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Mit ihrem Debüt »Das Blütenstaubzimmer« wurde Zoë Jenny, erst 23jährig, schlagartig berühmt. In ihrem dritten Roman schildert sie die Liebe zwischen Ayse und Christian, dem türkischen Mädchen, das vom Bruder streng bewacht wird, und dem Jungen, der einen Rechten zum Freund hat. Eine moderne Romeo-und-Julia-Geschichte, erzählt in der klaren, unverwechselbaren Sprache einer Autorin, die schon heute zu den großen Stimmen der Gegenwartsliteratur zählt.…mehr

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Produktbeschreibung
Mit ihrem Debüt »Das Blütenstaubzimmer« wurde Zoë Jenny, erst 23jährig, schlagartig berühmt. In ihrem dritten Roman schildert sie die Liebe zwischen Ayse und Christian, dem türkischen Mädchen, das vom Bruder streng bewacht wird, und dem Jungen, der einen Rechten zum Freund hat. Eine moderne Romeo-und-Julia-Geschichte, erzählt in der klaren, unverwechselbaren Sprache einer Autorin, die schon heute zu den großen Stimmen der Gegenwartsliteratur zählt.
  • Produktdetails
  • Verlag: Aufbau Verlage GmbH
  • Seitenzahl: 165
  • Erscheinungstermin: 4. Dezember 2017
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783841215345
  • Artikelnr.: 49988240
Autorenporträt
Zoë Jenny wurde 1974 in Basel geboren und ist dort sowie in Carona (Tessin) und Griechenland aufgewachsen. Sie veröffentlichte die Romane "Das Blütenstaubzimmer" (1997); "Der Ruf des Muschelhorns" (2000) und "Ein schnelles Leben" (2002), die in zahlreiche Sprachen übersetzt und mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurden (u. a. beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb, dem Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung und dem aspekte-Literaturpreis).Zoë Jenny lebt in Zürich.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 17.02.2003

Nicht ohne deinen Bruder
Warum nur Romeo: Zoë Jennys Roman wirft senkrechte Schatten

Auf so eine Idee muß man erst mal kommen: "Die hinterste Kabine der Mädchentoilette im zweiten Stock des Schulhauses war Ayses und Sezens Versteck." Da also verbergen sich die zwei Berliner Oberschülerinnen türkischer Abstammung, in jeder Pause, auf dem zweitöffentlichsten Platz einer jeden pädagogischen Anstalt. In besagter Kabine wird obendrein gepafft, daß sämtliche Rauchmelder in einem Kilometer Umkreis nervös werden müssen, und Sezen fotografiert aus dem Fenster das Geschehen auf dem Schulhof, nach den Schilderungen der Ausschnitte, die sie im Sucher ihrer Kamera sieht, mittels eines Objektivs mit gut einem Meter Brennweite, denn da werden auch 30 oder 50 Meter entfernte Adamsäpfel fokussiert.

Das merkt alles niemand. Wie kann das passieren? Liegt es am Ort, an Berlin eben, wo hier vieles möglich ist, was sonst nicht geht? Wo Kastanienbäume im Frühjahr am sehr frühen Morgen vor Schulbeginn schon senkrechte Schatten werfen und Begegnungen, so unwahrscheinlich wie sechs Richtige mit Zusatzzahl, sich en suite ereignen und eine neureiche geliftete Türkenmutter der Handelsklasse Pool-Luder ihrer Tochter gerade mal mit sechzehn den ersten Partybesuch erlaubt, bis 23 Uhr und nur in Begleitung ihres Bruders.

Ach nein, der Ort wird es nicht sein, der ist so egal wie das Personal, es handelt sich wohl nur darum, daß es ja irgendwie weitergehen muß in einer "Roman" genannten Bravo-Fotoromanze: Türkische Oberschülerin verguckt sich in neuen deutschen Mitschüler, der zwar nicht inhaltlich, aber biographisch mit der rechtsradikalen Gang an der Schule verbandelt ist, die sich allmitternächtlich mit der Clique des älteren Bruders der Verliebten prügelt.

Tagsüber sieht Zafir es als seine Aufgabe an, die Schwester vor den Gefahren der Großstadt zu beschützen, namentlich in Gestalt fortpflanzungsfähiger Männer und nun natürlich besonders vor diesem Christian Hagen. Allein, das Überwachungsnetz ist so weitmaschig, daß Ayse an einem Sonntag unbemerkt und stundenlang zu ihrer (und seiner) Entjungferung entfleuchen kann. Die diskrete Lokalität dazu hat übrigens ihr Deutschlehrer zur Verfügung gestellt, sein "Loft", in dem er sonst an "seinem Roman" werkelt, vor dessen Erscheinen ein gütiges Schicksal uns alle bewahren möge. Wo das schon mal geschafft ist, fühlt Christian sich gedrängt, dem Bruder der Geliebten zu erklären, daß er eigentlich gar kein Nazi sei.

Dies geschieht aber in eher ungünstigem Diskursumfeld, im Rahmen der besagten ritualisierten nächtlichen Showdowns mit von Mal zu Mal eskalierender Bewaffnung. Das Aufklärungsprojekt schlägt deshalb gründlich fehl, Christian erschießt statt dessen (vermeintlich) Zafir und informiert Ayse umgehend und ohne Angabe von Gründen über Pläne zu sofortiger Flucht. Morgens um vier sitzen sie dann schon gemeinsam im Zug nach Basel, in der nächsten Nacht landen sie im letzten Dorf an der italienischen Grenze und treffen dort im Wirtshaus einen weintrinkenden Wildhüter mit Waldhütte, die dieser umgehend zur einschlägig zweisamen Nutzung zur Verfügung stellt. Und in dieser Idylle lebten sie heute noch, wäre die nicht bald von einer Geröllhalde bedeckt worden; "Es war das größte Unwetter seit Jahrzehnten gewesen."

Seit ihrem Romanerstling "Das Blütenstaubzimmer" stand Zoë Jenny unter schwerem Talentverdacht - und den zerstreut sie jetzt nach diesbezüglich milderen Vorarbeiten mit "Ein schnelles Leben" durch ein dummes Trivialromanchen. Daß das alles verkauft wird mit der Behauptung, es handele sich um eine Romeo-und-Julia-Geschichte, das allerdings macht die Geschichte juristisch heikel, wg. §168 Strafgesetzbuch. Für "beschimpfenden Unfug" mit Verstorbenen gibt's bis zu drei Jahre Haft.

BURKHARD SCHERER

Zoë Jenny: "Ein schnelles Leben". Roman. Aufbau Verlag, Berlin 2002. 165 S., geb., 17,50 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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»Niemand schreibt beiläufig große Dramen wie Zoe Jenny.« Petra 20100209