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Bachelorarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Latinistik - Linguistik, Note: 1,7, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Bei der Beschäftigung mit der Rhetorik ist eine Auseinandersetzung mit dem Redner selbst unumgänglich. Umso erstaunlicher ist es, wie wenig Literatur bisher zu diesem Thema erschienen ist. Auch zu Ciceros Ideal des orator perfectus sind weniger Publikationen zu finden, als angesichts der Bedeutung des Themas zu erwarten wäre. Eine Gesamtdarstellung des Ideals bietet einzig Barwick, Robling gibt im Rahmen seiner Begriffsgeschichte des…mehr

Produktbeschreibung
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Latinistik - Linguistik, Note: 1,7, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Bei der Beschäftigung mit der Rhetorik ist eine Auseinandersetzung mit dem Redner selbst unumgänglich. Umso erstaunlicher ist es, wie wenig Literatur bisher zu diesem Thema erschienen ist. Auch zu Ciceros Ideal des orator perfectus sind weniger Publikationen zu finden, als angesichts der Bedeutung des Themas zu erwarten wäre. Eine Gesamtdarstellung des Ideals bietet einzig Barwick, Robling gibt im Rahmen seiner Begriffsgeschichte des Rednerideals ebenfalls einen etwas detaillierteren Einblick. Aufsätze wie der von von Classen beschäftigen sich lediglich mit Teilaspekten.Dabei ist eine Analyse von Ciceros Rednerkonzept schon deshalb nötig, weil es einige (auch allgemeine) Fragen aufwirft, die für die Rhetorik relevant sind: Was soll ein Redner eigentlich tun, was soll er können und wie soll er sein? Welche Rolle hat er in der Gesellschaft? Und nicht zuletzt: Wozu formuliert Cicero in dieser Deutlichkeit einen Anspruch, dem unmöglich ein Redner gerecht werden kann? Die vorliegende Arbeit versucht Antworten auf diese Fragen zu finden. Anhand ausgewählter rhetorischer Schriften Ciceros, in denen der orator perfectus thematisiert wird (De oratore, Orator, De inventione, Brutus und De optimo genere oratorum), erfolgt eine Darstellung des Ideals, die angesichts des Umfangs der Quellen überblickshaft bleiben muss und doch den Anspruch hat, die wichtigsten Aspekte zu behandeln. Ziel ist es, die zahlreichen Definitionen und Anforderungen, die Cicero in seinen Schriften entwickelt, zu einem einheitlichen Konzept des idealen Redners zusammenzustellen. In der Folge können dann weitergehende Fragen geklärt werden, etwa hinsichtlich der Erreichbarkeit des Ideals und dem Verhältnis von Rhetorik und Philosophie.Ciceros orator perfectus begründete eine lange Wirktradition. Die zeitlich nächste und inhaltlich auf den ersten Blick engste Adaption stammt von Quintilian. Eine Gegenüberstellung seiner Auslegung des Rednerideals mit der Ciceros führt auf perspektivische Unterschiede und verdeutlicht den Einfluss historischer Umstände und beruflicher Ausrichtung auch in Ciceros Fall. Dieser Paragraph soll den Analyseteil der Arbeit abschließen und um die (historische und soziale) Kontextdimension ergänzen.