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Schluss mit dem Geburtenwahn!
Die demografische Katastrophe ist das Schreckbild unserer Zeit. Allenthalben wird vor dem Untergang unserer Gesellschaft gewarnt. Angeblich drohen uns heftige Generationenkonflikte, Verteilungskämpfe, der Kollaps der Sozialsysteme. Karl Otto Hondrich hält dagegen: Der Fall der Geburtenrate wirkt sich positiv auf Individuen und Gesellschaft aus. Er ist die beste Antwort auf Probleme, die aus gesellschaftlichen und biologischen Entwicklungen entstanden sind, und er schafft seinerseits keine Probleme, die nicht zu bewältigen wären. Seien wir also gelassen: Der…mehr

Produktbeschreibung
Schluss mit dem Geburtenwahn!

Die demografische Katastrophe ist das Schreckbild unserer Zeit. Allenthalben wird vor dem Untergang unserer Gesellschaft gewarnt. Angeblich drohen uns heftige Generationenkonflikte, Verteilungskämpfe, der Kollaps der Sozialsysteme. Karl Otto Hondrich hält dagegen: Der Fall der Geburtenrate wirkt sich positiv auf Individuen und Gesellschaft aus. Er ist die beste Antwort auf Probleme, die aus gesellschaftlichen und biologischen Entwicklungen entstanden sind, und er schafft seinerseits keine Probleme, die nicht zu bewältigen wären. Seien wir also gelassen: Der Geburtenrückgang verändert die Spezies Mensch - und stärkt ihre Fähigkeit zu überleben.

Blüht uns der Krieg Alt gegen Jung? Werden wir das Ende der Familie erleben? Sehen wir dem Zusammenbruch der sozialen Sicherungssysteme, unserer Wirtschaft, unserer Kultur ins Auge? Sind mehr Kinder wirklich die Lösung? NEIN!
  • Produktdetails
  • Verlag: Campus
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783593382708
  • ISBN-10: 3593382709
  • Artikelnr.: 20937416
Autorenporträt
Karl Otto Hondrich ist einer der bekanntesten Soziologen Deutschlands und Autor mehrerer Bücher. Er studierte Volkswirtschaftslehre, politische Wissenschaft und Soziologie in Frankfurt, Berlin, Paris und Köln. Hondrich ist Professor für Soziologie an der Universität Frankfurt. Er befasst sich unter anderem mit Theorien und empirischen Untersuchungen über sozialen Wandel und soziale Konflikte.
Inhaltsangabe
1.Die deutsche Angst und andere Wirklichkeiten 9

2.Die Wirklichkeit der Wirtschaft - steigende Produktivität und fallende Reproduktion 41

3.Soziale Sicherung - ohne Nachwuchs? 70

4.Auslaufmodell Familie? 99

5.Der Geburtenrückgang im Kampf der Kulturen 167

6.Das Individuum ohne Kinder 202

7.Steuerung durch die Politik 230

8.Die Triebkräfte des Geburtenrückgangs und die Chancen des Schrumpfens 252

Danksagung 266
Anmerkungen 267
Register 275
Rezensionen
Besprechung von 31.05.2007
Sachbücher des Monats Juni
Empfohlen werden nach einer monatlich erstellten Rangliste Bücher der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie angrenzender Gebiete.
1. HORST STOWASSER: Anarchie! Idee – Geschichte – Perspektiven. Edition Nautilus, 512 Seiten, 24,90 Euro.
2. SASCHA MÜLLER–KRAENNER: Energiesicherheit. Die neue Vermessung der Welt. Verlag Antje Kunstmann, 240 Seiten, 19,90 Euro.
3. DIETER RICHTER: Der Vesuv. Geschichte eines Berges. Verlag Klaus Wagenbach, 224 Seiten, 24,50 Euro.
4-5. MARIO BORTOLOTTO: Wagner der Dunkle. Übersetzt von Nikolaus de Palézieux, Verlag Matthes & Seitz, 448 Seiten, 39,80 Euro.
AMIRA HASS: Morgen wird alles schlimmer. Berichte aus Palästina und Israel. Übersetzt von Sigrid Langhaeuser, C. H. Beck Verlag, 213 Seiten, 19,90 Euro.
6. GLENN W. MOST: Der Finger in der Wunde. Die Geschichte des ungläubigen Thomas. Übersetzt von Kurt Nett und Regina Höschele. Verlag C.H. Beck, 315 Seiten, 26,90 Euro.
7. MIKE DAVIS: Planet der Slums. Übersetzt von Ingrid Scherf. Assoziation A, 248 Seiten, 20 Euro.
8. DANIEL C. DENNETT: Süße Träume. Die Erforschung des Bewußtseins und der Schlaf der Philosophie. Übersetzt von Geron Reuter. Suhrkamp Verlag, 215 Seiten, 24,80 Euro.
9-10. KARL OTTO HONDRICH: Weniger sind mehr. Warum der Geburtenrückgang ein Glücksfall für unsere Gesellschaft ist, Campus Verlag, 280 Seiten, 19,90 Euro.
AMARTYA SEN: Die Identitätsfalle. Warum es keinen Krieg der Kulturen gibt. Übersetzt von Friedrich Griese. Verlag C.H. Beck, 208 Seiten, 19,90 Euro.
Besondere Empfehlung des Monats Juni 2007 von Florian Rötzer: FRED PEARCE: Wenn die Flüsse versiegen. Übersetzt von Gabriele Gockel und Barbara Steckhan. Verlag Antje Kunstmann, 400 Seiten, 24,90 Euro.
Die Jury: Rainer Blasius, Eike Gebhardt, Fritz Göttler, Wolfgang Hagen, Daniel Haufler, Otto Kallscheuer, Matthias Kamann, Petra Kammann, Guido Kalberer, Elisabeth Kiderlen, Jörg-Dieter Kogel, Hans Martin Lohmann; Ludger Lütkehaus, Herfried Münkler, Johannes Saltzwedel, Wolfgang Ritschl, Florian Rötzer, Albert von Schirnding; Norbert Seitz, Eberhard Sens, Hilal Sezgin, Volker Ullrich, Andreas Wang, Uwe Justus Wenzel.
Redaktion: Andreas Wang (NDR)
Die nächste SZ/NDR/BuchJournal-
Liste der Sachbücher des Monats erscheint am 30. Juni 2007.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH
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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Als "Lob des Geburtenrückgangs" versteht Rezensent Joachim Güntner dieses letzte Buch des kürzlich verstorbenen Frankfurter Soziologen Karl Otto Hondrich. Die Gelassenheit, mit der der Autor Alarmismus und Hysterie über die sinkende Geburtenrate in den Wohlstandsgesellschaften kontert, scheinen ihm wohltuend. Ob ihn Hondrichs Thesen und Argumente letztlich immer überzeugen, lässt er indes offen. Immerhin scheint ihm die Hauptthese, dass der Geburtenrückgang keine Katastrophe, sondern ein Glück für unsere Gesellschaft sei, wohlbegründet. Das Argument etwa, die Wirtschaft gerate dadurch in Schwierigkeit, widerlege er mit dem Verweis auf die andere, nichtsdestoweniger starke Güternachfrage der Alten, zum Beispiel nach teuren Medikamenten und Behandlungen. Auch könne ein eventueller Arbeitskräftemangel leicht durch den Einsatz von Frauen und Migranten kompensiert werden. Zudem werde der Einzelne durch Technisierung, Rationalisierung und funktionale Differenzierung immer mehr leisten. Im Blick auf die Familien sehe Hondrich durch weniger Kinder einen Qualitätsgewinn der innerfamilieren Beziehungen durch Singularität und Exklusivität.

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