna. Fidel Castro traf er außerdem im Süden Chiles und in der Bronx. Carlos Widmann, der in Umbrien und Paris lebt, wurde u.a. ausgezeichnet mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis (1986) und dem Theodor-Wolff-Preis (1987). Im Carl Hanser Verlag erschien: Das letzte Buch über Fidel Castro (2012).
Rezensionen
Besprechung von 28.01.2013
Süchtig nach dem Geschmack der Macht

Als "Mann der Vorsehung" machte er aus dem einst blühenden Kuba eine unterentwickelte Insel: Carlos Widmann über Fidel Castro - und den langen Winter des Patriarchen.

Die Übertreibung ist ein legitimes Stilmittel der Rhetorik. Aber man kann es auch übertreiben." Zu den Vorzügen von Carlos Widmanns "letztem Buch über Fidel Castro" gehört dieser Ton einer milden, trockenen Ironie, mit dem er die erstaunliche Lebenskarriere des großen Zampano der kubanischen und lateinamerikanischen Revolution noch einmal abschließend vermisst. Es ist ein Porträt in siebzehn Einzelaufnahmen, jede davon erhellender, vergnüglicher oder bestürzender als die nächste.

Nicht wenige der intimen Kenntnisse, die anekdotisch einfließen, verdanken sich Widmanns Erfahrungsschatz als langjähriger internationaler Korrespondent, der hier und da - sehr diskret - selbst mit ins Bild kommt: sei es als Begleiter westlicher Revolutionstouristen (darunter Hans Magnus Enzensberger) bei der Zuckerrohrernte 1969; sei es als Reporter im Pressetross, der Castro 1972 bei seinem spektakulären (und fatalen) Staatsbesuch im Chile der Volksfront Salvador Allendes begleitete; oder sei es als ein später Besucher des zur Staffage verkommenen Irrenasyls von Havanna, in dem einem Strom internationaler Besucher jahrzehntelang mit Hilfe professioneller Orchestermusiker oder Balletteusen die Charade eines "humanitären Sozialismus" vorgespielt wurde, während längst Verhältnisse wie in Ceausescus Waisenhäusern herrschten.

In feingezeichneten biographischen Skizzen versucht Widmann, den Erfolgsund Betriebsgeheimnissen seines problematischen Helden auf die Spur zu kommen: den frühen Prägungen als Sohn eines analphabetischen Aufsteigers in die postkoloniale, rein weiße, spanisch-katholische Oberschicht der Zuckerinsel; seine Studienjahre im Pistolero-Milieu der rivalisierenden Gruppen an der Universität von Havanna; oder seine Feuertaufe 1948 bei den anarchischen Unruhen in Bogotá (dem "Bogotazo") nach dem Tod des kolumbianischen Volkstribunen Gaitán. Dessen Parole "Ich bin nicht nur ein Mann, ich bin ein Volk" könnte dem jungen Castro als Lebensmotiv gedient haben.

Tatsächlich folgte seine epische Revolutionskarriere von Anfang an dem Muster eines tollkühnen Ego-Trips, bei dem das schiere Überleben - sei es beim Kamikazeangriff auf die Moncada-Kaserne 1953, sei es bei der ähnlich dilettantischen Landungsaktion 1956 - immer nur ein neuer Schicksalsbeweis für seine angestrebte Rolle als "Mann der Vorsehung" war. Und wenn der Großteil seiner Gefährten dabei draufging, dann blähte das nur seinen Nimbus, der ganz früh schon kultische Züge annahm. So wenn eine der beiden Frauen beim Moncada-Überfall, Haydée Santamaría, deren Bruder Abel von der Soldateska ermordet worden war, ihrer Mutter aus dem Gefängnis schrieb: "Abel wird uns niemals fehlen, Mama: denk jetzt daran, dass es Kuba gibt und dass Fidel lebt."

Ja, Fidel hat sie alle überlebt, seine erbittertsten Feinde wie seine ergebensten Freunde, so auch Haydée Santamaría, die sich 1980 am Revolutionstag (dem Tag des Moncada-Überfalls) mit einer Pistole in ihrem Büro erschoss, nachdem ihre einst angesehene Kulturinstitution, die "Casa de las Américas", unter der erstickenden Zensur zu einer leeren Hülle geschrumpft war. Das war nur einer von vielen "unzulässigen" Selbstmorden in Castros Umgebung; der deshalb auch nicht zum Begräbnis erschien.

Widmanns Urteil über den Mann und sein Wirken fällt einigermaßen paradox aus. Als längstregierender Potentat seit Menschengedenken, der noch immer aus den Kulissen die Fäden zieht, während er für mehr als vier Fünftel aller heute lebenden Kubaner gleichsam zu einer Naturtatsache ihrer Existenz geworden ist, sei Castros Nimbus als Figur der lateinamerikanischen Geschichte im Grunde schon unzerstörbar geworden - was immer aus den kubanischen Archiven später einmal über ihn zutage gefördert werde; und ganz gleich, wie man sein Wirken als Máximo Líder (Oberster Führer) abschließend bewerten werde, der es geschafft hat, eines der entwickeltsten Länder Lateinamerikas beinahe systematisch "unterzuentwickeln".

Zu diesem Nimbus hat seit Jahrzehnten auch einer der größten Schriftsteller des Kontinents, Gabriel García Márquez, mit beigetragen - und tut das bis heute, obwohl oder gerade weil sein berühmter Roman "Der Herbst des Patriarchen" als das archetypische Porträt eines lateinamerikanischen Caudillo nur allzu deutliche Anklänge an seinen Freund und Gönner Fidel aufweist. Ebendrum!

Diese Lovestory zwischen "Gabo" und Fidel - der das Werben des kolumbianischen Weltautors erst sehr spät erhört hat, um es dann umso fester in seine Lebenslegende zu integrieren - gehört zu den spannendsten Erzählfäden in Widmanns Buch. Es geht in dieser unverbrüchlichen Männerfreundschaft nicht um Korruption (ungeachtet des Hautgouts schwärmerisch gerühmter Hummeressen in abgeschirmten Staatsvillen). Noch weniger handelt es sich aber um eine politisch-strategische Gefährtenschaft. Der eigentliche Kitt ist, Widmann zufolge, vielmehr Márquez' Sehnsucht nach einer archetypischen Figur wie der des Obersten Aureliano Buendía in seinem Roman "Hundert Jahre Einsamkeit".

Diese blutbesudelte Romanheld war seinem Großvater, einem Bürgerkriegskämpfer und Obersten a.D., nachempfunden, dessen Erzählungen er als Junge fasziniert gelauscht hatte. Als der hünenhafte Übervater starb, war der kleine Gabito gerade acht Jahre alt - "und seither ist mir in meinem Leben nichts Wichtiges mehr passiert", wie er in seinen Memoiren schrieb. Außer eben der späten Freundschaft mit dem hünenhaften Commandante Castro, der sich selbst als "Sklave der Macht" bezeichnet hat. Es war also nicht der Wunsch nach Teilhabe an der politischen Macht, nach der der älter gewordene "Gabito" so hartnäckig strebte: "er war nur süchtig nach ihrem Geschmack".

"Fidel Castro ist ein Gigant des 20. Jahrhunderts, der zu unserem Glück noch ins 21. Jahrhundert hereinragt" - mit diesem Zitat seines venezolanischen Bewunderers Hugo Chávez beginnt das erste Kapitel von Widmanns Buch. Aber auch diesen wichtigsten und letzten seiner Jünger scheint der vom Totenbett wiederauferstandene Commandante nun überleben zu wollen. Wie es aussieht, sind er und sein Halbbruder Raúl sogar an den Verhandlungen über die Nachfolge des moribunden Präsidenten Venezuelas direkt beteiligt, während ihr "Utopia am Tropf" längst von den Erdöl- und Dollartransfusionen ihres größeren Nachbarn abhängt.

Dass das kleine, verarmte Kuba als Schwanz mit dem Hund zu wedeln vermochte, war auch zu Zeiten der völligen Abhängigkeit vom sowjetischen Imperium schon mehrfach demonstriert worden. Wie das möglich gewesen ist, wie Castro es mit Hilfe seines Bruder Raúl sehr früh schaffte, die prosowjetische KP Kubas gleichzeitig für sich einzuspannen und kaltzustellen; wie er und Guevara 1962 die mächtige Sowjetunion beinahe in eine finale atomare Konfrontation mit den Vereinigten Staaten verwickelt hätten; und wie ihre durchweg gescheiterten kontinentalen und internationalen Revolutionsexporte sich ins Gefüge der sowjetischen Weltpolitik eingliederten - auch darüber liefert Widmann substantielle Hinweise.

Ob es das "letzte Buch über Fidel Castro" sein wird, darf allerdings bezweifelt werden, zumal der Autor die Prognose wagt, dass sein Protagonist sich selbst noch überleben werde. Wie in Márquez' Roman kann es dauern, bis die Menschen sich trauen, ins Innere des Palastes einzutreten, und bis dem endlosen Herbst und Winter des Patriarchen ein kubanischer Frühling folgt. Freilich kann das auch morgen schon der Fall sein.

GERD KOENEN.

Carlos Widmann: "Das letzte Buch über Fidel Castro".

Carl Hanser Verlag, München 2012. 336 S., geb., 19,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Mit viel Genuss hat Volker Skierka das Castro-Buch des Journalisten Carlos Widmann gelesen. Nicht zuletzt, weil der Autor so schön austeilen kann, allerdings nicht mit dem Florett, sondern mit der Machete, wie Skierka hinzufügt, und an Castro kaum etwas Gutes lässt. Dass Widmann mitunter übertreibt, die Historie nicht richtig deutet (so Eisenhowers Verhältnis zu Castro) oder altbekannte Fakten einfach nur anders gewichtet, findet der Rezensent - selbst Castro-Biograf - verzeihlich, solange er es nur so spannend und unterhaltsam macht. Ein bibliografisches Verzeichnis vermisst er bei so viel Emotionalität jedoch umso mehr.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 26.03.2013
Ein Plagiator Hitlers
Carlos Widmanns Abrechnung mit Fidel Castro
Zornig ist das Buch, das Carlos Widmann über Fidel Castro geschrieben hat. Ein gedruckter „Shitstorm“, um es modisch auszudrücken, ist das, was der langjährige SZ - und Spiegel -Korrespondent, auf 330 Seiten über den alten Caudillo und seine marode Hinterlassenschaft niederregnen lässt. Mit breiter Streuwirkung nicht nur auf die toten und lebenden Gefolgsleute und Gefährten, sondern auch auf jene Zeitgenossen, die vielleicht – und sogar aufgrund historisch verbürgter Quellen – noch irgendwie ein gutes Haar an dem greisen Máximo Líder gefunden haben.
  Es ist die wahrscheinlich süffigste, je zu Papier gebrachte wutstrotzende Abrechnung mit dem Mann, der mehr als ein halbes Jahrhundert lang Generationen von Staats- und Regierungschefs vornehmlich der Großmächte genarrt und sie gezwungen hat, sich mit seinen Launen zu beschäftigen, in deren Folge er auch mal bereit zu sein schien, einen Atomkrieg zu riskieren.
  Widmann, 1971 als junger deutscher Reporter bei einem Annäherungsversuch für ein Autogramm von Castro abgewiesen, war stets ein Meister eleganter Formulierungskunst, die großes Lesevergnügen bereitete. Auch jetzt wartet er mit seinem bewährten Sprachstil auf, bedient sich dabei aber nicht des rhetorischen Floretts, sondern einer gut geschliffenen Machete. Mit der teilt er aus. Sogar der einstige Kollege, die SZ-Chefreporterlegende Hans-Ulrich Kempski, den er zitiert, wird beiläufig wiederholt zum bloßen „Konferenzreporter“ gestutzt. Einmal in Schwung, übertreibt es der Autor bisweilen auch etwas. So, wenn er schreibt, der kubanische „Bevölkerungsüberschuss“ sei entweder „an die Küste Südfloridas geflohen oder im Golf von Mexiko ertrunken“. Oder wenn er den selbstgefälligen Che zu einem frühen Osama bin Laden stilisiert.
  Er irrt, wo er glaubt, es sei nur „eine hartnäckige Legende“, der „jede faktische Grundlage“ fehle, dass die Regierung Eisenhower und die politische Klasse der USA Castro von Anfang an feindselig begegnet seien. Aus US-Quellen ist bekannt, dass bereits am 10. März 1959, kurz nach Castros Machtantritt, im Nationalen Sicherheitsrat in Washington die Ermordung Castros erwogen wurde.
  In dem Buch steht nichts Neues, bekannte Fakten sind nur neu gewichtet oder kommen zu kurz: so etwa die Rolle der CIA; und so wird aus dem von Jesuitenpadres aus dem Spanien des faschistischen Generals Franco erzogenen und zeit seines Lebens in die Lektüre von Biografien historischer Figuren vernarrten Egomanen Fidel Castro aus Widmanns Perspektive „lebenslang ein Bewunderer der Siegernatur Stalin“, der für seine berühmte Rede „Die Geschichte wird mich freisprechen“ auch noch zum Plagiator Hitlers avanciert. Dabei hatte Castro das gar nicht nötig: Er und sein „Fidelismus“ waren sich stets selbst genug. DDR-Dokumente, die in deutschen Archiven bereitliegen, zeugen von einer schwierigen Partnerschaft Moskaus und seiner Satelliten mit dem sprunghaften und nicht zu disziplinierenden Trabanten.
  Dafür wird Chiles einstiger Despot Pinochet nebenbei überraschend gewürdigt als einer, der, nachdem er hat abdanken müssen, vom Altenteil aus, anders als Castro – und das ist allerdings wirklich neu – „die Politiker zur Festigung der demokratischen Institutionen ermuntert“ habe. Und während des Mörders Wirtschaftsbilanz zum „Pinochet-Wunder“ mutiert, ist der Preis dafür, nämlich dessen blutige Menschenrechtsbilanz, nicht genannt.
  Gleichwohl: Es ist ein spannendes und unterhaltsames Buch, dem gerade wegen seiner emotionalen Perspektiven ein bibliografisches Verzeichnis zu wünschen gewesen wäre. „Das letzte Buch über Fidel Castro“ wird es allerdings nicht bleiben. Widmann meint selbst, dass wohl Castros guter Freund Gabriel García Márquez die ultimative Biografie über den Comandante in der Schublade bereithalte. Und wenn nicht der, dann wird es gewiss jemand anderes sein, der sich noch an dem Unsterblichen abarbeitet.
VOLKER SKIERKA
Carlos Widmann: Das letzte Buch über Fidel Castro. Hanser, München 2012. 335 S., 19.90 Euro.
Volker Skierka war von 1979 bis 1992 SZ-Redakteur. Seine Castro-Biografie erschien 2001.
Die „Fidelisten“ waren sich
selbst genug – ohne die UdSSR
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"Ein Porträt in siebzehn Einzelaufnahmen, jede davon erhellender, vergnüglicher oder bestürzender als die nächste." Gerd Koenen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.01.13

"Um es vorweg zu sagen: Dies ist das beste Buch über Fidel Castro und sein Regime, das ich bisher gelesen habe." Hans Christoph Buch, Deutschlandradio, 10.02.13

"Eine unterhaltsame, aber kritische Bilanz des Sozialismus unter Palmen." Voker Isfort, Abendzeitung München, 24.09.2012

"Äußerst lebendig und unterhaltsam!" Eva Karnofsky, SWR 2, 04.11.12

"In seinem faszinierenden und rasanten geschriebenen Buch räumt der Autor ganz nebenbei auch mit manch linker Legende rund um den greisen Revolutionär auf." dpa, Darmstädter Echo, 12.11.12

"Widmann ist Pflichtlektüre!" Frank Kellersee, Märkische Allgemeine, 06.10.12