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Kaum ein Werk hat so weit ausgestrahlt wie das von Charles Darwin (1809-1882): Seine Evolutionstheorie hat Eingang in Philosophie und Geschichtstheorie gefunden, in Soziologie, Kunstgeschichte oder Ethnologie, und steht noch immer im Zentrum der Biologie. Gleichzeitig provoziert kaum eine Theorie so unterschiedliche Reaktionen. Für die einen verkörpert Darwin ein wissenschaftlich aufgeklärtes Weltbild und die Überzeugung, Vorgänge in der Natur mit wissenschaftlichen Methoden erklären zu können - und nicht wie die Kreationisten mit Bibellektüre oder den Eingriffen eines Schöpfergottes. Für…mehr

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Produktbeschreibung
Kaum ein Werk hat so weit ausgestrahlt wie das von Charles Darwin (1809-1882): Seine Evolutionstheorie hat Eingang in Philosophie und Geschichtstheorie gefunden, in Soziologie, Kunstgeschichte oder Ethnologie, und steht noch immer im Zentrum der Biologie. Gleichzeitig provoziert kaum eine Theorie so unterschiedliche Reaktionen. Für die einen verkörpert Darwin ein wissenschaftlich aufgeklärtes Weltbild und die Überzeugung, Vorgänge in der Natur mit wissenschaftlichen Methoden erklären zu können - und nicht wie die Kreationisten mit Bibellektüre oder den Eingriffen eines Schöpfergottes. Für andere steht Darwin für eine neoliberale Ideologie, die besagt, dass stets der Stärkere siegt. Wie es zu diesen Einschätzungen gekommen ist, legt diese Einführung dar und stellt Darwins Hauptwerke in ihrem Entstehungskontext vor.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Junius Verlag
  • Seitenzahl: 216
  • Erscheinungstermin: 7. März 2017
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783960600275
  • Artikelnr.: 47750585
Autorenporträt
Voss, JuliaJulia Voss studierte in Berlin, Freiburg und London. Für ihre Dissertation "Darwins Bilder" wurde sie mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet. Seit 2007 ist sie Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 17.11.2008

JULIA VOSS, Redakteurin im Feuilleton dieser Zeitung, hat eine Einführung zu Charles Darwin geschrieben. Als vor hundertfünfzig Jahren "Über die Entstehung der Arten" erschien, begann eine neue Epoche. Kaum ein Werk hat so weit ausgestrahlt wie das von Darwin: Es hat Eingang in Philosophie und Geschichtstheorie gefunden, in Soziologie, Kunstgeschichte oder Ethnologie und steht noch immer im Zentrum der Biologie. Was aber machte die Evolutionstheorie derart erfolgreich? Wer las Darwin, und was wurde daraus abgeleitet? Wie wurden Darwins Bücher zur Grundlage von Weltanschauungen? Bis heute rufen seine Texte ganz unterschiedliche Reaktionen hervor. Die Einführung nimmt beides in den Blick: das wissenschaftliche wie das politische und kulturelle Umfeld der Evolutionstheorie. (Julia Voss: "Charles Darwin zur Einführung". Junius Verlag, Hamburg 2008. 215 S., br., 13,90 [Euro].)

F.A.Z.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 18.02.2009

Der Mensch und das Hyänenschwein
Züchtungsphantasien, H. G. Wells und die Evolution der Literatur: Wie durch Charles Darwin die Science-Fiction-Literatur entstanden ist
Der Evolutionstheoretiker gleiche einem Detektiv, schreibt Julia Voss in ihrem instruktiven Buch „Charles Darwin zur Einführung” (Junius Verlag, Hamburg 2008, 220 Seiten, 13,90 Euro), und zwar „einem Detektiv, der am Tatort eintrifft. Aus dem Vorgefundenen muss er das Geschehen, das in der Vergangenheit liegt, rekonstruieren. Was dem Detektiv Fingerabdrücke, Fußspuren oder zurückgelassene Gegenstände sind, ist die beobachtete Natur für den Evolutionstheoretiker: von den lebenden Tieren bis hin zu den Fossilien. Sie bergen die Geschichte ihrer Entstehung.”
Bemerkenswert ist diese Beobachtung auch deswegen, weil gleichzeitig mit Darwins Evolutionstheorie der Detektiv, und mit ihm die Kriminalliteratur, in die Geschichte eintritt. Der besonnene Ermittler, logische Schlussfolgerungen ziehend, gehört fortan zu den bestimmenden Ausdrücken des rationalistischen Zeitalters. Nirgendwo lässt sich die positivistische Wissenschaftsgläubigkeit besser beobachten als bei Sherlock Holmes. Dessen Schöpfer, Arthur Conan Doyle, wurde überdies, ein Zufall, wie ihn nur die Natur hervorzubringen vermag, in eben dem Jahr geboren, als Darwins „Die Entstehung der Arten” das erste Mal erschien, vor 150 Jahren.
Gleichwohl war es Edgar Allen Poe, der, als Darwin mit der Beagle unterwegs war, die Detektivgeschichte erfand. Und nicht nur das. Noch eine weitere Gattung der Literatur geht auf den gro en, im selben Jahr wie Darwin, 1809, geborenen Schriftsteller Poe zurück: die Science-Fiction-Literatur, auch sie ein genuines Produkt des säkularen 19. Jahrhunderts, eine späte Frucht der Epoche der Aufklärung.
Das Ende von Poes „Arthur Gordon Pym” markiert den eigentlichen Beginn der Science-Fiction. Konnte man diesen seinen einzigen Roman bis dahin noch als immerhin recht seltsame Abenteuergeschichte lesen, so öffnet sich spätestens auf der letzten Seite, als die beiden Helden in ihrem Boot auf einen Katarakt zutreiben und sich vor ihnen aus dem Nebel eine riesige weiße Gestalt erhebt, eine neue Dimension. Leicht wäre es, sich eine fabelhafte Lösung zu überlegen und das weiße Wesen als Riesen, als Gespenst oder auch als göttliche Figur zu beschreiben. Die Märchenliteratur aber ist Poe fremd geworden. Er sinnt auf andere Lösungen, weiß jedoch noch nicht, welche Form er ihnen verleihen könnte. Und so bricht sein Roman an dieser Stelle ab.
Das offene Ende von „Arthur Gordon Pym” hat mehrere Schriftsteller zu Fortschreibungen angeregt. Der an sich wenig empfehlenswerte Versuch eines gewissen Charles Romyn Dake, „A strange discovery”, liefert immerhin eine interessante Erklärung für die weiße Gestalt, mit der Poes Roman endet: Er enthüllt sie als Statue, die den Hafen eines unentdeckten Kontinents bewacht. Auf diesem Kontinent leben vor Jahrhunderten hier angelandete Flüchtlinge des untergegangenen Rom, Menschen wie Arthur Gordon Pym und sein Begleiter, doch mit einigen leichten Modifikationen.
Genau wie Edward Bulwer-Lytton, der im Jahr 1871 seinen vorgeblich anti-darwinistischen Roman „Das kommende Geschlecht” veröffentlichte, greift Romyn Dake noch einmal das beliebte Genre der literarischen Utopie auf, das von Platon bis Jonathan Swift so virtuos dazu eingesetzt wurde, der Welt ihren Spiegel vorzuhalten. Doch handelt es sich bei „Der Staat” und „Gullivers Reisen” um Gesellschaftsutopien; dass sich die Welt aber noch auf ganz andere, auf biologische Weise nämlich, ändern könnte, dieser Gedanke kommt ernsthaft erst im 19. Jahrhundert auf.
Bulwer-Lytton kommt ganz konkret die Evolutionstheorie in die Quere, ein Denken, dass ihm zuwider ist, gegen das er sich aber nicht sperren kann. Sein Roman „Das kommende Geschlecht” handelt von einem Reisenden, der unter der Erde auf eine menschenähnliche, geistig hochentwickelte, von der Sintflut in diese Tiefen gespülte Rasse trifft, die Vril-ya. Weitläufig beschreibt Bulwer-Lytton die Sitten und Gebräuche der Vril-ya, ihre intellektuellen und körperlichen Besonderheiten. Nur einmal schießt er eine satirische Spitze gegen Darwin ab, im Ganzen aber erzählt er, geradezu wider Willen, von dem gleichen Phänomen wie die „Entstehung der Arten” – von Selektion und Variation und dem gemeinsamen Ursprung allen Lebens.
Es ist schließlich H. G. Wells, der Darwins Theorie in der Literatur endgültig Geltung verschafft, der sie überhaupt als Erster überzeugend umzusetzen versteht. Entstanden sind auf diese Weise zwei unvergleichliche Meisterwerke: „Die Zeitmaschine” von 1895 und „Die Insel des Dr. Moreau” von 1896.
In der „Zeitmaschine” haben wir es wieder, wie in der klassischen Utopie, mit einem Reisenden zu tun, der in unbekanntes Gelände vorstößt. Nur bleibt er dabei am selben Ort, seine Reise nämlich führt ihn allein durch die Zeit: in eine viele Jahrtausende entfernte Zukunft. Dort trifft er auf die Eloi und die Morlock, die einen zarte und naive Wesen, die anderen dunkle Gestalten aus dem Untergrund. Bald jedoch wird klar, dass sowohl die Eloi als auch die Morlock vom Menschen abstammen. Unumwunden stellt Wells zwischen Fabelwesen und Menschenwesen eine nachvollziehbare Genealogie her, einen Nexus, den Märchen und traditionelle Utopie immer zu vermeiden gesucht haben. Den Menschen selbst gibt es in seiner Welt der Zukunft nicht mehr, oder doch eben zweifach: Er hat sich aufgespalten in diese beiden Arten, von denen die eine die andere frisst.
Wells spielt durchaus mit einer Analogie zur gesellschaftlichen Ordnung seiner Zeit. Die Morlock wären demnach die verrohten Arbeiter, die Eloi das verweichlichte Bürgertum. Doch der springende Punkt ist (und in der Endzeit-Vision am Ende des Romans wird er noch einmal zugespitzt): Der Mensch, wie wir ihn kennen, wie ihn Wells’ Zeitgenossen kennen, tritt hier nicht mehr als die Krone der Schöpfung auf, sondern erscheint als ein wandelbares Naturprodukt. Von einem Schöpfergott ist keine Rede mehr. Mehr noch: in Wells’ „Die Insel des Dr. Moreau” schwingt sich der Mensch schließlich selbst zum Schöpfer auf.
Auf einer entlegenen Insel führt die Titelfigur Experimente an Tieren durch, schafft Hybride, ein Hyänenschwein etwa oder ein Rhinozerosstutengeschöpf. Vor allem aber will Moreau die Tiere menschenähnlicher machen. Durch „Vivisektion” formt er aus ihnen sprechende, denkende Wesen. Eine Züchtungs- und Manipulationsphantasie, wie sie, Nazis hin, Genetik her, radikaler nicht denkbar wäre: „Ich habe noch von keinem nutzlosen Ding gehört”, heißt es an einer Stelle, „das nicht durch die Evolution früher oder später aus dem Dasein ausgemerzt worden wäre.”
Die Bildung lebendiger Formen
Am meisten entsetzt aber ist der Reisende, den es auf Moreaus Evolutionseiland verschlagen hat, darüber, dass „diese Dinger – diese Tiere sprechen!” Und dies ist vielleicht der Clou von Wells’ Roman, dass er die theologische Dimension der Evolutionsbiologie geschickt mit einbezieht, dass er eine Religion nach der Religion installiert. Denn diese sprechenden Tiere nun erhalten ihre eigenen Zehn Gebote und ihr eigenes Vaterunser. „Weder Fisch noch Fleisch essen; das ist das Gesetz. Sind wir nicht Menschen?” So lautet die Formel, mit der das oberste der Gebote aufgesagt wird. Und das auf Moreau gemünzte Vaterunser lautet: „Sein ist das Haus des Schmerzes. Sein ist die Hand, die schafft. Sein ist die Hand, die verwundet. Sein ist die Hand, die heilt.”
Es ist, als wolle Moreau, nachdem er die Grenze zwischen Mensch und Tier eingeebnet hat, eine neue Unterscheidung treffen: Die Religion, über die der aufgeklärte Mensch hinausgewachsen ist, dient nur zur Unterjochung des Tier-Menschen. Natürlich geht das im Roman grässlich schief. Der Respekt, den Darwin für das Tier hegte, und auch darin scheint Wells ihn ernst zu nehmen, war nämlich enorm. Indem er ihre Verwandtschaft betonte, degradierte Darwin eben nicht den Menschen, er „adelte” (Julia Voss) vielmehr das Tier – und reaktivierte damit im Grunde vorchristliche Naturvorstellungen. War es doch erst das Christentum, das den Unterschied zwischen Mensch und Tier betonte. Schließlich hatte Gott den Menschen, und nicht das Tier, nach seinem Bild geschaffen, schließlich war es der Mensch, der sprach und den Tieren Namen gab, nicht umgekehrt.
H. G. Wells nun nimmt eine Aktualisierung des Naturbegriffs vor. Und indem er an Darwins Evolutionstheorie entlangschreibt, indem er sich wie dieser mit der „Bildung lebendiger Formen” auseinandersetzt, entsteht, wie nebenbei, eine neue Art der Literatur, eine Literatur, die die Wissenschaft ernst nimmt und die Möglichkeiten der Utopie erweitert. Sie, die Science-Fiction-Literatur, wird im 20. Jahrhundert dann schönste Blüten treiben. TOBIAS LEHMKUHL
In der Welt der Zukunft, in der H. G. Wells’ Roman „Die Zeitmaschine” spielt, gibt es den Menschen selbst nicht mehr, oder doch eben zweifach: Er hat sich aufgespalten in zwei Arten, von denen die eine die andere frisst – die Eloi und die Morlock. Mit dieser Utopie verschaffte H. G. Wells der Evolutionstheorie von Charles Darwin auf eigenwillige Weise Geltung. Das nebenstehende Bild stammt aus der Verfilmung „Die Zeitmaschine” mit Jeremy Irons aus dem Jahr 2002. Foto: Photo12
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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Christian Schlüter hat sich in eine Fülle von Publikationen über Charles Darwin vertieft, die anlässlich des Darwin-Jahres erschienen sind. Über Julia Voss' einführendes Buch zeigt er sich hochzufrieden. Beeindruckt liest der Rezensent, dass bei den Übersetzungen von Darwins Werken zur Evolutionstheorie stets die jeweilige Landesideologie die Feder führte, und es so zu bezeichnenden Missverständnissen und Übersetzungsfehlern kam. Zusätzlich erfährt Schlüter viel über die Evolutionstheorie selbst, über die Person Darwins und seine Gegner, und so ist er nach der Lektüre, wie er bekräftigt, wunschlos glücklich.

© Perlentaucher Medien GmbH