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Wer schreibt, ist auch viel unterwegs: Lesereisen und Recherchen, kleine Fluchten und große Fahrten, Spurensuche und Fernweh. Manchmal geht es auch nur darum, die Welt vorbeiziehen zu lassen und sich selbst dabei fremd zu werden. Am Zug versammelt Texte zeitgenössischer Autoren rund um das Bahnfahren: aufregende Bahnhöfe und unfreiwillige Aufenthalte, End- und Zwischenstationen, flüchtige Begegnungen und schicksalhafte Zufälle, Schlafwagenabenteuer und Speisewagengeplänkel. Reisen bei Tag und bei Nacht stehen im Mittelpunkt eines vergnüglichen Lesebuchs, das uns von Station zu Station…mehr

Produktbeschreibung
Wer schreibt, ist auch viel unterwegs: Lesereisen und Recherchen, kleine Fluchten und große Fahrten, Spurensuche und Fernweh. Manchmal geht es auch nur darum, die Welt vorbeiziehen zu lassen und sich selbst dabei fremd zu werden. Am Zug versammelt Texte zeitgenössischer Autoren rund um das Bahnfahren: aufregende Bahnhöfe und unfreiwillige Aufenthalte, End- und Zwischenstationen, flüchtige Begegnungen und schicksalhafte Zufälle, Schlafwagenabenteuer und Speisewagengeplänkel. Reisen bei Tag und bei Nacht stehen im Mittelpunkt eines vergnüglichen Lesebuchs, das uns von Station zu Station begleitet.
Mit Texten von Alois Brandstetter, Karl-Markus Gauß, Daniel Kehlmann, Michael Köhlmeier, Kurt Palm, Erika Pluhar, Julya Rabinowich, Peter Rosei, Eva Rossmann, Gerhard Roth, Tex Rubinowitz, Susanne Scholl, Julian Schutting, Ilija Trojanow, Anna Weidenholzer.
  • Produktdetails
  • Verlag: Residenz
  • Seitenzahl: 163
  • Erscheinungstermin: Oktober 2014
  • Deutsch
  • Abmessung: 214mm x 136mm x 22mm
  • Gewicht: 340g
  • ISBN-13: 9783701716388
  • ISBN-10: 3701716382
  • Artikelnr.: 40809347
Autorenporträt
Erika Pluhar, 1939 in Wien geboren, ist seit ihrer Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar Schauspielerin am Burgtheater Wien. Sie ist außerdem Sängerin und Autorin. 2009 wurde Erika Pluhar mit dem "Buchhandelspreis für Toleranz" ausgezeichnet.

Julya Rabinowich, geboren 1970 in St. Petersburg, lebt seit 1977 in Wien, wo sie auch studierte. Autorin (zahlreiche Theaterstücke), Malerin und Simultandolmetscherin. Im Standard erscheint wöchentlich ihre Kolumne Geschüttelt, nicht gerührt.

Kurt Palm, geboren 1955 in Vöcklabruck, Studium der Germanistik und Publizistik in Salzburg. Dr. phil. Seit 1983 als Autor und Regisseur tätig. Schrieb Bücher über Brecht, Stifter, Joyce, Mozart, Fußball und Palmsamstage. Drehte einige Kinofilme und inszenierte zahlreiche Opern und Theaterstücke im In- und Ausland. Falls Kurt Palm nicht auf Reisen ist, lebt er in Wien bzw. in Litzlberg am Attersee.
Rezensionen
Besprechung von 07.04.2016
Das Leben in vollen Zügen genießen

Der Zugpendler ist "ein heimatloser Melancholiker". Dieser Satz aus dem Beitrag von Karl-Markus Gauß ist programmatisch für diese nostalgische Anthologie und Zeitreise voller poetischer Subtexte durch die Geschichte des Zugfahrens. Fünfzehn Prosastücke österreichischer Autoren behandeln auratische Bahnstrecken wie die legendäre Transsibirische Eisenbahn, die Tex Rubinowitz beschwört, oder die Tanzania Zambia Railways im Beitrag von Ilija Trojanow. Sie eruieren aber auch die Bodenhaftung kontra der radikalen Erdentwurzelung des Fliegens oder ratternden Rhythmus als eine Urform von Sprache. Bahnreisen geraten hier zum panoramatischen Erlebnis und befördern Schwellenzustände der Seele. Besonders anrührend ist Erika Pluhars Text einer Liebesanbahnung zweier bis dahin glücksferner älterer Einzelgänger im Speisewagen. Die kluge Sammlung entwirft eine kleine Mentalitätsgeschichte der Mobilität im privaten und politischen Fokus. In leisen, aber aussagestarken Texten wird weniger dem Beschleunigungswahn und Servicegeplänkel gehuldigt als altehrwürdigen oder auch heruntergekommenen Vorortzügen, Bahnhöfen oder Bahnhofslokalen als Verweilpunkten des Selbst. Es finden sich Preisungen von Nebenbahnen und ein Lob des Nachtzugs als Fahrt ins Unbewusste. Die Zugfahrt als Metapher der Lebensreise verdichtet sich in Gerhard Roths "Winterreise", wobei im Zerrspiegel einer durch den Helden hindurchfahrenden Landschaft zuletzt der Tod als phantasmagorischer Abteilnachbar aufscheint.

sg

"Am Zug. Neue Texte übers Bahnfahren" von Alois Brandstetter u. a. Residenz Verlag, St. Pölten 2015. 192 Seiten. Gebunden, 14,90 Euro.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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