Klebebilder - Perros, Georges
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Georges Perros notiert, ebenso frenetisch wie faul, ebenso verwegen wie verzweifelt. Alles kann zum Anlass werden: Gelesenes nicht weniger als das gewöhnliche Leben, der ganz normale Wahnsinn. Er notiert voller Witz, er kalauert, er gaukelt nicht weniger als er moralisiert. Nie schreibt er, was er will, aber immer nach Lust und Laune. Vor allem: Er erspart sich nichts, geht immer aufs Ganze.Vielleicht hat nie jemand das Leben mehr geliebt, »das Gedicht des Menschen ohne Gedicht, aber strotzend vor Poesie«. Die Vorstellung, seine wie unter Schreibzwang zu Papier gebrachten Notate in einem Buch…mehr

Produktbeschreibung
Georges Perros notiert, ebenso frenetisch wie faul, ebenso verwegen wie verzweifelt. Alles kann zum Anlass werden: Gelesenes nicht weniger als das gewöhnliche Leben, der ganz normale Wahnsinn. Er notiert voller Witz, er kalauert, er gaukelt nicht weniger als er moralisiert. Nie schreibt er, was er will, aber immer nach Lust und Laune. Vor allem: Er erspart sich nichts, geht immer aufs Ganze.Vielleicht hat nie jemand das Leben mehr geliebt, »das Gedicht des Menschen ohne Gedicht, aber strotzend vor Poesie«. Die Vorstellung, seine wie unter Schreibzwang zu Papier gebrachten Notate in einem Buch zu versammeln, war Perros stets ein Graus. Nur aus schierer Geldnot ließ er schließlich die Veröffentlichung einer sorgfältig montierten und überarbeiteten Auswahl aus seinen Notizen zu. Diese Auswahl erschien 1960 unter dem Titel Papiers collés bei Gallimard. Zu einem zweiten Band konnte Perros sich erst 1973 durchringen. Einen dritten schloss er kurz vor seinem Tod ab. Sein Erscheinen im November 1978 erlebte er nicht mehr.
  • Produktdetails
  • Verlag: Matthes & Seitz Berlin
  • Originaltitel: Papiers collés, Tome I, I et III
  • Seitenzahl: 900
  • Erscheinungstermin: März 2020
  • Deutsch
  • Abmessung: 218mm x 146mm x 53mm
  • Gewicht: 1114g
  • ISBN-13: 9783957576910
  • ISBN-10: 3957576911
  • Artikelnr.: 54592836
Autorenporträt
Perros, Georges§§Georges Perros (1923-1978) wurde unter dem Namen Georges Poulot in einem Arbeiterviertel im Norden von Paris geboren. Früh ging er von der Schule ab, wurde Schauspieler und 1948 Mitglied des Ensembles der Comédie française. 1959 ließ er sich in der kleinen bretonischen Hafenstadt Douarnenez nieder. Seit 1953 erschienen seine Texte unter dem bretonischen Pseudonym Georges Perros in der Nouvelle Revue Française. Sein dichtes, nur Kennern bekanntes, singuläres Werk umfasst drei Bände mit Notizen, einen Gedichtband und den Gedichtroman Luftschnappen war sein Beruf. 1978 starb er nach langer Krankheit in Paris.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Sehr liebevoll bespricht Paul Jandl diese Sammlung von Notizen, Aphorismen und Betrachtungen, dabei lobt er insbesondere die Übersetzung von Anne Weber. Seinen "Sound aus Glück und Trauer" habe die Dichterin auf wunderbare Weise übertragen  und hörbar gemacht. Wirklich überzeugend ist für den Kritiker die Haltung des Autors zur "Vergeblichkeit" von allem, die er durch sein Leben weit entfernt von Paris und sein Schreiben fern des Literaturbetriebs offenbar beglaubigt findet.

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