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Mitte der 1990er Jahre wurden im Sonderarchiv Moskau bis dahin unbekannte Protokolle der Geheimkonferenzen von Joseph Goebbels im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda aus den Jahren 1939 bis 1945 entdeckt. Olga Shtyrkina legt die erste umfassende Auswertung vor und analysiert die Transformation der NS-Propagandastrategie gegen die UdSSR entlang des Kriegsverlaufs. Ihre Analyse reicht von der "großen Täuschung" des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts über das Scheitern des "Blitzkriegs" und die Proklamation des "totalen Kriegs" nach der Schlacht von Stalingrad bis zum…mehr

Produktbeschreibung
Mitte der 1990er Jahre wurden im Sonderarchiv Moskau bis dahin unbekannte Protokolle der Geheimkonferenzen von Joseph Goebbels im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda aus den Jahren 1939 bis 1945 entdeckt. Olga Shtyrkina legt die erste umfassende Auswertung vor und analysiert die Transformation der NS-Propagandastrategie gegen die UdSSR entlang des Kriegsverlaufs. Ihre Analyse reicht von der "großen Täuschung" des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts über das Scheitern des "Blitzkriegs" und die Proklamation des "totalen Kriegs" nach der Schlacht von Stalingrad bis zum Versuch der Jahre 1944/1945, den Kriegsverlauf mithilfe des medialen Schlachtfelds zu verändern. Das Buch schließt damit eine wichtige Lücke in der historischen Kommunikationsforschung.
  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • Artikelnr. des Verlages: 50950
  • Seitenzahl: 492
  • Erscheinungstermin: 16. August 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 139mm x 45mm
  • Gewicht: 625g
  • ISBN-13: 9783593509501
  • ISBN-10: 3593509504
  • Artikelnr.: 52515730
Autorenporträt
Olga Shtyrkina ist wiss. Angestellte beim Forschungsverbund SED-Staat an der FU Berlin.
Inhaltsangabe
Inhalt
Einleitung 11
1. Kriegspropaganda in Deutschland vor und nach 1933 26
1.1. Theorie der Propaganda in der Weimarer Republik 27
1.1.1. Massentheorie und öffentliche Meinung um die Jahrhundertwende 28
1.1.2. Propaganda und Konsum: Werbungstheoretiker der Weimarer Republik 40
1.1.3. Reflexionen zur militärischen Propaganda nach dem Ersten Weltkrieg 46
1.1.4. Ideenquellen der Kriegspropaganda Hitlers 64
1.2. Propagandavorstellungen und Widersprüche führender NS-Propagandisten nach 1933 75
1.2.1. Praktischer Ansatz und Intuition von Joseph Goebbels 79
1.2.2. Otto Dietrich: Deuteragonist der Pressepolitik 87
1.2.3. Eugen Hadamovsky: Die Kunst der schöpferischen Propagandaarbeit 96
1.3. Zeitungswissenschaft in der Weimarer Republik und nach der "Machtergreifung" 105
1.3.1. Institutionalisierung der Zeitungswissenschaft nach 1918 105
1.3.2. Zwischen Rednertribüne und Universitätslehrstuhl: eine "geführte" Wissenschaft nach 1933 111
2. Der Deutsch-Sowjetische Nichtangriffspakt und das Sowjetbild 1939-1941 128
2.1. Diplomatie an der Schwelle des Zweiten Weltkriegs 130
2.1.1. "Der Weltfeind Nummer eins" vor der Jahreswende 1938/39 131
2.1.2. NS-Pressepolitik auf dem Weg zum Nichtangriffspakt 136
2.1.3. Der Molotow-Ribbentrop-Pakt im Spiegel der deutschen Medien 147
2.2. Die Verbündeten: Strategie der Täuschung Herbst 1939 - Frühjahr 1941 154
2.2.1. Die "Erbfreunde": Die deutsch-sowjetische Kooperation nach September 1939 155
2.2.2. Berichterstattung im Zeichen der Verschlechterung der deutsch-sowjetischen Beziehungen 165
2.2.3. Propagandastrategie bei der Vorbereitung des Überfalls auf die UdSSR 171
3. Propagandarichtlinien in der ersten Etappe des Krieges gegen die Sowjetunion: 22. Juni 1941 bis Sommeroffensive 1942 184
3.1. Das Sowjetbild und die Propagandastrategie des "Blitzkrieges" 186
3.1.1. Rechtfertigung der Invasion 187
3.1.2. Themenkomplexe der Propaganda nach dem Beginn des Krieges 197
3.2. Propaganda, gerichtet an die sowjetische Bevölkerung und andie Sowjetarmee 220
3.3. Anpassung der Propagandastrategie August 1941 - Frühjahr 1942 231
3.3.1. Sprachregelungen als Zeichen der Veränderungen 233
3.3.2. "Ohne Druck eines Datums": Auf dem Weg der Zurückhaltung 238
3.3.3. Das Exempel der zwei Hauptstädte: die Leningrader Blockade und der Vormarsch nach Moskau als Eckpunkte der Siegespropaganda 254
3.4. Sommeroffensive 1942: Wachsamkeit vs. hochgespannte Erwartungen 269
4. Kriegswende 1942/43: Neuausrichtung der Propagandapolitik 287
4.1. "Schwanenlied" der Siegespropaganda 290
4.1.1. Die Schlacht von Stalingrad 291
4.1.2. Stalingrad und der "totale Krieg": "Sportpalastrede" vom 18. Februar 1943 317
4.2. Massenerschießung von Katyn: Höhepunkt der Gräuelpropaganda 335
4.2.1. Goebbels und seine Katyn-Kampagne 336
4.2.2. Causa Katyn: Benutzung als Allerweltsding im Propagandakampf 350
4.3. Das Scheitern des "Unternehmens Zitadelle" 355
5. Antisowjetische Propaganda in der letzten Phase des Krieges 367
5.1. Nach dem Kämpfen im Kursker Bogen: Defensive als das neue Prinzip der NS-Propaganda 368
5.1.1. Die Schlacht am Dnjepr August - Dezember 1943 370
5.1.2. Das "Gespenst des Bolschewismus": NS-Propaganda und die Konferenzen der Anti-Hitler-Koalition 381
5.2. Frühjahr 1944: Goebbels-Propaganda und der sowjetische Einmarsch in Mitteleuropa 396
5.3. Bis zur Reichsgrenze: Die zweite Front und die sowjetische Offensive Juni - Oktober 1944 412
5.4. Winter 1944 - Frühjahr 1945: Das Ende der Propagandastrategie von Goebbels 433
Zusammenfassung 457
Danksagung 470
Abkürzungsverzeichnis 471
Quellen und Literatur 473
Personenregister 490
Rezensionen
"Mit der Gesamtauswertung der Protokolle der fast 1.200 Ministerkonferenzen der Kriegszeit erschließt Olga Shtyrkina (...) einen ausgesprochen wichtigen Quellenbestand." Babette Quinkert, H-Soz-Kult, 13.12.2018 "Olga Shtyrkina hat ein weiteres wichtiges Werk zur Nazi-Kriegspropaganda beigetragen, das eine rigorose Analyse des Zusammenspiels von Propagandakampagnen und dem Krieg gegen die Sowjetunion bietet." Thomas Pegelow Kaplan, German History, 11.11.2019 "Die von der wissenschaftlichen Angestellten beim Forschungsverbund SED-Staat an der Freien Universität Berlin vorgelegte Dissertation verschafft dem geschichts- und politikwissenschaftlichem Forschungsfeld zur Auslandspropaganda in einem zentralen Bereich eine neue, inhaltlich deutlich verbreiterte und mit großer Detailkenntnis erschlossene Grundlage. Der Verfasserin ist es gelungen, für die vorrangig vom 'Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda' gesteuerten antisowjetischen Aktivitäten im Zweiten Weltkrieg die lange gesuchte Hauptquelle erstmals im vollen Umfang zu erschließen." Bernd Sösemann, Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte, 11.11.2019