Kontinentalisierung - Lützeler, Paul Michael

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Der Begriff "Kontinentalisierung" bezeichnet einen aktuellen Prozeß der Internationalisierung: Auf allen Erdteilen schließen sich Einzelstaaten zu Assoziationen zusammen, um in einer Epoche abnehmender Nationalisierung und verstärkter Globalisierung die Interessen ihrer Kontinente wirtschaftlich, politisch und kulturell zu wahren. Ein Beispiel gezielter Kontinentalisierung ist die - inzwischen 50 Jahre alte - Europäische Union. Dieser Band beginnt mit einem Essay über Schriftsteller, die die EWG/EG/EU ihrer wirtschaftlichen Einseitigkeit wegen kritisierten. Die weiteren Beiträge zeigen, wie im…mehr

Produktbeschreibung
Der Begriff "Kontinentalisierung" bezeichnet einen aktuellen Prozeß der Internationalisierung: Auf allen Erdteilen schließen sich Einzelstaaten zu Assoziationen zusammen, um in einer Epoche abnehmender Nationalisierung und verstärkter Globalisierung die Interessen ihrer Kontinente wirtschaftlich, politisch und kulturell zu wahren. Ein Beispiel gezielter Kontinentalisierung ist die - inzwischen 50 Jahre alte - Europäische Union. Dieser Band beginnt mit einem Essay über Schriftsteller, die die EWG/EG/EU ihrer wirtschaftlichen Einseitigkeit wegen kritisierten. Die weiteren Beiträge zeigen, wie im Lauf der letzten beiden Jahrhunderte AutorInnen der Klassik und Romantik, des Realismus, der Moderne und der Postmoderne am Europadiskurs teilnahmen und Beiträge zur europäischen Identitätsbildung lieferten. Im Vorwort wird die aktuelle EU-Diskussion gesichtet und im Nachwort die Frage der künftigen Zusammenarbeit zwischen Europa und den USA aufgeworfen.
  • Produktdetails
  • Verlag: AISTHESIS Verlag GmbH & Co. KG / Aisthesis Verlag
  • Artikelnr. des Verlages: 595
  • Seitenzahl: 293
  • Erscheinungstermin: Januar 2007
  • Deutsch
  • Abmessung: 208mm x 144mm x 27mm
  • Gewicht: 414g
  • ISBN-13: 9783895285950
  • ISBN-10: 3895285951
  • Artikelnr.: 22548913
Autorenporträt
Paul Michael Lützeler ist Rosa May Distinguished University Professor in the Humanities an der Washington University in St. Louis und Direktor des Max Kade Zentrums für deutschsprachige Gegenwartsliteratur. Korr. Mitglied zweier wissenschaftlicher Akademien (Mainz, Düsseldorf), deutsche und österreichische Verdienstorden, Goethe-Medaille, Humboldt-Forschungspreis. Gastprofessuren bzw. Vortragsreisen auf allen Kontinenten. Buchpublikationen zur Dichtung des 19. und 20. Jahrhunderts (Literatur und Geschichte, Europadiskurs, Hermann Broch, zeitgenössische Dichtung). Artikel in Merkur, Neue Rundschau, Die Zeit. Herausgeber des Jahrbuchs "Gegenwartsliteratur". Seine Studie "Postmoderne und postkoloniale deutschsprachige Gegenwartsliteratur" erschien 2005 im Aisthesis Verlag.
Inhaltsangabe
Vorwort: Kontinentalisierung und Globalisierung
Schriftsteller und Europäische Union: Reinhold Schneider, H. M. Enzensberger, Adolf Muschg
Identität und Gleichgewicht: Schiller und Europa
Europäischer Kosmopolitismus und Weltliteratur: Goethe und Europa - Europa und Goethe
Der Erste Konsul als Imperator Europae: Die Napoleonkritik von 1802 bei Arndt, Seume und Coleridge
Europa oder Amerika? Napoleons Kolonialkrieg in Santo Domingo und Kleists literarischer Widerstand
Der Dreißigjährige Krieg und Europas Grundkonflikt: Conrad Ferdinand Meyers Jürg Jenatsch
Europäischer Pazifismus um 1900: Romain Rollands Jean-Christophe
Zur Europa-Asien-Diskussion: Thomas Manns Der Zauberberg
Kontroverse Stimmen nach dem Krieg: Hermann Brochs Kritik an Ernst Jüngers Europaschrift Der Friede
Paris und Wien als Orte des Europa-Diskurses: Zur Konstruktion einer multikulturellen Identität
Zwischen Nationalismus und Globalisierung: Die aktuelle postkoloniale Europa-Diskussion
Nachwort: An Atlantic Dream? Europa und die USA
Editorische Notiz
Namenregister
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Paul Jandl zeigt sich beeindruckt von diesem neuen Buch des Germanisten Paul Michael Lützeler, in welchem dieser dem Leser die Geschichte Europas anhand einiger erlesener literarischer Arbeiten der großen europäischen Schriftsteller auseinandersetzt. Ergänzt hat er diese Auswahl durch eigens verfasste Aufsätze, die die wichtigsten Ereignisse der europäischen Geschichte in einen Gesamtzusammenhang einbetten und dem Buch auf diese Weise zu seiner "plurizentrischen Offenheit" verhelfen. Mit "stupendem Wissen und großer intellektueller Kombinationsfreude" bewege man sich damit durch Raum und Zeit, so der Rezensent, der sich auch darüber freut, dass hier an das kritische Potential zeitgenössischer Literatur erinnert wird: So könne man dieses Buch durchaus auch als "subtile Warnung vor dem Primat einer gleichmacherischen Ökonomie" lesen.

© Perlentaucher Medien GmbH