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Knapp bei Kasse und trotzdem glücklich? Dieser charmante Ratgeber von 1937 bietet zahlreiche Tricks und Kniffe, wie man auch ohne viel Geld mit Stil und Glamour leben kann. Ein weiteres Juwel der Bestsellerautorin Marjorie Hillis wunderbar altmodisch und dabei zugleich höchst zeitgemäß. Welchen Vorteil bietet eine dezente und überschaubare Garderobe gegenüber den teuren Saisonmodellen? Und welchen Ehemann kann man sich in Zeiten der Wirtschaftskrise eigentlich leisten? "Vogue"-Redakteurin Marjorie Hillis hat zahlreiche Tipps und Tricks parat, wie die Frau von damals (und heute!) sparsam leben …mehr

Produktbeschreibung
Knapp bei Kasse und trotzdem glücklich? Dieser charmante Ratgeber von 1937 bietet zahlreiche Tricks und Kniffe, wie man auch ohne viel Geld mit Stil und Glamour leben kann. Ein weiteres Juwel der Bestsellerautorin Marjorie Hillis wunderbar altmodisch und dabei zugleich höchst zeitgemäß.
Welchen Vorteil bietet eine dezente und überschaubare Garderobe gegenüber den teuren Saisonmodellen? Und welchen Ehemann kann man sich in Zeiten der Wirtschaftskrise eigentlich leisten? "Vogue"-Redakteurin Marjorie Hillis hat zahlreiche Tipps und Tricks parat, wie die Frau von damals (und heute!) sparsam leben kann und dabei trotzdem nicht auf die schönen Dinge des Lebens verzichten muss. Von der bezahlbaren und trotzdem angemessenen Bleibe bis hin zum günstigen, aber umso köstlicheren Essen lässt sie kein wichtiges Thema aus und zeigt stets mit einem Augenzwinkern , wie man auch mit kleinem Geldbeutel glücklich werden kann. Ein unterhaltsamer Mix aus klugen Ratschlägen und amüsanten Fallbeispielen, verpackt mit einer gehörigen Portion Humor und Noblesse heute so aktuell wie vor 70 Jahren.
Autorenporträt
Marjorie Hillis (1889-1971) war Redakteurin der amerikanischen Vogue und hat mehrere Ratgeber für allein stehende Frauen geschrieben, von denen »Live alone and like it« zum Bestseller wurde. Sie lebte in New York.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 22.11.2009

Mit Chic und Charme sparen wie in den 30er Jahren

Schon in der Weltwirtschaftskrise gaben Ratgeber Tipps. wie man mit weniger Geld auskommt. Das Buch von Vogue-Redakteurin Marjorie Hillis ist wieder auf dem Markt. Ihre Empfehlungen sind erschreckend aktuell.

Von Nadine Oberhuber

Jeder hat zu wenig Geld. Aber man kann was draus machen

Denken Sie mal nach: Fällt Ihnen jemand ein, der sagt: Ich habe genug Geld, ich brauche nicht mehr? Eben. Ein bisschen mehr könnten wir alle vertragen. Egal, wen man fragt. Und egal, wann man fragt. Das war zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise nicht anders als heute und gilt für Bandarbeiter wie für Bankangestellte, für Milliardäre und Kaufhauserben. Alle klagen. Und allen könnte man noch heute antworten: "Das Gefühl, arm zu sein, entsteht nicht dadurch, wie viel Geld man zur Verfügung hat. Sondern wie viel am Ende des Monats auf dem Konto übrig bleibt." Mit steigendem Einkommen steigen die Ausgaben. Aber: "Diesen Lebensstandard wieder zu ändern bedeutet nicht zwingend einen Abstieg." Und es sollte schon gar nicht bedeuten, dass wir zu Knauserern und Trübsalbläsern werden, findet Hillis: "Sparen kann man auch heiter, mit Stil." Wer will ihr da widersprechen?

Überprüfe, wie du wohnst!

Nun sind längst die Zeiten vorbei, in denen viele in stattlichen "Familiengütern" oder "Adelsvillen" lebten. Und es dürfte schwierig sein, eine kleinere, billigere Wohnung zu beziehen. Die meisten Großstädter wohnen ohnehin beengt und suchen oft vergeblich nach bezahlbarem Wohnraum. Aber ein Ratschlag hat Bestand: "Selbst mit unterdurchschnittlicher Intelligenz könnte man erkennen, dass die Kosten, die man in ein Zuhause investiert, nur einen angemessenen Bruchteil des Einkommens betragen sollten." Als Faustregel gilt damals wie heute: Wenn die Miete 30 bis 40 Prozent des Einkommens überschreitet, wird's kritisch. Mehr sollte man nur zahlen, wenn das Zuhause so wichtig ist, dass man dafür auf anderes verzichtet. Wo sich dann sparen lässt? "Unterwerfen Sie sich nicht gängigen Regeln. Ihr Zuhause muss Ihrem Temperament entsprechen": Statt neuer Möbel tut es nach Hillis auch mal eine neue Dekoration, zum guten Porzellan passen auch schlichte Gläser von Ikea und: "Der moderne Einrichtungsstil kommt Ihnen sehr entgegen, wenn Sie sparen wollen. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er sich aufs Wesentliche beschränkt. Also genau das, was Sie jetzt brauchen."

Kleidung kostet kein Vermögen.

Beim Stichwort Mode ist die Vogue-Redakteurin in ihrem Element. Und ihre Tipps sind heute noch aktuell: Wer bei der Kleidung sparen will, sollte Spontankäufe vermeiden und jedes Frühjahr und jeden Herbst gezielt aufstocken: ein guter Mantel, ein gutes Kleid, ein gutes Kostüm genügen vorerst. Alles sollte sich in einer Farbgruppe bewegen, damit es zusammen passt - sonst braucht man drei Garnituren. Es sollte zudem eine dezente Farbe sein. An Erdnussbuttergelb oder Stiefmütterchenpurpur sieht man sich schnell satt. Und: Kleidung nie für einen bestimmten Anlass kaufen. Sonst trägt man sie auch nur einmal. Lieber in gute Basics investieren, die man zur Not zu jeder Gelegenheit tragen kann. Aufpeppen kann man sie je nach Anlass mit farbigen Accessoires.

Kann ich mir diesen Partner leisten?

Hinter der kuriosen Frage steckt die Erkenntnis: "Es ist eine bedauerliche, aber unbestreitbare Tatsache, dass die reizendsten Menschen selten Großverdiener sind." Wer reich wird, so Hillis, hat meist 24-Stunden-Tage. Somit bleibt ihm "keine Zeit für Kunst und Lebensart, und ohne ein bisschen von beidem sind die meisten Menschen ziemlich anstrengend". Nun entdeckten in Zeiten der Krise viele, dass wenig Geld keine Schande ist und ärmere Leute oft die charmanteren sind. Aber, so mahnt Hillis, Paare sollten sich dennoch ehrlich fragen, ob sie es aushalten, wenn einer von beiden kein Einkommen hat. Sind Sie bereit, gemeinsam zu sparen? "Wenn Sie teuren Firlefanz brauchen, sollten Sie sichergehen, dass einer von beiden das bezahlen kann", entweder Sie oder Er. Vorausgesetzt Er hält es aus, dass Sie mehr verdient. So klang Emanzipation im Jahre 1937.

Nicht am falschen Ende sparen!

"Sich gehenlassen ist ein Luxus, den sich keiner leisten kann." Es bringt uns um Job, Partner und um unser Selbstvertrauen, und "es kommt der Tag, an dem die Betreffende ihr derzeitiges Aussehen keine Sekunde länger ertragen kann, und dann fallen exorbitante Reparaturkosten an". Auch wenn man schmunzeln mag: Das stimmt. Aber damals wie heute gibt es "Kosmetikprodukte in allen Preisklassen" und sind Drogerie-Eigenmarken ebenso gut wie teure Tiegel - auch diese Erkenntnis ist schon 70 Jahre alt. Wer klamm ist, rät Hillis, sollte auch nicht anfangen, daheim und im Freundeskreis den "Geschäftstüchtigen" zu mimen: "Wer alles zählt und kontrolliert, wirkt schnell verbissen." Und verliert, was am wichtigsten ist: Freunde.

Vergiss das gute Essen nicht!

"Sie müssen essen", alles andere ist Raubbau an der Gesundheit, warnt Hillis. Es müsse ja nicht immer Kaviar sein - das hat ja auch in den 60er Jahren ein Bestsellerautor propagiert. Ausgefallene Gemüse oder neue Kräuter machen ein einfaches Essen exotisch. Wer zudem den Tisch nett deckt und das Essen schön anrichtet, macht sogar aus Nudeln mit Gemüsesauce ein Festessen. Selbst für Freunde.

Du hast Wünsche? Erfülle sie dir. Dafür braucht man nur Phantasie, kein Geld. Auch dagegen lässt sich nichts sagen. Also: bloß nicht die Hobbys aufgeben. Lieber Nebeneinkünfte draus machen. Das geht heute dank Internet sogar noch leichter: Yogalehrer oder Marmeladenkocher werden, die eigenen Handarbeiten auf Bastelplattformen verkaufen - daraus haben andere schon einen Beruf gemacht.

Mach dir einen Plan!

Für Listen ist die Ratgeberin nicht so empfänglich. Aber zum Haushaltsplan ermuntert sie trotzdem. Zu Recht. Damit lässt sich flott überprüfen, ob die Ausgaben für Miete (30 Prozent), Essen (25 bis 40 Prozent) und "die Würze im Leben", für die sie großzügige 30 Prozent ansetzt, noch im Rahmen sind. Zwar ignoriert Hillis sträflich den Posten Rücklagen. Ihr Tipp stattdessen: Nie auf die kleine Belohnung zwischendurch verzichten. Das Geld dafür wöchentlich in bar abheben und sich mahnen, dass es eine Woche reichen muss.

Wer etwas bekommen will, muss auch etwas geben

Weil Knausern verbissen macht, wie Hillis gern wiederholt, sollten auch Notsparer "selbständig und unterhaltsam" bleiben. Wenn sie zu anderen Kontakt halten, ihnen Rat geben, aus dem eigenen Haus eine Wohngemeinschaft machen, was auch noch Geld bringt, oder anderen ihr Auto zum Teilen anbieten, werden sie zu den beliebten Zeitgenossen gehören, an die man sich gerne wendet - und denen man gerne mal ein Essen spendiert oder das Ferienhaus überlässt. Wenn das kein Anreiz ist, das Jammern einzustellen.

Marjorie Hillis: "Stilvoll sparen: Mit Chic und Charme durch schwere Zeiten", Pendo Verlag, 12,95 Euro.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 18.12.2014

Einladung zum Tee
Menschen haben sich auf unterschiedlichste Arten um die Unabhängigkeit von Frauen verdient gemacht. Man könnte jetzt an Alice Schwarzer denken, natürlich, oder an Madonna. An Hillary Clinton, Marie Curie und Thomas Sattelberger. Oder man denkt an Marjorie Hillis.
  Hillis, Jahrgang 1889, war in den 1930er-Jahren Redakteurin bei der amerikanischen Vogue . Nebenbei schrieb sie Bücher, die sich vor allem um eines drehten: das Leben alleinstehender Frauen. „Orchids on Your Budget or Live smartly on what you have“ erschien 1937 und schaffte es unter die Top Fünf der meist verkauften Bücher dieses Jahres. 77 Jahre später wird es immer noch gelesen. Das hat wohl vor allem zwei Gründe: Zum einen, weil es heute natürlich lustig ist, welche Bedeutung in dieser Generation der Frage zugemessen wurde, wie teuer das Teeservice war, wie die Nachbarn dieses Teeservice finden und welche Auswirkungen beides auf die persönliche Lebensqualität haben konnte.
  Zum zweiten aber ist „Stilvoll sparen“, wie der Titel eher wenig stilvoll in der deutschen Übersetzung heißt, ein ziemlich schlaues Buch, Teeservice hin oder her. Denn Hillis verdeutlicht da auch noch dem letzten Sparmuffel den Zusammenhang zwischen innerer Unabhängigkeit und klugem Wirtschaften. Geld, das ist der Leitgedanke, ermöglicht Frauen ein selbstbestimmtes Leben – eines, in dem die Ab- oder Anwesenheit eines ordentlich verdienenden Ehemannes praktisch nicht mehr ins Gewicht fällt. Dass der versorgende Ehegatte heute ohnehin nicht mehr das mehrheitlich angestrebte Lebensziel ist und Menschen mittlerweile ihre Teller bei Ikea kaufen, spielt da keine Rolle; denn wer so einleuchtend erklärt bekommt, warum die Veranstaltung eines Teenachmittags nicht nur gesellschaftlich zwingend notwendig, sondern auch finanziell superschlau ist, hat was fürs Leben gelernt.
  Außerdem mit fröhlich-fürsorglichem Tonfall in Hillis’ Buch zu lesen: Wie man wirtschaftlich schlau eine elegante Garderobe für die ganze Saison konzipiert (alles eine Frage der richtigen Grundfarbe!), wie man seine Einkäufe sinnvoll plant, wie man den Überblick über seine Finanzen behält und günstig mehr Spaß hat im Leben.
  Nein, dieses Buch ist kein Meilenstein der Wirtschaftswissenschaft. Aber es hat, im Besonderen zur Zeit seines Erscheinens, Menschen den Einstieg in die Beschäftigung mit ihren persönlichen Finanzen erleichtert. Es hat verdeutlicht, dass man kein Buchhalter und kein Spaßverderber sein muss, um das eigene Einkommen in das größtmögliche Maß an Freiheit zu verwandeln. Das ist eine gute Sache – und ziemlich lustig ist es auch.
ANGELIKA SLAVIK
Stilvoll sparen, Marjorie Hillis, Pendo, 192 Seiten, 12,95 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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"Ein Mix aus klugen Ratschlägen und amüsanten Fallbeispielen, verpackt mit Humor und Noblesse.", Kärntner Tageszeitung, 04.02.2010