Auto. Biographie - Piech, Ferdinand
  • Gebundenes Buch

Jetzt bewerten

Gefürchtet, bewundert, befehdet: Erstmalig berichtet der Automanager Ferdinand Piëch über sein Leben, über das Geheimnis seiner Erfolge und den steilen Aufstieg von Porsche über Audi bis zur Spitze des VW-Konzerns. Ein faszinierender Blick auf den Menschen Piech, auf Macht, Politik und Märkte. Ferdinand Piech ist der Enkel von Ferdinand Porsche, den viele für den bedeutendsten Konstrukteur der Autogeschichte halten. Mit dessen Erbe muss sich Piëch auseinandersetzen: Mit der Last des Namens, den innovativen Glanzleistungen des Pioniers, mit der Volkswagen-Idee, die aus der Nazizeit kam. Auch…mehr

Produktbeschreibung
Gefürchtet, bewundert, befehdet: Erstmalig berichtet der Automanager Ferdinand Piëch über sein Leben, über das Geheimnis seiner Erfolge und den steilen Aufstieg von Porsche über Audi bis zur Spitze des VW-Konzerns. Ein faszinierender Blick auf den Menschen Piech, auf Macht, Politik und Märkte.
Ferdinand Piech ist der Enkel von Ferdinand Porsche, den viele für den bedeutendsten Konstrukteur der Autogeschichte halten. Mit dessen Erbe muss sich Piëch auseinandersetzen: Mit der Last des Namens, den innovativen Glanzleistungen des Pioniers, mit der Volkswagen-Idee, die aus der Nazizeit kam. Auch mit "Porsche" als Marke: Der junge Techniker Piech leitete den steilen Aufstieg in die Hochleistungs-Liga der Autokonzerne ein. Es folgte der "freie Markt" für den erfolgeichen Jungingenieur. Bei Audi wurde Piëch zum maßgeblichen Erneuerer des Markenbilds vom Hosenträger-Image zur smarten Hi-Tech-Schmiede. Entscheidende Innovationen wie permanenter Allradantrieb, rostfreie Karosserien und TDI-M
  • Produktdetails
  • Verlag: Hoffmann & Campe
  • Seitenzahl: 288
  • Deutsch
  • Abmessung: 32mm x 135mm x 210mm
  • Gewicht: 490g
  • ISBN-13: 9783455093360
  • ISBN-10: 3455093361
  • Artikelnr.: 09406902
Autorenporträt
Ferdinand Piëch, geboren 1937 in Wien, begann seine Laufbahn bei Porsche in Stuttgart. 1972 wechselte er zu Audi, deren Vorsitzender er 1988 wurde. Seit Januar 1993 amtiert er als Vorsitzender der Volkswagen AG.
Rezensionen
Der Weg zum Konzernchef
Es wurde schon viel über Ferdinand Piëch, den Enkel Ferdinand Porsches, geschrieben. Der Techniker und Manager, der die Autohersteller Porsche, Audi und Volkswagen maßgeblich prägte, gab immer wieder Anlass zu allen erdenklichen Deutungen und Interpretationen. Man bezeichnete ihn als innovativen Ingenieur, streitbares Gegenüber in Auseinandersetzungen, als Machtmenschen und weitsichtigen Manager mit unkonventionellen Methoden. Wie Piëch sich selber sieht, sein Leben und seine Karriere, das kann man nun in seiner Auto.Biographie nachlesen.
Vom Rennauto zum Alltagswagen
Piëch erzählt mit überraschender Verve die wichtigsten Etappen seines Erfolgswegs: als junger Ingenieur bei Porsche, der an der Entwicklung des Motors für den 911er beteiligt war; das Zwischenspiel bei Mercedes; die 20 Jahre bei Audi, in denen er entscheidend den Imagewechsel vom stockbiederen zum smarten Auto, beginnend mit dem Audi Quattro, vorantrieb.
Drei-Liter-Auto und Vier-Tage-Woche
Als er 1993 als Konzernschef zu VW wechselte, war er "ziemlich sicher, wie man die ganze Riesenfirma besser führen könnte, und daraus ergab sich logischerweise auch der Ehrgeiz, es zu beweisen". Nun, die Erfolgsgeschichte ist bekannt. Piëch beschreibt nicht nur die technischen Innovationen (z.B. das Drei-Liter-Auto Lupo), sondern auch den Alltag eines Managers, der für Zehntausende von Arbeitsplätzen verantwortlich ist und auf dem globalen Markt eine führende Rolle spielt. Wie Piëch es geschafft hat, VW auf Erfolgskurs zu bringen, liest sich mehr als spannend. Wie er nebenbei noch Vater von sieben Kindern wurde, nicht weniger.
(Eva Hepper, literaturtest.de)
…mehr

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Ziemlich spannend findet der Rezensent Jörg Reichle die Biografie des ehemaligen VW-Firmenchefs - allerdings mit der Einschränkung, dass man sich schon für Autos interessieren sollte, wenn man sich an das Buch machen will, denn ins Detail geht Piech vor allem dann, wenn es um die Technik geht. Mit Information über den Privatmenschen Piech geht er auch in diesem Buch, ähnlich wie bei anderen öffentlichen Auftritten eher spärlich um. Trotzdem findet der Rezensent, dass sich die Biografie ein interessantes Bild zeichnet: "ein Ganzes fügt sich erst am Ende und aus einer Vielzahl von Fragmenten". Er findet sogar Beispiele von Selbstironie, einer Eigenschaft, die er von einem als brutal geltenden Chef wohl nicht erwartet hätte.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 20.12.2002
Fugen-Ferdls Fahrbericht
Der Porsche-Enkel und ehemalige VW-Chef Piëch erinnert sich
Warum schreibt ein Wirtschaftsführer seine Biografie und warum liest man sie? Vermutlich hält er sich und halten andere ihn für bedeutend genug, das heißt, er ist oder war erfolgreich im geschäftlichen oder schillernd im gesellschaftlichen Sinn. Gesucht wird in jedem Fall das Außergewöhnliche. Leitlinien des Erfolgs gewissermaßen, oder auch nur: des Erfolgsmenschen. Oder aber, der Autor wendet sich mit Gedanken an seine Leserschaft, die von ungewöhnlicher Tiefenschärfe in einem anderen als seinem eigentlichen Fachgebiet sind. Vielleicht aber handelt es sich auch nur um den verkaufsorientierten Versuch eines Verlags, das Menschliche hinter der kühlen Fassade des Erfolges sichtbar zu machen.
Von alldem spiegelt die „Auto.Biographie” des Porsche-Enkels Ferdinand Piëch, in der Familiennomenklatur Burli genannt, ein Stück wider. Dass der Mann interessant genug ist, steht außer Frage. Dafür steht nicht nur der Familienname Porsche, der weltweit einen exzellenten, in Deutschland einen historisch gültigen Rang besitzt. Durch sein Amt an der Spitze des VW-Konzerns zwischen 1993 und 2002, einer der wichtigsten Adressen der deutschen Industrie, Synonym für Wirtschaftswunder und die Verknüpfung von gesellschaftlichem Wohlstand und Unternehmertum, gerät Piëch zwangsläufig ins Fadenkreuz des öffentlichen Interesses, auch wenn ihm das, wie er schreibt, nie so ganz recht war. „Ich hatte nie einen Hang zum Auffälligwerden. Wann immer ich später positiv aufgefallen bin, hat es mir zwar durchaus gut getan, aber es drängte mich nie danach. Meine Frau behauptet allerdings, dass ich kratzbürstig werde, wenn man mich wegen dieser Zurückgezogenheit schlecht behandelt.”
Dennoch: Was man im Buch über den privaten Menschen erfährt, wurde von Piëch, dem ein Ghostwriter aus dem Kreis des Autojournalismus stilvoll die Feder lieh, eher widerwillig, mehr beiläufig preisgegeben. Das ist seine Sache nicht. Ins Detail geht der ehemalige VW-Chef dort, wo es um Flug- und Auto- Technik geht, seine lebenslange Leidenschaft. Da scheint bisweilen der Mensch durch, aber meist ist es freilich der Techniker, der seinem einschlägig vorgebildeten Leser nachträglich Rechenschaft ablegt: Allrad-Antrieb, Alu- Bauweise, Diesel-Direkteinspritzung, Doppelkupp-lung – Piëch erinnert, erklärt, verteidigt seine Wege, zumindest dort, wo sie auf Skepsis in der Branche stießen.
Überhaupt gewinnt man im Verlauf der Lektüre häufig den Eindruck, hier verteidige sich einer gegen das Bild, das sich die Öffentlichkeit Zeit seiner hohen Ämter von ihm gemacht hat. Den häufig als brutal im Umgang mit Untergebenen Gescholtenen, lässt solche Selbstverteidigung eher sympathisch erscheinen. „Es ist nicht möglich, ” schreibt er da, „eine Firma immer auf der höchsten Harmoniestufe an die Spitze zu bringen.” Oder: „Aus tiefster Überzeugung habe ich lieber einen für die betreffende Situation unpassenden Spitzenmanager gefeuert, als eine Schwächung des Unternehmens zu riskieren, die letztlich ein paar tausend Arbeitsplätze gefährden kann.”
Selbst Beispiele für Selbstironie las-sen sich finden, obwohl Piëch kaum je Zweifel an seinem autokratischen Amtsverständnis aufkommen ließ, und sein Lächeln eher diabolisch denn verbindlich wirkte. So schreibt er über seinen Nachfolger an der VW-Spitze, Bernd Pischetsrieder: „Er kümmert sich intensiv um Qualität, also um Absicherungen eines Erreichten, mir fällt leider immer gleich etwas Neues ein, wenn das Alte noch gar nicht ganz fertig ist.” Über den heutigen Audi-Chef Martin Winterkorn, einen seiner wichtigsten Weggefährten: „Wo ich ein bisschen schlampig war in der Großzügigkeit schöner technischer Items, hat mich Winterkorn auf den Tugendweg der Kostenrechnung gebracht.” So erinnert sich einer, dessen Liebe zum Detail berüchtigt war und ihm den Spitznamen „Fugen-Ferdl” eintrug.
Legt man das Buch schließlich zur Seite, fragt man sich, was man eigentlich erfahren hat über den Selbst-Beschriebenen. Im Sammelsurium der ziemlich locker formulierten Kapitel, die von der ausführlichen Famliengeschichte und ihrer besonderen Beziehung zum Unternehmen Porsche handeln und bis hin zu finsteren Kapiteln der VW-Geschichte reichen wie dem Skandal um den von General Motors übergelaufenen Chefeinkäufer Ignazio Lopez, fügt sich ein Ganzes erst am Ende und aus einer Vielzahl von Fragmenten zusammen. Dennoch: um „Auto.Biografie” interessant zu finden, sollte man Auto- Fan sein. Für alles andere nimmt sich Ferdinand Piëch wohl selbst nicht wichtig genug.
JÖRG REICHLE
FERDINAND PIËCH: Auto.Biografie. Hoffmann & Campe Verlag, Hamburg 2002. 286 Seiten, 22,90 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.diz-muenchen.de
…mehr