Totgedacht - Baader, Roland
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In einem flüssigen, gut lesbaren Stil widerlegt Roland Baader in seinem Hauptwerk 2002 umfassend und grundlegend alle Spielarten des aktuellen Sozialismus und Kollektivismus. Mehr noch: Er weist auch die Wurzeln des um sich greifenden Antiliberalismus in der deutschen Ideologie seit der Aufklärung nach: Nationalismus und "Konservative Revolution" sind den linken Revolutionsmythen näher, als die jeweiligen politischen Kontrahenten zugeben wollen. Baader fragte, welche Motive einen Großteil der Intellektuellen dazu bewegen, vorzugsweise den falschen Ideen anzuhängen. Was sind die wahren Gründe…mehr

Produktbeschreibung
In einem flüssigen, gut lesbaren Stil widerlegt Roland Baader in seinem Hauptwerk 2002 umfassend und grundlegend alle Spielarten des aktuellen Sozialismus und Kollektivismus. Mehr noch: Er weist auch die Wurzeln des um sich greifenden Antiliberalismus in der deutschen Ideologie seit der Aufklärung nach: Nationalismus und "Konservative Revolution" sind den linken Revolutionsmythen näher, als die jeweiligen politischen Kontrahenten zugeben wollen. Baader fragte, welche Motive einen Großteil der Intellektuellen dazu bewegen, vorzugsweise den falschen Ideen anzuhängen. Was sind die wahren Gründe für die scheinbar unbegreifliche Tatsache, dass alle totalitären Menschheitskatastrophen letztlich Kopfgeburten von Intellektuellen waren? Und warum sind die geistigen Eliten immer wieder von Ideologien fasziniert, welche Gesellschaft, Wohlstand, Freiheit und Moral zerstören? Michael von Prollius' aktuelles Geleitwort zeigt auf, dass und wie wir heute von den damaligen Gedanken Gebrauch machen können.
  • Produktdetails
  • Verlag: Lichtschlag Medien und Werbung KG
  • Seitenzahl: 288
  • Erscheinungstermin: 13. Januar 2020
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 120mm x 19mm
  • Gewicht: 309g
  • ISBN-13: 9783939562924
  • ISBN-10: 3939562920
  • Artikelnr.: 58501555
Autorenporträt
Roland Baader (1940-2012) war Privatgelehrter und freier ­Autor. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre, unter anderem beim späteren Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek, war er 20 Jahre als Unternehmer tätig, bevor er sich ganz der Publizistik widmete. Er schrieb zahlreiche vielbeachtete Bücher und Hunderte Fachartikel in verschiedenen Publikationen. Roland Baader bekannte sich zur "aussterbenden Spezies" klassisch-liberaler Denker. Seine Arbeit, ganz der Tradition klassisch- bis ordo-liberaler Philosophen und Nationalökonomen verpflichtet (von Adam Smith über Edmund Burke und Alexis de Tocqueville bis Ludwig von Mises, Friedrich A. von Hayek, Franz Böhm, Wilhelm Röpke und Ludwig Erhard), richtete sich hauptsächlich auf ein leidenschaftlich verfolgtes Ziel: Geist und Inhalt der großen Freiheits-Lehren aus ihrer oft akademisch-vergilbten Diktion in eine lebendige Alltagssprache zu übersetzen und sie - jeweils auf drängende Zeitprobleme projiziert - auf diese Weise dem gebildeten Ökonomie-Laien verständlich zu machen.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 09.12.2002

Bedrohung der arbeitsteiligen Welt
Eine Abrechnung mit den antiliberalen Intellektuellen

Roland Baader: Todgedacht. Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören. Verlag Dr. Ingo Resch GmbH, Gräfelfing 2002, 280 Seiten, 22,80 Euro.

Zweifellos ist die moderne Welt der arbeitsteiligen Marktwirtschaft und der individuellen Freiheit mit ihren Segnungen neben den Unternehmern, Naturwissenschaftlern und Technikern auch den Intellektuellen (den Schöpfern und Vermittlern von Ideen) zu verdanken. Man denke nur an ihre Leistung in Renaissance und Aufklärung, von Erasmus von Rotterdam bis zur Schottischen Schule der Nationalökonomie mit Adam Smith und deren heutigen Nachfahren. Die Intellektuellen, ihre wichtigsten Konkurrenten und Vorgänger: die Priester, deuten - ob nun auf Wissenschaft oder Mythologie gegründet - die Welt. Sie sind unentbehrliche Sinnvermittler.

Andererseits sind sie es, die unter dem Einfluß von Ressentiment, Neid, Herrschsucht oder auch aus wissenschaftlichem Irrtum (zum Beispiel hinsichtlich der Planbarkeit der Evolution oder des Charakters moralischer Regeln einer komplexen Gesellschaft) die moderne Welt im zwanzigsten Jahrhundert fast zerstört hätten und sie jedenfalls bis heute - gegen historische Erfahrung resistent - unterminieren, vor allem durch ihre archaische Gleichheitsethik (Sozialismus). Sie treten als Globalisierungskritiker, Fanatiker der political correctness und multikulturelle Nihilisten auf. Dieser zweiten, destruktiven Gruppe widmet Roland Baader - als selbständiger Schriftsteller selber Ideenvermittler - ein pointiertes, mit Ingrimm vorgetragenes Buch.

Baader sieht mit Recht in dieser antiliberalen Intelligenz eine Gefahr für Wohlstand und Freiheit. Dabei stützt er sich auf Analysen und Einschätzungen von Ludwig von Mises, Friedrich August von Hayek, Bertrand de Jouvenel, Julien Benda und Joseph Schumpeter. Spezielle Aufmerksamkeit widmet er der Tradition dieser Intellektuellen in Deutschland, namentlich der Historischen Schule der Nationalökonomie, und hier wiederum Werner Sombart, diesem glänzenden Irrlicht. Er selber versteht sich als liberaler Christ, der eine Bändigung der vom Linksintellektualismus her drohenden Gefahr für Wohlstand und Freiheit nur in der Wiederaufwertung christlicher Werte sehen kann. Eine Hauptquelle intellektueller Fehlentwicklungen sieht er im staatlichen Bildungswesen. Es hat nach Meinung dieses Autors in Deutschland, aber auch anderswo Generation auf Generation etatistisch-intellektualistisch verdorben.

Roland Baader will nicht wissenschaftlich-neutral analysieren, sondern Meinungen bilden. Dem tragen der Stil dieses Buches und die Auswahl der Tatsachen Rechnung. Es ist in einer kraftvollen Sprache geschrieben. Wer geistreiche Polemik will, kommt hier auf seine Kosten. Jedenfalls ist es ein spannend geschriebenes Buch. Es wäre freilich zu wünschen gewesen, daß die positive Seite der "Intelligenz" mehr in den Blick kommt, eben ihre Rolle als positive Sinnvermittlerin. Es gibt ja nicht nur die Linie Marx, Lenin, Hitler, Mao Tse-tung, sondern ebenso eine Freiheitslinie von der Antike (Aristoteles, Cicero) über das Mittelalter (Thomas von Aquin, die Schule von Salamanca), weiter über John Locke, Adam Smith und David Hume bis zu Friedrich August von Hayek und darüber hinaus.

Das wichtigste Mittel, das Baader gegen die Fehlentwicklung vorschlägt, ist eine Privatisierung des Bildungswesens. Aber in Deutschland wird es noch viele solcher Bücher brauchen, bis der Zug in diese Richtung fährt. Bis dahin werden Intellektuelle in der von Baader geschilderten Art immer wieder Anlaß zur Beschwörung von Apokalypsen suchen und finden. Intellektuelle haben nach Herbert Spencers "Gesetz" die Eigenart, Zustände immer dann als skandalös zu empfinden, wenn sie sich bereits grundlegend verbessert haben. Auch hierüber berichtet Baader. So überwand im neunzehnten Jahrhundert der moderne Kapitalismus die Massenarmut - aber bis heute wird die "soziale Frage" als Schicksalsfrage der Marktwirtschaft betrachtet. Und nachdem weder die Wälder abgestorben sind noch die neue Eiszeit eingetreten ist, müssen Ozonlöcher und "Klimakatastrophen" herhalten, um gewissen intellektuellen Gruppen die geistige Oberherrschaft zu sichern.

GERD HABERMANN

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Roland Baaders Abrechnung mit den Intellektuellen des 20. Jahrhunderts hat Rezensent Detmar Doering durchaus überzeugt. Deren Sündenregister sei in der Tat schaudererregend, versichert Doering nach der Lektüre. Schließlich hätten sie in kaum einem Konflikt der letzten Jahrhunderte mehrheitlich auf Seiten von Markt und Freiheit gestanden. Zur Freude Doerings kriegen bei Baader aber nicht nur die Linken, sondern auch die Rechten ihr Fett weg, Baader teile nach allen Seiten aus, egal ob es sich um Carl Schmitt, Ulrich Beck, Armin Mohler oder Günter Wallraff handelt. Neben historischen Exkursen über das Fehlverhalten von Intellektuellen biete Baader auch eine politisch-ökonomische Analyse des Wesens der Intellektuellen und der Ursachen für deren Abneigung gegen die kapitalistische Ordnung des Liberalismus, berichtet Doering. "Da kommt beim Lesen herzerfrischende Wut auf", gesteht der aufgewühlte Rezensent, "aber leider auch Pessimismus." So hoffnungslos wie Baader die Lage der Liberalen angesichts der Medienmacht der Intellektuellen zeichnet, findet Doering sie allerdings nicht. Schließlich gebe es ja auch Beispiele erfolgreicher Intellektueller auf Seiten der Marktwirtschaft.

© Perlentaucher Medien GmbH