Chronik russischen Lebens in Deutschland 1918-1941
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Frontmatter -- Inhalt -- Vorwort -- Einleitung -- Chronik: 1919-1925 -- Chronik: 1926-1941 -- Russische Verlage und Druckereien in Berlin 1918-1941 / Kratz, Gottfried -- Organisationsverzeichnis -- Ortsverzeichnis -- Lokalitätenverzeichnis -- Adressenverzeichnis -- Personenverzeichnis -- Backmatter

Produktbeschreibung
Frontmatter -- Inhalt -- Vorwort -- Einleitung -- Chronik: 1919-1925 -- Chronik: 1926-1941 -- Russische Verlage und Druckereien in Berlin 1918-1941 / Kratz, Gottfried -- Organisationsverzeichnis -- Ortsverzeichnis -- Lokalitätenverzeichnis -- Adressenverzeichnis -- Personenverzeichnis -- Backmatter
Autorenporträt
Karl Schlögel, geboren 1948 im Allgäu, hat an der Freien Universität Berlin, in Moskau und St. Petersburg Philosophie, Soziologie, Osteuropäische Geschichte und Slawistik studiert und lehrt an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. 2006 erhielt er den Lessing Preis der Stadt Hamburg und 2012 wurde Karl Schlögel mit dem Hoffmann-von-Fallersleben-Preis ausgezeichnet.

Katharina Kucher arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde der Universität Tübingen.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 16.07.1999

Tag für Tag

RUSSEN. Mehr als eine halbe Million Russen hielt sich Anfang der zwanziger Jahre in Deutschland auf. Sie waren geflohen vor den Wirren der Revolution und des Bürgerkriegs, vor Hunger und der Verfolgung durch die neuen Machthaber im roten Rußland. Unter ihnen waren Anarchisten und Bankiers, Prinzessinnen und Künstler, Juden und Deutschbalten, Weißrussen und Ukrainer, Monarchisten und Sozialrevolutionäre, Ärzte und Juristen, Kriegsgefangene und Ingenieure, Offiziere und Journalisten. Vor allem in Berlin, von 1921 bis 1924 das Zentrum der russischen Emigration in Europa schlechthin, aber auch in Hamburg, Leipzig, Dresden, München , Köln oder Wiesbaden entstand zwischen den Weltkriegen ein reges kulturelles, politisches und soziales Leben dieser so verschiedenen ehemaligen Bewohner des Russischen Reiches. Die Russen in Deutschland gründeten Schulen und Kindergärten, Cafés, literarische Zirkel und Klubs, Kirchengemeinden und Vereine, Parteien und Verlage. Sie trafen sich zu Lesungen und Vorträgen, Kongressen und Konzerten, zu Bällen und Weihnachtsfeiern, organisierten Wohltätigkeitsveranstaltungen oder Jugendlager. Der Osteuropahistoriker Karl Schlögel, der mit einer Reihe von Veröffentlichungen das russische Leben in Deutschland beleuchtet hat, hat mit Mitarbeitern seines Lehrstuhls an der Viadrina in Frankfurt an der Oder über mehrere Jahre die großen und kleinen Zeitungen der russischen Emigration in Deutschland systematisch durchforscht. Mehr als 8100 Eintragungen berichten in der nun vorliegenden Chronik fast Tag für Tag vom russischen Leben in Deutschland zwischen der großen Flüchtlingswelle nach der Revolution und dem Angriff Deutschlands auf die Sowjetunion 1941. Die Herausgeber haben so ein Grundlagenwerk zur Erforschung der russischen Emigration in Deutschland geschaffen und zugleich eine "ideelle Reproduktion des Kosmos der russischen Emigrantenwelt". Durch Verzeichnisse aller Organisationen, Orte, Adressen, Personen und Lokalitäten (Konzertsäle, Kirchen, Hotels, Schule und so weiter) hat das Buch auch als Nachschlagewerk herausragende Bedeutung. Ein detailliertes, von Gottfried Kratz erstelltes Verzeichnis von 275 russischen Verlagen und Druckereien in Deutschland, für das er unter anderem das Berliner Handelsregister durchforstete, ergänzt den Band. Für Kenner der russischen Emigration ist der Band nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern ein Schmöker. (Chronik russischen Lebens in Deutschland 1918-1941. Herausgegeben von Karl Schlögel, Katharina Kucher, Bernhard Suchy und Gregor Thum. Akademie Verlag, Berlin 1999. 672 Seiten, 174,- Mark.)

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