An Enemy to Die For - Wenn aus Freunden Feinde werden
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Eine internationale Forschungsreise wird in Peter Dalles Arktistrip zum spannenden Kriegsabenteuer.
Um die Theorie des zusammenhängenden Kontinents Erde von Alfred Wegener zu untermauern, startet eine internationale geologische Expedition nach Grönland und gerät bei Kriegsausbruch 1939 in Auseinandersetzungen im Eismeer. Aus der Vorgabe entwickelt der schwedische Regisseur und Drehbuchautor Peter Dalle ein Kammerspiel auf See, das sich zum spannenden Kriegsabenteuer entwickelt. Während auf dem Forschungsschiff der schwedische Geologe Gustav (Richard Ulfsäter) und die britischen Kollegen…mehr

Produktbeschreibung
Eine internationale Forschungsreise wird in Peter Dalles Arktistrip zum spannenden Kriegsabenteuer.

Um die Theorie des zusammenhängenden Kontinents Erde von Alfred Wegener zu untermauern, startet eine internationale geologische Expedition nach Grönland und gerät bei Kriegsausbruch 1939 in Auseinandersetzungen im Eismeer. Aus der Vorgabe entwickelt der schwedische Regisseur und Drehbuchautor Peter Dalle ein Kammerspiel auf See, das sich zum spannenden Kriegsabenteuer entwickelt. Während auf dem Forschungsschiff der schwedische Geologe Gustav (Richard Ulfsäter) und die britischen Kollegen fachsimpeln, bringt der deutsche Geologe Friedrich Mann (Axel Prahl) einen nationalen Ton in die Debatte und macht bei Sauerkraut und Bier alle zu "Ehrenbürgern des Dritten Reiches". Der Kriegsausbruch verändert die Lage. Der norwegische Kapitän und die russische Mannschaft bekommen es mit wechselnden Koalitionen zu tun, als Friedrich das Kommando übernimmt und einem deutschen U-Boot zu Hilfe eilt.

Die Diskussionen um Krieg, Gewissen, Heldentod, Ehre und die titelgebende Opferbereitschaft, "sein Leben für den Feind zu geben", laufen auf Stichwortebene, bis ab der Hälfte Gustav, den die Liebe zu Friedrichs Assistentin Leni (Jeanette Hain) antreibt, eine Jagd durchs Schiff und ein Wettlauf gegen die Zeit Thrill erzeugen, dessen Höhepunkt die Sprengung des Gebirgsmassivs vor einer Meerenge darstellt. Dalle inszeniert das als kompetentes Abenteuerkino mit tollen Landschaftsaufnahmen und starken Darstellerleistungen, von denen Axel Prahl fern der Münsterland-Seligkeit seiner "Tatorte" als überzeugtes Parteimitglied, selbstzufriedener Nazi und Beinahe-Vergewaltiger mit Minderwertigkeitskomplexen herausragt. ger.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Bonusmaterial

Making of
  • Produktdetails
  • Anzahl: 1 Blu-ray Disc
  • Hersteller: Lighthouse Home Entertainment
  • Gesamtlaufzeit: 107 Min.
  • Erscheinungstermin: 18. Oktober 2013
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch
  • Regionalcode: B
  • Bildformat: 1:2, 35/1080p
  • Tonformat: dts HD 5.1
  • EAN: 4250128411547
  • Artikelnr.: 39310108
Autorenporträt
Jeanette Hain, geb. 1969, ist bekannt aus TV-Filmen (z.B. Die Frau des Architekten), und -Serien (Tatort u.a.) sowie erfolgreichen Kinoproduktionen (Frau Rettich, die Czerni und ich Sass, TKKG). Seit 2002 leiht sie ihre warme und sinnliche Stimme auch zahlreichen Hörbuchproduktionen.
Rezensionen
Besprechung von 26.05.2014
Wie schaust du dich an?
"Enemy" ist ein Kino-Showdown der Doppelgänger

Selbst der Mann an der Tür lässt sich täuschen. Dabei sollte er misstrauisch sein, wenn jemand, der jeden Tag mehrfach an ihm vorbeigeht, plötzlich das Gebäude betritt, als wäre er zum ersten Mal hier. Adam (Jake Gyllenhaal) hat mit Anthony (Jake Gyllenhaal) nichts gemeinsam, außer dass er ihm bis aufs Haar gleicht. Adam unterrichtet Geschichte an einer Schule in Toronto, Anthony ist Schauspieler in drittklassigen Filmen. Die beiden sind "Doppelgänger", wie es der Titel des Romans von José Saramago fasst, dem sie entstammen. In Denis Villeneuves Verfilmung hebt der Titel das Konfliktmoment stärker hervor: Wenn zwei Menschen einander bis in die intimsten Momente hinein vertreten können, dann sind sie in Wahrheit Rivalen oder Feinde. "Enemy" steht da aber im Singular, und das wirft schon wieder Fragen auf: Wer ist wessen Feind? In welche Richtung geht die Aggression?

Man muss von der ersten Sekunde an genau aufpassen, um sich in diesem existentialistischen Thriller halbwegs zurechtzufinden. Villeneuve macht die Sache nicht leichter dadurch, dass er mit einer morbiden erotischen Inszenierung im schummrigen Licht beginnt. Da hat jemand die Augen "weit geschlossen", um es mit Stanley Kubrick zu sagen, auf den hier deutlich angespielt wird, wie auch auf Villeneuves kanadischen Kollegen David Cronenberg ("Naked Lunch", "Spider"). "Enemy" ist aber auch eine Art "Blow-up" der Selbstzweifel eines Mannes, den seine sexuellen Bedürfnisse in verschiedene Richtungen führen. Man tut "Enemy" keinen Gefallen, wenn man zu stark auf eine psychologische oder gar auf eine ontologische Lösung dieses Problems dringt. Bei Saramago ist der Fall ja nicht so sehr an sich von Interesse, sondern als Anlass für ein Exempel reflexiven Erzählens. Darauf lässt Denis Villeneuve sich nicht ein, stattdessen prägt er die Geschichte durch die Räume, in denen er sie spielen lässt. Die Träume bekommen in diesen verspiegelten, verchromten Wohnwaben auch den Charakter einer archaischen Erinnerung an eine biologische Lebensauffassung. Noch vor ein paar Jahren hätte es zu "Enemy" sicher die eine oder andere Erörterung über das "Tierwerden" gegeben, das in den abstrakten Lebenswelten notwendigerweise zu einer Abspaltung von Persönlichkeitsanteilen wird. Wobei die Pointe von Villeneuve dann eben darin liegt, dass er Adam und/oder Anthony nicht nur an sich selbst, sondern am anderen Geschlecht irre werden lässt. Zwei blonde Frauen, eine schwanger, eine nicht, erweitern das Spiel mit den Spiegelungen schon fast ins Unendliche.

Im vergangenen Jahr hatte Denis Villeneuve mit "Prisoners" seinen internationalen Durchbruch, auch mit Jake Gyllenhaal. In "Enemy" arbeitet Gyllenhaal sich mit einer Doppelrolle ab, die ihm nur die Flucht in das "overacting" lässt. Das müsste nun aber wieder dem Concierge auffallen. Doch der öffnet die Tür und dann noch eine, und dann findet Adam auch noch einen Schlüssel. Da fällt einem plötzlich wieder ein, dass schon in "Prisoners" ein Motiv überstrapaziert wurde: das Labyrinth. "Enemy" zeigt einen Irrgarten, um den man ohne weiteres auch einen Bogen machen kann.

BERT REBHANDL

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Der schwedische Regisseur Peter Dalle ("Verschwörung im Berlin-Express") erzählt eine Forschungsreise kompetent zunächst als Kammerspiel auf See, das sich zum spannenden Kriegsabenteuer inklusive Wettlauf gegen die Zeit entwickelt. Das historische Abenteuerkino punktet mit tollen Landschaftsaufnahmen und starken Darstellerleistungen, von denen Axel Prahl fern der Münsterland-Seligkeit seiner "Tatorte" als überzeugtes Parteimitglied, selbstzufriedener Nazi und Beinahe-Vergewaltiger mit Minderwertigkeitskomplexen herausragt.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
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