Koloniales Erbe in Museen - Greve, Anna
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Mit dem Koalitionsvertrag von 2018 wurde das koloniale Erbe als Teil der deutschen Geschichte anerkannt. In einem Europa, in dem Nachfahren einstiger Kolonialmächte zusammen mit Menschen aus ehemals kolonisierten Ländern leben, gibt es sehr verschiedene Blicke in die Vergangenheit - geeint jedoch im Wunsch nach gesellschaftlichen Grundwerten in der Gegenwart. Daraus ergeben sich zentrale Fragen für die postkoloniale Museologie: Wie geht man mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten um? Welche Erinnerungspolitik soll vertreten und wie kann struktureller Rassismus abgebaut werden?Anna Greve…mehr

Produktbeschreibung
Mit dem Koalitionsvertrag von 2018 wurde das koloniale Erbe als Teil der deutschen Geschichte anerkannt. In einem Europa, in dem Nachfahren einstiger Kolonialmächte zusammen mit Menschen aus ehemals kolonisierten Ländern leben, gibt es sehr verschiedene Blicke in die Vergangenheit - geeint jedoch im Wunsch nach gesellschaftlichen Grundwerten in der Gegenwart. Daraus ergeben sich zentrale Fragen für die postkoloniale Museologie: Wie geht man mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten um? Welche Erinnerungspolitik soll vertreten und wie kann struktureller Rassismus abgebaut werden?Anna Greve führt zur Beantwortung dieser Fragen erstmals die Kritische Weißseinsforschung mit ihren Begriffen und Methoden in die praktische Museumsarbeit ein.
  • Produktdetails
  • Edition Museum .42
  • Verlag: transcript
  • Seitenzahl: 263
  • Erscheinungstermin: Oktober 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 226mm x 154mm x 23mm
  • Gewicht: 420g
  • ISBN-13: 9783837649314
  • ISBN-10: 3837649318
  • Artikelnr.: 56128014
Autorenporträt
Anna Greve (Prof. Dr. phil.), geb. 1973, ist Kunsthistorikerin und Direktorin des Focke-Museums, Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte.
Rezensionen
»Greve leistet somit einen wichtigen Beitrag dafür, Alltagsrassismus in der praktischen Museumsarbeit sichtbar zu machen und die weiße Mehrheitsgesellschaft für Schwarze Perspektiven zu sensibilisieren.« Iwona Kocjan, Neue Politische Literatur, 65 (2020) »Ambitionierte Ratschläge und Denkanstöße für eine multiperspektivische, postkoloniale Museumsarbeit.« Jörn Brinkhus, Bremisches Jahrbuch, 99 (2020) »Das Handbuch bietet einen guten Überblick, welcher konkrete Vorschläge zum Paradigmenwechsel im Umgang mit kolonialem Erbe beinhaltet. Sie gibt dabei wichtige Anstöße, die nun nur noch nachhaltig und breitflächig umgesetzt werden müssen. Daher empfehle ich die anregende Einführung von Frau Greve als Einstieg in das Thema.« Aileen J. Becker, https://www.kulturmanagement.net, 09.04.2020 »Greves Aufsatzsammlung bietet nützliche Ratschläge und kritische Denkanstöße für eine rassismuskritische und multiperspektivische Museumsarbeit und demonstriert anhand der Praxis, dass für diese unabhängig von Größe oder Ausrichtung eines Museums Notwendigkeit besteht und genug Chancen zur Umsetzung existieren.« Patrick Helber, H-Soz-u-Kult, 19.12.2019 Besprochen in: Newsletter Museumsverband Niedersachsen und Bremen e.V., 2 (2020) Mitteilungen, 58 (2020) Deutschlandfunk, 09.07.2020, Dörte Hinrichs museum heute, 57/2 (2020), Wolfgang Stöbler Kulturpolitische Mitteilungen, 170/3 (2020), Franz Kröger Provinienz & Forschung, Yann Legall Das Historisch-Politische Buch, 68/2 (2020), Ulrich van der Heyden…mehr