Im Spiegel der Sprache - Deutscher, Guy
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Ich spreche Spanisch zu Gott, Italienisch zu den Frauen, Französisch zu den Männern und Deutsch zu meinem Pferd." Was ist aus wissenschaftlicher Sicht dran an der Vermutung Karls V., dass verschiedene Sprachen nicht in allen Situationen gleich gut zu gebrauchen sind? Prägt die Sprache die Weltwahrnehmung oder umgekehrt? Und inwieweit sieht die Welt, wenn sie "durch die Brille" einer anderen Sprache gesehen wird, anders aus? Der israelisch-englische Linguist Guy Deutscher untersucht auf höchst unterhaltsame Weise, wie Sprache und Wahrnehmung sich gegenseitig beeinflussen. Der peruanische…mehr

Produktbeschreibung
Ich spreche Spanisch zu Gott, Italienisch zu den Frauen, Französisch zu den Männern und Deutsch zu meinem Pferd." Was ist aus wissenschaftlicher Sicht dran an der Vermutung Karls V., dass verschiedene Sprachen nicht in allen Situationen gleich gut zu gebrauchen sind? Prägt die Sprache die Weltwahrnehmung oder umgekehrt? Und inwieweit sieht die Welt, wenn sie "durch die Brille" einer anderen Sprache gesehen wird, anders aus?
Der israelisch-englische Linguist Guy Deutscher untersucht auf höchst unterhaltsame Weise, wie Sprache und Wahrnehmung sich gegenseitig beeinflussen. Der peruanische Regenwaldstamm der Matses etwa denkt nie vom Individuum, sondern immer von der Himmelsrichtung aus. Und die Aborigines der Guugu Yimithirr können nicht sagen, dass jemand links oder rechts von ihnen steht, verfügen aber über einen unschlagbaren Orientierungssinn. Wunderbar anschaulich führt uns Guy Deutscher auf dieser Reise durch Länder und Zeiten die Beziehung zwischen einer Sprache, der Lebenswelt, in der sie gesprochen wird, und dem Denken ihrer Sprecher vor.
  • Produktdetails
  • Verlag: Beck
  • Originaltitel: Through the Language Glass. How Words Colour Your World
  • Seitenzahl: 320
  • Erscheinungstermin: 17. Februar 2020
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 141mm x 22mm
  • Gewicht: 417g
  • ISBN-13: 9783406747663
  • ISBN-10: 3406747663
  • Artikelnr.: 58014472
Autorenporträt
Guy Deutscher ist in Tel Aviv aufgewachsen. Er hat in Cambridge Mathematik und Linguistik studiert und dann dort am St. John's College sowie an den Universitäten in Leiden und Manchester über Sprachstrukturen geforscht.
Inhaltsangabe
Inhalt

Einleitung: Sprache, Kultur, Denken

TEIL I Die Sprache als Spiegel
1. Das weindunkle Meer
2. Das Auge der Seele
3. Naturvölker am Kurfürstendamm
4. Die vor uns unsere Dinge sagten
5. Platon und der makedonische Schweinehirt

TEIL II Die Sprache als Linse
6. Der mit dem Whorf tanzt
7. Wo die Sonne nicht im Osten aufgeht
8. Sex und Syntax
9. Grün und blau vor Augen

Nachwort: Vergib uns unsere Unwissenheit

Anhang - Farbe: Im Auge des Betrachters
Anmerkungen
Literatur
Bildnachweis
Register
Rezensionen
"Guy Deutscher schreibt nicht nur verständlich, sondern auch äußerst amüsant." Ulrich Greiner, DIE ZEIT "Ein reines Lesevergnügen." Sibylle Salewski, Deutschlandradio Kultur "Guy Deutschers Buch gibt eine scharfsinnige, flott geschriebene, gut gelaunte und ausgesprochen spannend erzählte Antwort auf die Frage nach den Weltansichten: Sprache ist Denken, Sprachen 'denken' die Welt verschieden." Jürgen Trabant, Süddeutsche Zeitung

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 10.12.2012

Neues zu Sex
und Syntax
Sage mir, welche Sprache du sprichst, und ich sage dir, wie du die Welt siehst. Gewiss, der Zusammenhang ist ein wenig komplizierter, aber das Ausmaß, in dem die Muttersprache unsere Wahrnehmungen und Denkgewohnheiten, ja unsere gesamte kulturelle Sozialisation beeinflusst, wurde von Linguisten inzwischen hinreichend erforscht, um zu verblüffen und zu faszinieren.
  Der israelisch-englische Sprachwissenschaftler Guy Deutscher ist zuerst bekannt geworden durch das Buch „Du Jane, ich Goethe“, und nun erzählt er in seinem anschließenden Werk „Im Spiegel der Sprache“ die Geschichte dieser Forschungen, die sich wie der Bericht von einer spannenden, amüsanten Reise durch Epochen und Kulturen liest.
  Sie führt von William Gladstones aufsehenerregenden Thesen über das Farbvokabular Homers (konnten die alten Griechen kein Blau sehen?) bis zu allerneuesten Enthüllungen, „Sex und Syntax“ betreffend. Illustrationen und Bildtafeln erhöhen das Vergnügen an diesem Buch, ohne dass die wissenschaftliche Seriosität geschmälert würde.
KRISTINA MAIDT-ZINKE
    
Guy Deutscher:
Im Spiegel der Sprache. Aus dem Englischen von Martin Pfeiffer.
dtv, München 2012.
320 Seiten, 12,90 Euro.
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