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Von der Feststellung ausgehend, daß eine normenbildende, maßstabsetzende Poetik nicht mehr existiere, zeichnet Grünbein seinen dichterischen Werdegang als "Skizze zu einer persönlichen Psychopoetik". Es geht dabei um die Idee vom genauen Wort, das seine maximale Aufladung erst als Resultante der Lebenssituation, seiner Stellung im kompositorischen Ganzen des Gedichts sowie im Gesamtsystem aller Arbeiten eines Autors erfährt. Unter dem Leitwort "Poesie ist Subjektmagie als Sprachereignis" bietet der Dichter am Ende seiner Vorlesung zehn Thesen auf dem gegenwärtigen Stand einer voraussichtlich…mehr

Produktbeschreibung
Von der Feststellung ausgehend, daß eine normenbildende, maßstabsetzende Poetik nicht mehr existiere, zeichnet Grünbein seinen dichterischen Werdegang als "Skizze zu einer persönlichen Psychopoetik". Es geht dabei um die Idee vom genauen Wort, das seine maximale Aufladung erst als Resultante der Lebenssituation, seiner Stellung im kompositorischen Ganzen des Gedichts sowie im Gesamtsystem aller Arbeiten eines Autors erfährt. Unter dem Leitwort "Poesie ist Subjektmagie als Sprachereignis" bietet der Dichter am Ende seiner Vorlesung zehn Thesen auf dem gegenwärtigen Stand einer voraussichtlich unabschließbaren Sinnfindung: nicht als Poetik und nicht als Manifest, nicht als Theorie oder Methode, sondern als eigensinnigen Modus operandi des Dichtens in nachmagischer Zeit.
  • Produktdetails
  • Edition Suhrkamp Nr.6140
  • Verlag: Suhrkamp
  • Artikelnr. des Verlages: 06140
  • Sonderdr.
  • Seitenzahl: 64
  • Erscheinungstermin: 15. März 2010
  • Deutsch
  • Abmessung: 200mm x 121mm x 10mm
  • Gewicht: 93g
  • ISBN-13: 9783518061404
  • ISBN-10: 3518061402
  • Artikelnr.: 28898877
Autorenporträt
Grünbein, Durs
Durs Grünbein wurde am 9. Oktober 1962 in Dresden geboren. Er lebt und arbeitet als Dichter, Übersetzer und Essayist in Berlin und Rom. Nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs führten ihn Reisen durch Europa, nach Südostasien und in die Vereinigten Staaten. Er war Gast des German Department der New York University und der Villa Aurora in Los Angeles. Für sein Werk erhielt er mehrere Preise, darunter den Peter-Huchel-Preis, den Georg-Büchner-Preis, den Literaturpreis der Osterfestspiele Salzburg 2000, den Friedrich Nietzsche-Preis des Landes Sachsen-Anhalt 2004 und den Berliner Literaturpreis der Preußischen Seehandlung verbunden mit der Heiner-Müller-Professur 2006. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Von der Aura "absoluter Wortkonstellationen" lässt sich Rezensentin Beatrice von Matt in Durs Grünbeins Frankfurter Poetikvorlesungen in den Bann ziehen, die nun  unter dem Titel "Vom Stellenwert der Worte"  erschienenen sind. Grünbein gehe darin seinem Antrieb zu dichten nach, der zum einen in seiner archaischen Kindheit im "bolschewistisch-byzantinischen Großreich" Dresdens   begründet läge, zum anderen in der "existentiell erfahrenen" Literatur eines Arthur Rimbaud oder eines Johannes Bobrowski. Überdies untersuche Grünbein Worte, die im "elektrischen Feld eines präzisen Kontexts" stehen und lässt sie Funken schlagen, die auch auf die Rezensentin überspringen. Dank dieser vibrierenden Präsenz verzeiht sie gerne den Mangel an lyrischem Melos.

© Perlentaucher Medien GmbH