Frag mich, Schatz, ich weiß es besser! - Kessler, Katja
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Probleme? Dr. Schatzi hilft!
Das Leben könnte so schön sein: Da macht Frau die Wohnung hübsch. Und das Einzige, was nicht mehr zu den Gardinen passt, ist Schatzi auf der Couch. Sein blau kariertes Hemd? Eine Zumutung für jedes Interieur. Aber einen Mann im Haus zu haben, hat auch gute Seiten. Wer würde der Hausfrau sonst erklären, dass Messer - bitte sehr - mit der Klinge nach unten in den Besteckkorb gehören? Und "der ganze Dekoscheiß im Keller" sein kostbares Fahrrad zustaubt. Ja wer? Wer hat den besseren Plan? Katja Kessler über den täglichen Kampf der Geschlechter und die Erkenntnis,…mehr

Produktbeschreibung
Probleme? Dr. Schatzi hilft!

Das Leben könnte so schön sein: Da macht Frau die Wohnung hübsch. Und das Einzige, was nicht mehr zu den Gardinen passt, ist Schatzi auf der Couch. Sein blau kariertes Hemd? Eine Zumutung für jedes Interieur. Aber einen Mann im Haus zu haben, hat auch gute Seiten. Wer würde der Hausfrau sonst erklären, dass Messer - bitte sehr - mit der Klinge nach unten in den Besteckkorb gehören? Und "der ganze Dekoscheiß im Keller" sein kostbares Fahrrad zustaubt. Ja wer? Wer hat den besseren Plan? Katja Kessler über den täglichen Kampf der Geschlechter und die Erkenntnis, dass Frauen die besseren Männer sind.

Komisch, rasant und mitten aus dem Leben gegriffen.
  • Produktdetails
  • Diana-Taschenbücher Nr.35178
  • Verlag: Diana
  • Seitenzahl: 205
  • Erscheinungstermin: 3. September 2009
  • Deutsch
  • Abmessung: 187mm x 118mm
  • Gewicht: 215g
  • ISBN-13: 9783453351783
  • ISBN-10: 3453351789
  • Artikelnr.: 25548023
Autorenporträt
Dr. Katja Kessler, 1969 in Kiel geboren, ist Zahnärztin, Journalistin und Autorin. Ihre Bücher über das komplizierte Thema "Mann und Frau" wurden alle Bestseller. Kessler lebt mit Mann und vier Kindern in Potsdam. Für ihre Arbeiten wurde sie u.a. mit "Goldener Feder", "Preis für Lebensfreude" und "Leading Ladies Award" ausgezeichnet.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 23.10.2009

Mein Mann nimmt zum Essen Strychnin
Kummerkasten ohne Tante als Zwei-Minuten-Therapie: Katja Kesslers Kolumnen

Eigentlich bräuchte jede Frau - neben dem von Virginia Woolf geforderten Zimmer für sich allein - eine eigene Kolumne. Alle zwei Wochen oder auch häufiger, je nach Bedarf. Denn so eine Kolumne erspart einem glatt Ehetherapie, Yoga und stundenlange Telefonate mit der besten Freundin, also lauter Dinge, für die neben Beruf, Ehe und Familie sowieso nie Zeit ist, weil man als Frau ja schon jede freie Minute mit seinem schlechten Gewissen verbringt. Damit macht "Frag mich, Schatz, ich weiß es besser!" jetzt Schluss: Katja Kesslers gesammelte Kolumnen, früher als "Kesslers Kosmos" in der "Für Sie" und jetzt hintereinander, frisch von der Leber weg als Buch zu lesen.

Denn es hat zwar nicht jede die Gelegenheit, geschweige denn die Begabung zum Kolumnenschreiben - zum Lesen der schnell getakteten, schnell gedachten "Bekenntnisse einer Ehefrau" aber allemal. Die Wirkung dieser Zwei-Minuten-Therapien ist befreiend - nicht nur, weil es fast immer etwas zu lachen und zu nicken gibt. Katja Kessler ist, gerade weil sie stets von sich, ihrem Mann, ihren Kindern, ihrer Wohnung und ihrer Mutter erzählt, die perfekte Ghostwriterin für ihre Leserinnen. Denn gerade weil sie sich nie anmaßt, für alle zu sprechen, tut sie es.

Dabei ist ihr Fall ein höchst spezieller und keinesfalls zu verallgemeinernder. Das fängt mit dem Ehemann an - "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann, Kessler-Leserinnen besser bekannt als "Schatzi" -, setzt sich über vier zuckersüße (meistens jedenfalls) Sprösslinge - Yella, Caspi, Kolja und Lilly - fort und endet bei dem mit viel Energie und unverdrossen guter Laune, aber vergleichsweise geringer Hoffnung betriebenen Versuch, das Leben als Frau, Mutter und Gattin mustergültig hinzukriegen. Das Geheimrezept, wie es jetzt in Buchform vorliegt, lautet: Humor, Selbstironie und Durchhaltevermögen.

Dass Katja Kessler, promovierte, aber nicht ausübende Zahnärztin, frühere "Bild"-Gesellschaftskolumnistin, Bohlen-Biographin und Verfasserin der Bestseller "Herztöne" (2007) und "Das Mami-Buch" (2008), keine Scheu hat, Dinge beim Namen zu nennen, konnte man bereits wissen. Aber sich selbst so witzig und pointiert aufs Korn zu nehmen, gelingt nur dem, der eine gesunde Distanz zum eigenen Ego hält. Katja Kessler nutzt die Kolumnenform - der Großteil der 83 Texte ist übrigens, anders als bei solchen Kompilationen üblich, neu und eigens fürs Buch geschrieben -, um kleinere und größere Probleme, Ärgernisse und allgemeine Reflektionen über den Wahnsinn des Alltags, vom Kampf gegen Telefonzentralen über Drogerieeinkäufe mit Kleinkindern bis hin zu dem Ärger des Göttergatten über einen nutzerentfremdeten Kaffeepott, aufzuschreiben und damit ad acta legen zu können. Die Kolumnen funktionieren wie eine Art ständig geleerter Kummerkasten - ohne dazugehörige Tante oder gar Moral von der Geschicht'.

Über sieben Jahre, mehrere Umzüge, Familienzuwachs und andere Krisen hinweg halten der munter-unverkrampfte Ton und lässige Stil der Einträge - und bezeugen damit ganz beiläufig die innere Ausgeglichenheit ihrer Verfasserin. Katja Kessler betrachtet das Scheitern im Alltag nicht als Katastrophe, sondern nutzt es als Anlass zur Kolumne - mit deren Hilfe sich ihre Leserinnen dann ebenfalls den Stachel aus dem eigenen Fleisch ziehen können. Und weil es immer lustig zugeht, tut das gar nicht weh. Zumal die Auftaktsätze haben oft Talent zum Aphorismus: "Gestern war einer dieser Tage, an denen ich verstanden habe, warum Frauen ihren Männern Strychnin ins Essen rühren." Oder: "Zugegeben: ich bin eine Mischung aus Bequem-Tier und Hauruck-Hausfrau." Sehr schön auch: "Der ultimative Elchtest für eine Beziehung ist ein gemeinsamer Umzug. Da entscheidet sich: Liebt er dich, oder will er dich nur entsorgen?" Wenn hier jemand - außer Kai Diekmann himself natürlich ("Schatzi ist ja Masochist und liest tatsächlich alles, was ich schreibe") - Pate gestanden hat, so sind es schlagfertige Erfolgsautorinnen wie Plum Sykes oder Candace Bushnell.

Nichts, aber auch gar nichts ist Katja Kessler heilig, nicht sie selbst und schon gar nicht Schatzi. Das lässt tief blicken - und ganz nebenbei auch auf eine glückliche Ehe schließen, in der zwei miteinander lachen können. Aber auch sonst ist der Fundus der Erfahrung, von dem sich hier je nach Bedarf und Lebenslage profitieren lässt, reichhaltig. "Seitdem ich Söhne habe, weiß ich, wo Männer ihr Problem haben. Natürlich da, wo Frauen das vermuten. Aber auch noch eine Etage höher."

FELICITAS VON LOVENBERG.

Katja Kessler: "Frag mich, Schatz, ich weiß es besser!" Bekenntnisse einer Ehefrau. Diana Verlag, München 2009. 206 S., br., 7,95 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Du meine Güte, ist Felicitas von Lovenberg begeistert! Das kommt, weil Katja Kessler ihr mit ihrer Kolumnensammlung jede Menge Zeit bei der Ehetherapie, beim Yoga und am Telefon mit der besten Freundin erspart. So ein Glück. Lovenberg kann über die teils bereits erschienenen, teils neu verfassten lässigen Texte fast immer lachen beziehungweise dazu nicken. Ihre kathartische Wirkung entfalten Kesslers Einträge laut Lovenberg durch eine Riesenportion Durchhaltevermögen, Selbstironie und anderen Humor, etwa angesichts des eigenen Scheiterns im Alltag oder des Ehelebens mit Bild-Chef Kai Diekmann. Und all das wird "munter-unverkrampft" verhandelt.

© Perlentaucher Medien GmbH