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Als in einem Göteborger Park eine junge Frau vergewaltigt wird und nur knapp ihrem Peiniger entkommt, fühlt sich Erik Winter an einen schrecklichen Mord erinnert, der vor fünf Jahren genau an dieser Stelle begangen wurde. Ein Fall, den er nie lösen konnte. Die Schatten der Vergangenheit lasten schwer auf dem Kommissar. Schon bald erschüttert der Fund einer weiteren Leiche die Stadt. Alles deutet darauf hin, dass der Täter von damals zurückgekehrt ist ...
Als Kriminalkommissar Erik Winter den Ort aufsucht, an dem kurz zuvor eine junge Frau vergewaltigt wurde, werden unangenehme Erinnerungen
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Produktbeschreibung
Als in einem Göteborger Park eine junge Frau vergewaltigt wird und nur knapp ihrem Peiniger entkommt, fühlt sich Erik Winter an einen schrecklichen Mord erinnert, der vor fünf Jahren genau an dieser Stelle begangen wurde. Ein Fall, den er nie lösen konnte. Die Schatten der Vergangenheit lasten schwer auf dem Kommissar. Schon bald erschüttert der Fund einer weiteren Leiche die Stadt. Alles deutet darauf hin, dass der Täter von damals zurückgekehrt ist ...


Als Kriminalkommissar Erik Winter den Ort aufsucht, an dem kurz zuvor eine junge Frau vergewaltigt wurde, werden unangenehme Erinnerungen in ihm wach. Hier, an einer dunklen Stelle in einem öffentlichen Park von Göteborg war fünf Jahre zuvor ein junges Mädchen ermordet worden; ein Fall, der unaufgeklärt zu den Akten gelegt werden musste. Doch keiner im Kreis der Ermittler um Erik Winter hatte ihn je vergessen können. War der Mörder jetzt zurückgekehrt?
Das jüngste Opfer, Jeanette Bielke, konnte ihrem Vergewaltiger zwar entkommen, doch ihre Aussage hilft dem Kommissar kaum weiter. Zudem hat Winter das dumpfe Gefühl, dass Jeanette ihm nicht die ganze Wahrheit sagt ...
Energisch macht er sich an die Ermittlungen und rollt auf der Suche nach möglichen Spuren auch den alten Fall wieder auf. Doch nur wenige Tage später ereignet sich ein grausamer Mord. An der selben Stelle im Park wird eine junge Frau tot aufgefunden. Und als diese Tat kein Einzelfall bleibt, müssen Erik Winter und sein Team erkennen, dass sie es hier womöglich mit einem Serienmörder zu tun haben.
Autorenporträt
Ake Edwardson, Jahrgang 1953, lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in Göteborg. Bevor er sich dem Schreiben von Romanen widmete, arbeitet er als erfolgreicher Journalist u.a. im Auftrag der UNO im Nahen Osten, schrieb Sachbücher und hat an der Universität von Göteborg Creative Writing unterrichtet. Mit "Der Himmel auf Erden" legt der Claassen Verlag den fünften Kriminalroman des Autors in deutscher Sprache vor.
Rezensionen
Ein mörderischer Sommer
Es ist ein Jahrhundertsommer in Schweden. Ganz Göteborg erstarrt unter tropischer Hitze. Erst abends beginnt das Leben und in der Stadt im hohen Norden vebreitet sich südliches Flair. Die Menschen genießen die nicht enden wollenden lauen Nächte. Doch für Kommissar Erik Winter und seine Kollegen entwickelt sich der Traumsommer immer mehr zu einem Alptraum. Jeanette Bielke, eine 19jährige frischgebackene Abiturientin ist nachts im Park brutal vergewaltigt worden. An ihrem Hals finden sich Würgemale, die von einem Gürtel oder einer Hundeleine stammen könnten. Sofort werden bei Winter Erinnerungen an ein anderes Verbrechen wach. Vor fünf Jahren war an der gleichen Stelle Beatrice Wächter ermordet worden, ebenfalls 19, ebenfalls Abiturientin. Der Fall konnte nie aufgeklärt werden.
Ein gefährliches Milieu
Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, werden zwei weitere Mädchen ermordet. Auch sie hatten gerade ihr Abitur in der Tasche. Vier Opfer, drei in diesem Sommer, eines vor fünf Jahren. Drei tot, eines lebt. Sind sie alle ein und demselben Täter begegnet oder gibt es einen Nachahmer? Sind sie zufällig Opfer geworden oder bestehen zwischen den Mädchen Verbindungen? Sie waren an verschiedenen Schulen, haben sich nicht gekannt. Doch irgendetwas scheint Jeanette, die Überlebende zu verschweigen, ebenso wie ihr Vater und ihr Freund. Ein Foto bringt die Ermittler schließlich auf eine heiße Spur. Die Mädchen könnten in schwarzen Clubs gejobbt haben. Winters Ex-Schwager Benny Vennerhag und der dubiose Johan Samic geraten ins Visier der Fahnder,deren Job in diesem Milieu immer gefährlicher wird.
Ein Wettlauf gegen die Zeit
Winters Kollege Fredrik Halders, der nach dem Tod seiner Frau ohnhehin vom Schicksal gebeutelt ist, verschwindet nach einer Überwachung spurlos. Für Winter beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Kann er Halders retten und den oder die Mörder der Mädchen finden? Temporeich steigert Ake Edwardson die Spannung bis zum Nervenzerreißen. Der Leser folgt atemlos den verschlungenen Handlungssträngen, die psy- chologisch raffiniert miteinander verknüpft werden. Doch aufgepasst: Jedes Detail ist wichtig! Denn simple Lösungen sind zum Glück nicht Edwardsons Sache. So verzwickt wie seine Fälle beginnen, enden sie auch. Für Krimi- Fans ein Hochgenuss! (Rosina Wälischmiller)
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Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 18.02.2002

Serieller Serienkiller
Åke Edwardson gewöhnt seinem Kommissar das Rauchen ab
Nun liegen sie wieder da, die jungen Mädchen im Park von Göteborg... verstümmelt und fast vergewaltigt, ermordet oder gerade noch am Leben. Nun ist auch Kommissar Winter wieder zur Stelle, an derselben dunklen Stelle, und schon dämmert es ihm: „Da war doch mal was. Da hatte doch vor fünf Jahren in eben diesem Gebüsch, neben eben dieser Felsspalte eine Tote gelegen, und nie ist der Fall aufgeklärt worden.”
Geht hier ein Wiederholungstäter an sein Werk? Dies ist, weiß auch sein Inspektorenteam, genau das Richtige für Erik Winter, „der jedes Mal einen Serienvergewaltiger im Verdacht hatte. Und bei zwei früheren Fällen hatte er Recht gehabt.”
„In alle Ewigkeit” ist der vierte Krimi, in dessen Mittelpunkt Åke Edwardson seinen Kommissar Winter stellt. Der ist ein jüngerer Bruder von Mankells Kurt Wallander, nur etwas schnieker gewandet und in kulinarischen Dingen verwöhnter, frisch verheiratet, junger Vater, doch in seinem Göteborg so zu Hause, wie es der andere im längst mythenschweren Ystad war.
Edwardson lässt sich viel Zeit, sein Garn zu spinnen. Immer wieder lappen Landschaft, Wetter, Straßengeräusche in die Dialoge. Immer wieder pfeift der Autor auf eine durchgehaltene Erzählperspektive, immer wieder brechen die Kapitel urplötzlich ab oder fallen in impressionistisch getönte Unterabschnitte auseinander. Doch immer dann, wenn man sich in den epischen Dimensionen Skandinaviens schon verloren glaubt, kommt Edwardson dann doch wie beiläufig auf den Punkt. Treuherzig resümiert er: „Alles da draußen in der leuchtenden Idylle war normal.”
Eben nicht! Auch dieser Autor erzählt von der brüchigen Idylle, variiert ein weiteres Mal die alte Melodie vom Unheilvollen, das in der heilen Welt nistet. Doch wird man etwas ungeduldig, wenn nun in Göteborg passiert, was schon in Ystad geschah und längst die deutschen Bildschirme füllt: Der Serienmörder geht in Serie.
Winter entknotet die etwas wirren Fäden, die von der Vergangenheit in die Gegenwart reichen, obgleich er ein wenig gereizt ist. Er gewöhnt sich gerade das Rauchen ab: „Der Umgang mit Leuten, die sich gerade entgiften, ist wirklich nicht leicht”.
Seiner Liebe zum Jazz ist Winter aber treu geblieben, nur hört er als braver Ehemann nun nicht mehr ausschließlich Coltrane, sondern auch Pat Metheny, und weil der Autor die schöne Angewohnheit hat, seine Figuren auch durch ihre musikalischen Vorlieben zu charakterisieren, muss ergänzt werden: Seit Inspektor Halders seine dunkelhäutige Kollegin nicht mehr mit rassistischen Sprüchen nervt, hört er nicht mehr Country & Western, sondern Bob Dylan.
WERNER BURKHARDT
ÅKE EDWARDSON: In alle Ewigkeit. Aus dem Schwedischen von Angelika Kutsch. Claassen Verlag, München 2002. 432 Seiten, 22 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.diz-muenchen.de
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Werner Burkhardt wirkt recht angetan von diesem vierten Kriminalroman, in dem ein Inspektor Winter auf Mörderjagd geht. Er folgt dem schwedischen Autor gerne auf dessen epischen Abwege, in denen der sich "viel Zeit" lässt, "sein Garn zu spinnen" und die Leser in Landschaftsbeschreibungen, Reflexionen und Phantasien verstrickt um dann "wie beiläufig auf den Punkt" zu kommen. Der Inspektor erinnert ihn dabei sehr an Mankells Kommissar Wallander, der sich ebenso gut in seiner Heimatstadt auskennt. Allerdings löst es beim Rezensenten eine gewisse Ungeduld aus, dass in dem Buch nur das passiert, was zumeist im Krimi passiert, nämlich die Überführung eines Serienmörders.

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