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Kenntnisreich, bildgewaltig und mit einem tiefen inneren Rhythmus führt uns Jon McGregor, eine der wichtigsten Stimmen der jungen britischen Literatur, durch eine Welt der Nadeln und Messer und setzt damit jenen Menschen am Rande der Gesellschaft ein Denkmal, die wir in unserem Alltag nur allzu gerne übersehen. Seine Erzählung von den getretenen und verbeulten Existenzen liest sich trotz aller Härte wie eine Eloge auf die Menschlichkeit.
Robert ist tot.Er bot einer Gemeinschaft von alkohol- und drogenabhängigen Obdachlosen einen Schutzraum. Doch jetzt liegt er merkwürdig verrenkt auf dem
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Produktbeschreibung
Kenntnisreich, bildgewaltig und mit einem tiefen inneren Rhythmus führt uns Jon McGregor, eine der wichtigsten Stimmen der jungen britischen Literatur, durch eine Welt der Nadeln und Messer und setzt damit jenen Menschen am Rande der Gesellschaft ein Denkmal, die wir in unserem Alltag nur allzu gerne übersehen. Seine Erzählung von den getretenen und verbeulten Existenzen liest sich trotz aller Härte wie eine Eloge auf die Menschlichkeit.
Robert ist tot.Er bot einer Gemeinschaft von alkohol- und drogenabhängigen Obdachlosen einen Schutzraum. Doch jetzt liegt er merkwürdig verrenkt auf dem Boden seines Wohnzimmers. Als Danny ihn in einer eisigen Winternacht zwischen Weihnachten und Neujahr findet, flieht er und sucht panisch die gemeinsamen Freunde, ihre Gemeinschaft der Versehrten.
Was hier in vielen Rückblenden nachgezeichnet wird, ist eine einzigartige Collage über das Leben der Ausgestoßenen. Sie erzählt die Geschichte von Danny, einem etwas naiven, sanftmütigen, heroinabhängigen Heimkind, das ganz und gar nicht für die harte Welt, in der es sich bewegt, geschaffen zu sein scheint; seines Kompagnons Mike, der versucht, mit Heroin seine Schizophrenie in den Griff zu bekommen, und von Ant, der seine Sucht und psychischen wie physischen Verwundungen von den Mohnfeldern des Kriegsschauplatzes Afghanistan mitgebracht hat.
Es sind die Menschen, die uns täglich in der U-Bahn, in Unterführungen und auf der Straße um Geld oder etwas zu essen anbetteln, es sind die Junkies und Alkoholiker, die wir nur allzu gerne überhören und übersehen, denen Jon McGregor in diesem aufrüttelnden und literarisch brillanten Buch eine Stimme verleiht. Diese Stimme wird unseren Blick auf die Ränder der Gesellschaft nachhaltig verändern.
  • Produktdetails
  • Verlag: Berlin Verlag
  • Originaltitel: Even the Dogs
  • Seitenzahl: 272
  • Erscheinungstermin: 9. September 2011
  • Deutsch
  • Abmessung: 21mm x 133mm x 211mm
  • Gewicht: 352g
  • ISBN-13: 9783827009807
  • ISBN-10: 3827009804
  • Artikelnr.: 33347219
Autorenporträt
McGregor, Jon
Jon McGregor wurde 1976 auf den Bermudas geboren, zog mit seiner Familie bald darauf nach England und verbrachte seine Jugend in Norwich und Thetford. Er studierte Filmproduktion und Medientechnik und begann in seinem letzten Studienjahr mit dem Schreiben. Seine ersten beiden Romane »So oder so« und »Nach dem Regen« wurden für den renommierten Man Booker Prize nominiert und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Jon McGregor lebt heute in Nottingham.

Burger, Anke Caroline
Anke Caroline Burger studierte in Berlin und Texas und lebt abwechselnd in Berlin und Montreal, Kanada. Sie übersetzt u. a. Elizabeth Hay, Jon McGregor und Mark Haddon.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Erspart bleibt der Rezensentin Angela Schader bei dieser Lektüre allenfalls ein verständnisheischender Gestus der bei einem solchen Thema sich häufig einstellenden Betroffenheitsprosa. Dass Jon McGregor sich auskennt im Milieu der verlorenen Seelen, der Erniedrigten und Beleidigten, der Junkies und Obdachlosen, der einsam Krepierenden, ist das Eine. Das Andere, von Schader hoch Gelobte, ist seine Fähigkeit, darüber zu schreiben, knapp, hart und sprunghaft, nie routiniert oder ordinär. Eine Schonungslosigkeit, die Schader als dem Metier angemessen erscheint, human überdies, auch oder gerade weil sie die Höllenkreise der Drogenszene dem Leser letztlich nicht begreiflich zu machen vermag.

© Perlentaucher Medien GmbH
"In knappen Reportageton zeigt uns Jon McGregor eine Gesellschaft von Ausgestoßenen, deren Tage sich um den Stoff drehen. Von Menschen, die man kennt, aber meistens nicht sieht." -- Neon, 01.10.2011, Ariane Breyer