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Wessen Moral? ist ein autobiografischer Roman. Seine zentrale Figur ist eine junge Frau, die retrospektiv das Verhältnis zu ihrer Mutter beleuchtet und zu verstehen versucht. Zunächst noch mit den Augen eines Kindes beobachtet die Hauptdarstellerin, wie ihre Mutter Stück für Stück an Stärke und Lebenswillen verliert. Ihre einst attraktive, charmante und geistreiche Mutter verliert mit der Zeit die Kontrolle über ihr eigenes Leben und dasjenige ihrer Familie. Mit ausschlaggebend dafür ist die Hochzeit mit einem manisch-depressiven, medikamentenabhängigen Alkoholiker. Mehr und mehr lässt sich…mehr

Produktbeschreibung
Wessen Moral? ist ein autobiografischer Roman. Seine zentrale Figur ist eine junge Frau, die retrospektiv das Verhältnis zu ihrer Mutter beleuchtet und zu verstehen versucht.
Zunächst noch mit den Augen eines Kindes beobachtet die Hauptdarstellerin, wie ihre Mutter Stück für Stück an Stärke und Lebenswillen verliert. Ihre einst attraktive, charmante und geistreiche Mutter verliert mit der Zeit die Kontrolle über ihr eigenes Leben und dasjenige ihrer Familie. Mit ausschlaggebend dafür ist die Hochzeit mit einem manisch-depressiven, medikamentenabhängigen Alkoholiker. Mehr und mehr lässt sich die Mutter von ihren eigenen Süchten leiten, bis sie schließlich an ihnen zerbricht.
Die Hauptdarstellerin des Buches versucht lange, sich ihre verstörende Welt mit kindlicher Phantasie zurechtzurücken. Als Außenseiterin in der Nachbarschaft und Schule erfindet sie sich Freunde und erschafft sich eine eigene Realität. Mit zunehmendem Alter reift in ihr jedoch die Einsicht, dass sie der Welt, wie sie ist, nicht durch Träumereien entfliehen kann. Ihre Bereitschaft wächst, von zu Hause auszureißen. Mehrmals läuft sie weg. Mit dreizehn Jahren reist sie sechs Wochen mit einem kleinen Wanderzirkus mit und bezahlt dafür mit dem einzigen, was sie hat - mit
sich. Sie trifft dabei eine Abwägung, die sie in ihrem Wohnwagen nachts wach liegen lässt. Letztlich entscheidet sie sich, dass alles besser ist, als zu Hause bleiben.
Nach ihrer unfreiwilligen Rückkehr bricht ihr der Boden unter den Füßen weg. Mit Gewalt versucht sie ihrem Leben Sinn einzuflößen, klammert sich an sinnlose Beziehungen, fängt selbst an zu trinken und zu kiffen und versucht mehrmals, sich das Leben zu nehmen. Parallel dazu setzt bei ihrer Mutter eine Leberzirrhose ein. Im Alter von fünfundvierzig Jahren stirbt die Mutter. Für die zu diesem Zeitpunkt neunzehn Jahre alte Hauptdarstellerin bedeutet der Tod der Mutter einen Wendepunkt. Sie fühlt, wie sehr sie leben möchte und macht sich auf, gesund zu werden.
Mit einfachen, nüchternen Worten betrachtet die Hauptdarstellerin rückblickend ihr Leben ohne geborgene Kindheit und ihren Versuch, aus eigener Kraft erwachsen zu werden. Nicht die nachträgliche Betroffenheit steht im Vordergrund ihrer Schilderungen. Vielmehr geht es um den Mut und auch die Probleme, das eigene Leben anzunehmen und selbstbestimmt zu führen.
Der Titel Wessen Moral? steht stellvertretend für alle Fragen nach den Gründen und der Gerechtigkeit der Welt, welche die Hauptdarstellerin beschäftigen.
  • Produktdetails
  • Abacus Biografie
  • Verlag: Acabus
  • Best.Nr. des Verlages: 14085, Best.-Nr.14085
  • Seitenzahl: 261
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 264 S. 195 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 199mm x 138mm x 20mm
  • Gewicht: 328g
  • ISBN-13: 9783941404359
  • ISBN-10: 3941404350
  • Best.Nr.: 28689099
Autorenporträt
Cécile Koch, geb. 1979 in Göttingen, lebte bis zu ihrem 25. Lebensjahr lebte sie in der niedersächsischen Universitätsstadt, bevor sie unter anderem nach Hamburg und München umzog. Gegenwärtig lebt und schreibt sie in einer kleinen Stadt vor den Toren Münchens. Hier arbeitet sie als selbstständige Fotografin. Yasmin-Cécile Koch ist seit 2006 verheiratet. Seit 1996 stellt sie sich mit ihrem Geschriebenen der Kritik der Öffentlichkeit. So hat sie bis 2004 in ihrer Heimatstadt Göttingen halbjährlich, gemeinsam mit anderen jungen Schriftstellern, Lesungen ihrer eigenen Texte gehalten. Dieser Tradition blieb sie auch in ihre nächsten Wohnorten Hildesheim, Hamburg und Pinneberg treu. Ihre Gedichte sind mehrfach im Jahrbuch für das neue Gedicht , Brentano Verlag, veröffentlicht. Das Thema Erwachsene Kinder von suchtkranken Eltern ist für Yasmin-Cécile Koch mehr als selbst erlebte Geschichte. Sie sieht es als ihre Aufgabe an, aus den eigenen Erlebnissen Kraft zu schöpfen und ihre Erfahrungen an ihre Mitmenschen weiter zu geben. Seit einem Jahr arbeitet sie ehrenamtlich in dem Münchner Club 29, einer Einrichtung zur Rehabilitation von Suchtkranken. Basierend auf sowohl hauptamtlich professioneller als auch ehrenamtlich ausgebildeter Arbeit wird Suchtkranken und deren Angehörigen hier so genannte niederschwellige Hilfe in der Alltagsbewältigung angeboten. Yasmin-Cécile Koch leitet seit Anfang 2008 eine Selbsthilfegruppe für erwachsene Kinder von suchtkranken Eltern. Außerdem führt sie Präventionsprojekte an Münchner Schulen durch.