Das Dritte Reich - Hildebrand, Klaus
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Das seit Jahrzehnten bewährte Standardwerk zur Geschichte des "Dritten Reiches" liegt nun bereits in 7. Auflage vor. Hier findet sich der aktuelle Stand der Forschung, übersichtlich aufbereitet und durch eine umfassende Bibliografie zugänglich gemacht.

Produktbeschreibung
Das seit Jahrzehnten bewährte Standardwerk zur Geschichte des "Dritten Reiches" liegt nun bereits in 7. Auflage vor. Hier findet sich der aktuelle Stand der Forschung, übersichtlich aufbereitet und durch eine umfassende Bibliografie zugänglich gemacht.
  • Produktdetails
  • Oldenbourg Grundriss der Geschichte Bd.17
  • Verlag: Oldenbourg
  • 7., durchges. Aufl.
  • Erscheinungstermin: 16. September 2009
  • Deutsch
  • Abmessung: 235mm x 154mm x 26mm
  • Gewicht: 733g
  • ISBN-13: 9783486592009
  • ISBN-10: 3486592009
  • Artikelnr.: 26759420
Autorenporträt
Klaus Hildebrand, geboren 1941 in Bielefeld, ist seit 1982 ordentlicher Professor für Mittelalterliche und Neuere Geschichte an der Universität Bonn. Er ist u.a. Mitherausgeber der "Historischen Zeitschrift", der "Enzyklopädie deutscher Geschichte" und der "Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland". Sein Werk über das "Dritte Reich" wurde ins Italienische, Englische, Französische, Spanische und Japanische übersetzt.
Rezensionen
"Hildebrands Lehr- und Arbeitsbuch ist das beste Werk zur Ereignis-, Struktur- und Wirkungsgeschichte des Dritten Reiches." Manfred Funke, Frankfurter Allgemeine Zeitung "Profunde Sachkenntnisse, Abgewogenheit des Urteils, Klarlegung der unterschiedlichen Forschungsrichtungen und Ergebnisse sowie das Formulieren neuer Fragestellungen für die Zukunft - das alles überzeugt in hohem Maße und macht das Lesen dieses Werkes zu einem außerordentlichen Gewinn." Heinz Klunker im Deutschlandfunk "Geschichte, so wie sie geschehen ist, erklärbar, ja soweit als möglich verstehbar zu machen. Eine heikle, im Falle des Nationalsozialismus fast unmögliche Aufgabe. Fast, denn dass und wie überzeugend sie bewältigt werden kann, stellt Klaus Hildebrand in seiner Geschichte des 'Dritten Reichs, jüngst als sechste, neubearbeitete Auflage in der renommierten Reihe 'Oldenbourg Grundriss der Geschichte erschienen, unter Beweis. Nicht nur interessierte Laien, auch Studierende und Lehrende wissen diese hilfreichen Wegweiser durch unübersichtliches historisches Gelände sehr zu schätzen." Volker Kronenberg, General-Anzeiger "Längst ein Klassiker Mit dem Erscheinen der 1. Auflage hatte Hildebrand 1979 der akademischen Lehre ein mustergültiges Lehrbuch und ein anspruchsvolles Lastenheft zugleich an die Hand gegeben - war die Erforschung der furchtbaren zwölf Jahre damals doch längst nicht abgeschlossen. Die 6. Auflage liest sich demgegenüber fast schon wie eine Bilanz - die Eule der Minerva glaubt man schon fliegen zu sehen: Über das Ablehnenswerte der Diktatur Hitlers gebe es keinen ernst zu nehmenden Dissens. Weil aber über die Moral des Gesamten längst entschieden ist, vermag der Historiker - anders als derjenige, der die Vergangenheit zu Zwecken der Aktualität instrumentalisiert - jene Distanz zum Untersuchungsobjekt zu gewinnen, die ihm die Aufgabe seines Berufes zu folgen erlaubt, nämlich auch diesen Zeitraum der deutschen und europäischen Geschichte zu historisieren." Michael Salewski,…mehr

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 09.09.2003

Der Weltblitzvernichtungskrieg
Längst ein Klassiker: Klaus Hildebrands zweite Neubearbeitung seines Lehrbuchs über das "Dritte Reich"

Klaus Hildebrand: Das Dritte Reich. 6., neubearbeitete Auflage. Oldenbourg Grundriß der Geschichte, Band 17. R. Oldenbourg Verlag, München 2003. 474 Seiten, 24,80 [Euro].

37 077 Titel umfaßt die Bibliographie, die Michael Ruck im Jahr 2000 zusammengestellt hat, 2055 führt jetzt Klaus Hildebrand auf. Daran mag man ermessen, welcher Konzentration es bedarf, um eine Gesamtdarstellung von 140 Seiten zu destillieren, der dann 185 Seiten zu "Grundproblemen und Tendenzen der Forschung" folgen. Mit dem Erscheinen der 1. Auflage hatte Hildebrand 1979 der akademischen Lehre ein mustergültiges Lehrbuch und ein anspruchsvolles "Lastenheft" zugleich an die Hand gegeben - war die Erforschung der furchtbaren zwölf Jahre damals doch längst nicht abgeschlossen. Die 6. Auflage liest sich demgegenüber fast schon wie eine Bilanz - die Eule der Minerva glaubt man schon fliegen zu sehen: Über das "Ablehnenswerte der Diktatur Hitlers" gebe es "keinen ernst zu nehmenden Dissenz. Weil aber über die Moral des Gesamten längst entschieden ist, vermag der Historiker - anders als derjenige, der die Vergangenheit zu Zwecken der Aktualität instrumentalisiert - jene Distanz zum Untersuchungsobjekt zu gewinnen, die ihm die Aufgabe seines Berufes zu folgen erlaubt, nämlich auch diesen Zeitraum der deutschen und europäischen Geschichte . . . zu ,historisieren'."

Eingebettet in das Zeitalter der Diktaturen und radikalen Ideologien, war das "Dritte Reich" die "Pathologie der Moderne". Bereitwillig und ängstlich, gleichsam "freudeschlotternd" (Karl Kraus) wollte sich das Volk von Hitler "erlösen" lassen - und eben auch von "den Juden": Das Vorgehen der Nationalsozialisten gegen die Juden "stieß in der Bevölkerung einerseits zwar durchaus auf Bedenken, andererseits aber war der Antisemitismus bis zu einem gewissen Maße sogar populär". Dabei handelte es sich nicht bloß um ein europäisches oder gar nur deutsches Problem: Hitler habe sehr wohl um die historische Lebensmacht der unter dem überwältigenden Einfluß des Judentums stehenden Vereinigten Staaten gewußt, und den finalen show down mit dieser Macht antizipierte er als einen "Kampf der Kulturen".

Deswegen ging es Hitler tatsächlich um die Weltherrschaft, und folgerichtig hält Hildebrand entgegen mancher anderen Interpretation am Begriff des "Weltblitzkrieges" (Andreas Hillgruber) fest, wie er überhaupt so manche schicke Neudeutung des "Dritten Reiches" als bloße Modeerscheinung entlarvt. Auch die wilden Spekulationen zur Rolle (oder eben Nicht-Rolle) Hitlers bei der Entscheidung zum Mord an den Juden weist der Autor ruhig zurück: "Die Entscheidung . . . zur systematischen Ermordung der europäischen Juden überzugehen, hat Adolf Hitler getroffen, auch wenn ein schriftlicher Befehl dazu nicht vorzuliegen scheint." Genauso eindeutig ist sein Urteil zur Goldhagen-These: "Über das mörderische Schicksal, das den deportierten Juden drohte, kursierten in der Bevölkerung, die unter den wachsenden Lasten des Kriegsalltags litt und in der ein nicht zu verkennender Antisemitismus grassierte, Gerüchte, die auf mehr oder weniger glaubwürdigen Informationen und ungewissen Ahnungen beruhten, ohne daß die große Mehrheit der Deutschen vom Verbrechen des Holocaust, dessen Existenz das Regime - soweit es irgend ging - geheimhielt, genau und zweifelsfrei, umfassend und verläßlich gewußt hätte."

MICHAEL SALEWSKI

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensent Michael Salewski ist ganz angetan von der neubearbeiteten Ausgabe des Buches "Das Dritte Reich" von Klaus Hildebrand. Schon mit Erscheinen der 1. Auflage 1979 habe der Autor ein "mustergültiges Lehrbuch und anspruchsvolles 'Lastenheft' zugleich" an die Hand gegeben, das jetzt durch die Ergebnisse der neueren Forschung ergänzt sei. Die Thesen zur "Pathologie der Moderne", Stellungnahmen zur Goldhagen-Debatte und die Diskussion der Frage um Hitlers Befehl zur Judenvernichtung bespreche der Autor genauso, wie er auch eine kompakte Gesamtdarstellung der Geschichte des Dritten Reich liefere, so der Rezensent anerkennend. Hildebrand schließt sich darüber hinaus der These von Hitlers Ambitionen zum "Weltblitzkrieg" an, was Salewski als nur "folgerichtig" findet. Der Rezensent lobt außerdem, dass der Autor immer die gebührende Distanz zum Thema wahre. Dabei lese sich der Band insgesamt schon "fast wie eine Bilanz" über die Forschung zum Dritten Reich, resümiert Salewski. Sein Fazit: "längst ein Klassiker".

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