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In Darmstadt gibt es ein Treffen der so genannten "Madonnenkinder": Kinder, die in den Jahren 1947 bis 1957 aus dem zerbombten Darmstadt zur Erholung nach Davos in die Schweiz geschickt wurden. Das Geld dafür stammte aus "Mietzahlungen" der Stadt Basel für das berühmte Madonnenbild von Hans Holbein, dem Jüngeren. Es könnte ein fröhliches Treffen werden, doch damals ist etwas geschehen, über das man lange nicht geredet hat - und schon bald kommt es zum ersten Mord. Michael Kibler hat einen Darmstadt-Krimi mit Spannung und viel Hintergrundwissen geschrieben. Er spielt mitten im Herzen von…mehr

Produktbeschreibung
In Darmstadt gibt es ein Treffen der so genannten "Madonnenkinder": Kinder, die in den Jahren 1947 bis 1957 aus dem zerbombten Darmstadt zur Erholung nach Davos in die Schweiz geschickt wurden. Das Geld dafür stammte aus "Mietzahlungen" der Stadt Basel für das berühmte Madonnenbild von Hans Holbein, dem Jüngeren. Es könnte ein fröhliches Treffen werden, doch damals ist etwas geschehen, über das man lange nicht geredet hat - und schon bald kommt es zum ersten Mord. Michael Kibler hat einen Darmstadt-Krimi mit Spannung und viel Hintergrundwissen geschrieben. Er spielt mitten im Herzen von Darmstadt: Das Heinerfest bildet die Kulisse des Geschehens - Holbeins Madonna lächelt milde dazu.
  • Produktdetails
  • Steffen Horndeich und Margot Hesgart Bd.1
  • Verlag: Societäts-Verlag
  • Artikelnr. des Verlages: 286593
  • 6. Aufl.
  • Seitenzahl: 191
  • Erscheinungstermin: Dezember 2011
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 125mm x 17mm
  • Gewicht: 214g
  • ISBN-13: 9783942921329
  • ISBN-10: 3942921324
  • Artikelnr.: 34522651
Autorenporträt
Michael Kibler, geboren 1963 in Heilbronn, ist Darmstädter aus Leidenschaft. Nach Studium und Promotion arbeitet er nun als Texter und Schriftsteller.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 28.11.2005

Krimi für Einheimische

Der Reiz sogenannter Heimatkrimis liegt vor allem in deren lokaler Anbindung; inhaltlich und stilistisch liegen sie zumeist eher im unteren Mittelfeld. Nicht anders ist es mit dem jüngsten "Darmstadt-Krimi". Er sorgt für Spannung vor allem durch Orts- und Geschichtskenntnisse und versteht es zudem, ein etwas holzschnittartiges Bild der Darmstädter "Heiner" zu zeichnen. Spannend ist das allenfalls für die Darmstädter Leser.

Der am Ort lebende Autor Michael Kibler hat kaum eine Möglichkeit zum Wiedererkennen von Ort, Verhältnissen und Typen ausgelassen. Das gilt schon für den Titel seines Darmstadt-Krimis: "Madonnenkinder". Das ist ein tiefer Griff in die Kiste der Stadtklischees und der jüngeren Stadtgeschichte. Man erinnert sich: Im gut zwei Jahre zurückliegenden Streit zwischen Frankfurt und Darmstadt um den künftigen Ausstellungsort der sogenannten Holbein-Madonna wurde von dieser Zeitung die Geschichte jener "Madonnenkinder" wiedererzählt, die ein Beleg für die besondere ideelle Verbundenheit der Darmstädter mit jenem im Besitz des Hauses Hessen befindlichen Gemälde ist. Als Dank für eine etliche Jahre gewährte Leihgabe des Bildes an die Stadt Basel hatte die Schweiz in den fünfziger Jahren ausgebombten und notleidenden Kindern aus Darmstadt Ferienaufenthalte in Davos gewährt; im Volksmund hießen sie damals "Madonnenkinder". Im Buch treffen sich diese zu einem späten Wiedersehensfest.

Nicht genug damit: Das höchste der lokalen Feste, das Heinerfest, gibt nicht nur eine bunte Kulisse für das vordergründige Geschehen ab, sondern auch Gelegenheit, kräftige Farben des Lokalkolorits aufzutragen. So treten gleich auf den ersten Seiten die ehemaligen Oberbürgermeister Benz und Metzger auf, das legendäre Festzelt von Willi Hamel wird zum Schauplatz, und beim Showdown spielt das Riesenrad auf dem Marktplatz eine Rolle. Eine für die Handlung wichtige Gestalt ist ein wohlhabender Besitzer eines IT-Unternehmens, von denen es in Darmstadt besonders viele gibt, und die Hauptfigur, eine Kriminalbeamtin, wohnt in einer der bevorzugten Darmstädter Lagen, dem Komponistenviertel. Daß deren Vater dann auch noch lokales Urgestein, Stadtverordneter und Mitorganisator des Heinerfestes ist, kann dann kaum noch verwundern.

Die Krimihandlung ist durchaus facettenreich, auch wenn die handelnden Personen eigenartig blaß und klischeehaft bleiben; dagegen hilft auch Darmstädter Mundart nicht wirklich. Kibler bemüht sich gelegentlich um einen lakonischen Sprachstil, der, wenn er ihn durchhielte, dem Unterhaltungswert guttäte. So bleibt "Madonnenkinder" als Darmstadt-Krimi wohl vor allem für das heimische Publikum ein Vergnügen.

PETER ZITZMANN

Michael Kibler: "Madonnenkinder". Ein Darmstadt-Krimi. Societäts-Verlag 2005, 192 Seiten, gebunden, 14,80 Euro.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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