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Uralt und wunderschön: Rom ist die Stadt aller Städte und mit ihren antiken Ruinen, mittelalterlichen Kirchtürmen und barocken Palästen der gewaltigste Schatz unserer abendländischen Kultur - aber deshalb noch lange kein Museum. Rom lebt! Wie schon viele Deutschrömer vor ihr flaniert Birgit Schönau durch die größte Altstadt der Welt und frönt der hiesigen Passion für Brot und Spiele, dem Fußball und der Leidenschaft fürs Essen. Sie kurvt durch den ewig brüllenden Verkehr und berichtet von ihren Erlebnissen bei der Wohnungssuche. Rühmt die Freude der Römer am Philosophieren, führt uns ein in…mehr

Produktbeschreibung
Uralt und wunderschön: Rom ist die Stadt aller Städte und mit ihren antiken Ruinen, mittelalterlichen Kirchtürmen und barocken Palästen der gewaltigste Schatz unserer abendländischen Kultur - aber deshalb noch lange kein Museum. Rom lebt! Wie schon viele Deutschrömer vor ihr flaniert Birgit Schönau durch die größte Altstadt der Welt und frönt der hiesigen Passion für Brot und Spiele, dem Fußball und der Leidenschaft fürs Essen. Sie kurvt durch den ewig brüllenden Verkehr und berichtet von ihren Erlebnissen bei der Wohnungssuche. Rühmt die Freude der Römer am Philosophieren, führt uns ein in eine illustre Abendgesellschaft und zeigt uns die Seele Roms zwischen der Last der Geschichte, lässigem Heute und der Lust auf morgen.
  • Produktdetails
  • Piper Taschenbuch Bd.27677
  • Verlag: Piper
  • Überarb. u. erw. Neuausg.
  • Seitenzahl: 220
  • Erscheinungstermin: 17. März 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 194mm x 124mm x 24mm
  • Gewicht: 279g
  • ISBN-13: 9783492276771
  • ISBN-10: 3492276776
  • Artikelnr.: 44096122
Autorenporträt
Birgit Schönau, geb. 1966 in Westfalen, lebt nach dem Studium der Geschichte und Journalistik seit 1992 in Rom und beobachtete jeden Schritt der politischen Karriere Silvio Berlusconis. Sie berichtet für die Süddeutsche Zeitung und die Wochenzeitung DIE ZEIT.
Inhaltsangabe
Vorwort oder: Willkommen in der Welthauptstadt der Skeptiker

Piazza Navona: Die größte Bühne der Stadt

Piazza Montecitorio: Alle Macht ist vergänglich

Piazza del Campidoglio: Von Wölfinnen und anderen Müttern - Die römische Familie

Piazza Vittorio Emanuele: Die Stadt der neuen Römer

Piazza Trilussa: Am Anfang war das Wort

Campo de' Fiori: Verdauung, dreitausendjährig

Piazza San Pietro: Von Papstkönigen und Priesteronkeln

Piazza Venezia: Der Stärkere gewinnt, außer im Stau

Piazza Esedra: Die Römer und das Erbe der Geschichte

Piazza Augusto Imperatore: Ewig fähig zur Moderne - Wie sich Rom erneuert

Ponte Sublicio: Die Stadt und ihr Fluss

Largo Federico Fellini: Kult und Kulisse - Kinostadt Rom

Piazza del Colosseo: Der wilde Kult um die neuen Gladiatoren

Piazza Mincio: Eine Schwäche für Badezimmer - Wie es sich wohnt

Piazza della Suburra: Römisches Nachtleben, halb so wild

Piazza di Spagna: Die Macht der Schönheit und die Tyrannei des Geschmacks

Piazzale del Verano:Der hohe Preis der Ewigkeit

Piazza di Trevi: Eine Münze für die Wiederkehr - 1400 Jahre Tourismus

Zum Weiterlesen: Eine Auswahl
Rezensionen
"Kurzum, das Buch lädt zum Lernen wie zum Schmunzeln ein, hier geht es um den Römer an sich und nur am Rande um die großen Sehenswürdigkeiten. Dazu gibt es wahrlich auch genug andere Reiseführer.", Heilbronner Stimme, 16.04.2016

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 13.01.2005

Liebesbriefe aus dem Chaos

Also, Rom. Sie wissen schon: die Stadt des Kolosseums, des Chaos, der Kaffeebars und so weiter. Viel beschrieben, besprochen und besehnsüchtelt von deutschen Dichtern, Denkern und Reisebuchautoren. Würde man ihre Rom-Bücher aufeinanderstapeln, könnte man wohl einen Berg bilden, so hoch wie der Kapitolshügel. Wer heute über die ewige Stadt schreiben will, der muß sich anstrengen, um noch originell zu sein. Nun also: Noch ein Rom-Buch. Eines, das sich recht prosaisch nach dem Reihentitel des Piper Verlags "Gebrauchsanweisung" nennt. Verfaßt hat es die Journalistin Birgit Schönau, die aus der italienischen Hauptstadt für deutsche Zeitungen berichtet. Es ist die richtige Urlaubslektüre für Reisende, die sich für den Alltag hinter der Dolce-vita-Fassade interessieren. Denn die Mamma zweier kleiner Römer erzählt mit liebevoller Ironie von all dem, was das Leben zwischen barocken Palazzi und antiken Trümmern ausmacht: von den Nachbarn mit den großen Herzen und Stimmen, der Hölle der Postämter und den blondgefärbten Signore mit dem unfehlbaren Geschmack. Von den Fußballfans und ihren Heiligenlegenden und den Vatikan-Angestellten und ihrer Fußballmannschaft. Von dem geheimnisvollen Ampel-Mechanismus, den alle Römer verinnerlicht haben, und vom römischen Lieblingsthema: dem Essen. Mit Witz und Charme beschreibt die Autorin, wie man am Tiber flaniert, liebt, regiert, zur Schule geht, sich amüsiert und und zu Grabe bettet. Und bei aller Sympathie verschweigt sie auch weniger liebenswerte Marotten nicht - etwa die Vorliebe des römischen Bürgertums für billige Hausmädchen von den Philippinen. All das kommt so erfrischend daher wie ein Zitronensorbet an einem heißen Augustnachmittag und dürfte Rom-Touristen so manche Flausen austreiben: Wer etwa beim Espresso auf der Piazza Navona von einer eigenen kleinen Wohnung im Palazzo nebenan träumt, den könnten Schönaus dramatische Schilderungen einer Wohnungssuche alla romana recht schnell in die Realität zurückbringen. Und der Ausländer, der gerne mal die in der Bar aufgeschnappten Kraftausdrücke aus dem Romanesco in Gespräche mit Einheimischen einbringt, lernt nun, daß das nicht immer gut ankommt, mannaggia! Schade nur, daß die Autorin weniger pittoreske Viertel abseits der ausgelatschten Touristenpfade, in denen sich heute ein Großteil des römischen Lebens abspielt, völlig ausspart. Hier hätte es noch eine Chance für Entdeckungen gegeben. Trotzdem: Auf den Berg der Rom-Bücher darf man Schönaus "Gebrauchsanweisung" gerne noch draufstapeln.

vero.

"Gebrauchsanweisung für Rom" von Birgit Schönau. Piper Verlag, München 2004. 185 Seiten. Gebunden, 12,90 Euro. ISBN 3-492-27535-4.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Geradezu hingerissen zeigt sich Rezensent Franz Haas von Birgit Schönaus "Gebrauchsanweisung für Rom", einem "brillanten Porträt dieser Stadt und ihrer Bewohner". Mit einem herkömmlichen Touristenführer hat Schönaus Buch nach Ansicht von Haas kaum etwas gemein. Zwar habe die Autorin, die seit Jahren in Rom lebt, die Kapitel des Buches nach bedeutenden Plätzen benannt. Aber das sei nur ein Vorwand, um in die Nähe ihrer Themen zu kommen: Piazza Venezia zum Beispiel, "die prachtvolle Verkehrshölle, das schöne, stinkende, brüllende Herz der Stadt". Wie Haas hervorhebt, schreibt Schönau über Fußball ebenso kompetent wie über Berlusconi. Auch führe sie niemanden vor touristische Weltwunder und fülle keine klassischen Bildungslücken. Ihr Fachgebiet sei das "schillernde Gemüt der Metropole und ihrer Einwohner, die prunkvollen Auswüchse von Rom und die extravaganten Neurosen der Römer". Ob der Krieg auf den Ämtern, die katholische Kirche oder die römische Mamma: Schönau geht zu Haas' Freude mit Rom und den Römern "freimütig und spitzzüngig" um - "mal klug bewundernd, mal fasziniert distanziert, und immer mit stacheliger Liebe."

© Perlentaucher Medien GmbH