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Es ist angerichtet!
Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt, und es wird auch aufgegessen – bis zum bitteren Ende. Die Gründe, warum, was und wie viel wir essen, sind vielfältig. Nur wenn wir sie kennen, haben wir eine Chance, unsere Gewohnheiten zu ändern.
Wir essen mehr als nötig – nicht nur, weil wir Lust aufs Essen haben. Unsere Gewohnheiten spielen dabei genauso eine Rolle wie die Umstände, unter denen wir Nahrung zu uns nehmen. Und nicht zuletzt verführt uns die Lebensmittelindustrie mit subtilen Tricks. Dieses Buch vermittelt ganz praktisch, wissenschaftlich fundiert und mit…mehr

Produktbeschreibung
Es ist angerichtet!

Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt, und es wird auch aufgegessen – bis zum bitteren Ende. Die Gründe, warum, was und wie viel wir essen, sind vielfältig. Nur wenn wir sie kennen, haben wir eine Chance, unsere Gewohnheiten zu ändern.

Wir essen mehr als nötig – nicht nur, weil wir Lust aufs Essen haben. Unsere Gewohnheiten spielen dabei genauso eine Rolle wie die Umstände, unter denen wir Nahrung zu uns nehmen. Und nicht zuletzt verführt uns die Lebensmittelindustrie mit subtilen Tricks. Dieses Buch vermittelt ganz praktisch, wissenschaftlich fundiert und mit vielen erstaunlichen Beispielen aus unserem (Ess-)Alltag, wie wir es schaffen können, bewusster zu essen und uns dadurch wohler zu fühlen.

  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 213 S.
  • Deutsch
  • Abmessung: 21, 5 cm
  • Gewicht: 315g
  • ISBN-13: 9783593384153
  • ISBN-10: 3593384159
  • Best.Nr.: 23332217
Autorenporträt
Brian Wansink ist Professor für Marketing und Ernährungswissenschaften und Geschäftsführer des US-Department of Agriculture's Center for Nutrition Policy and Promotion. Er leitet an der Cornell University sein eigenes Forschungslabor, das Cornell Food and Brand Lab. Wansink hat mehrere Bücher zum Thema Essen und Konsumentenverhalten geschrieben und er mag Fritten ebenso wie die Haute Cuisine.
Inhaltsangabe
Einleitung: Snacks - eine Wissenschaft für sich

1. Der unbewusste Spielraum
Fades Popcorn und schwacher Wille
Wein aus North Dakota
Das Diät-Dilemma
Der unbewusste Spielraum

2. Das vergessene Essen
Das Overall-Phänomen
Wir glauben nur, was wir sehen
Anschauen, auffüllen, aufessen
Der Suppenteller ohne Boden
Menschengröße oder Mahlzeitgröße?

3.Ein Blick auf die Tischlandschaft
Großpackungen und die Macht der Norm
Optische Täuschungen
Große Teller, große Löffel, große Portionen
Die Superbowl-Intelligentsia
Die Versuchung liegt in der Abwechslung
4.Die geheimen Verführer
Ein unwiderstehlicher Anblick
Bequemlichkeit ist ein Grundprinzip
Der Fluch des Großeinkaufs

5.Szenarien für das Essen ohne Sinn und Verstand
Familie, Freunde und das Essen
Männliches Imponiergehabe
Völlerei beim Fernsehen
Wie das Ambiente wirkt
Folgen Sie Ihrer Nase
Das Wetter spielt mit

6.Das Spiel mit den Namen
Essen im Dunkeln
Gelbe Götterspeise
Speisekartenmagie
Markenhysterie
Wonach schmecken Kutteln?

7.Essen als Trost und Belohnung
Frustessen und Stimmungen
Die Konditionierung der Auswahl
Geprägt für Jahrzehnte
Heben Sie sich das Beste bis zuletzt auf?

8.Der Ernährungswart
Der Ernährungswart und der gute Koch
Wie die Mutter, so die Tochter
Konditionierung und das Popeye-Projekt
Portionsgrößen fürs Leben

9.Fastfood-Fieber
Wir bekommen das, was wir wollen
Von Informationen und Illusionen
Machen fettarme Produkte dick?
Der Nimbus des Gesunden und Nährwertangaben
Wie groß ist eine Portion?
Marketing gegen Fettleibigkeit und Übergrößen
Marketingstrategien im 21. Jahrhundert

10.Unbewusst besser essen
Das bescheidene Ziel
Umstrukturierung des unbewussten Spielraums
Die Macht der Drei
Die Tyrannei des Augenblicks
Der erste Schritt in Richtung Ziel

Anhang A: Vergleich populärer Diäten
Anhang B: Entschärfung der Gefahrenzonen
Dank
Anmerkungen
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Nun weiß sie es, Anne Bogdanski: Essen macht nicht nur, es ist auch schwer. Ob die Rezensentin nach der Lektüre von Brian Wansinks Buch um Supermarkt-Schnäppchen einen Bogen macht, ob sie von jetzt an seltener in Gesellschaft essen wird, um abzunehmen? Dank Bogdanskis Interesse an der Psychologie der Nahrungsaufnahme jedenfalls wissen wir von einem Buch, das uns "häppchenweise" Fakten und Tipps zum Abnehmen liefert, psychologische Studien vorstellt und mit "Mythen rund ums Essen" aufräumt. Alles humorvoll präsentiert, wie die Rezensentin findet. Wenn auch, durch die wissenschaftliche Tönung des Bandes, nicht immer als "leichte Kost".

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 07.03.2008
Vorsicht, Schnäppchen!

Keine leichte Kost: Brian Wansink ist sich sicher, dass die beste Diät diejenige ist, die man gar nicht wahrnimmt.

Essen gehört zu den schönen Dingen des Daseins, die wir uneingeschränkt genießen sollten. Ob Galette de crabe im exklusiven Le Bec-Fin, Hamburger von Burger King oder geschmorte Entenzunge auf dem Nachtmarkt von Taipeh, Brian Wansink mag sie alle. Der Professor für Marketing und Ernährungswissenschaften von der amerikanischen Cornell University appelliert in seinem etwas anderen Diätbuch an den Verstand seiner Leser. Es geht ihm darum, die Umgebung derart umzugestalten, dass man ohne schlechtes Gewissen und ohne Gewichtszunahme essen kann, was man möchte. Mit Vernunft und vor allem mit Freude soll Abnehmen seiner Meinung nach spielend leicht sein.

Aber Vorsicht, die geheimen Verführer, die uns zu übermäßigem Essen verleiten, verstecken sich überall. Wir bilden uns ein, selbst über das Essen zu entscheiden. Wansink zeigt jedoch, dass dem nicht so ist. Vieles geschehe aus Gewohnheit, anderes haben wir geerbt, wieder anderes wurde bewusst oder unbewusst durch unsere Eltern geprägt. Hinzu kämen die Umstände, unter denen wir unsere Nahrung zu uns nehmen. Und nicht zuletzt verführe uns die Lebensmittelindustrie mit einfachen Tricks. Essen ist wahrlich nicht so simpel, wie es scheint.

Die Gefahr lauert überall. Auch Zeitungslesen kann unter Umständen dick machen, wenn etwa bei der Lektüre noch eine zweite Schale Frühstücksflocken geleert wird. Fernsehen, Radiohören oder Lesen - jegliche Form von Ablenkung verführt uns zum Essen. So treibt auch ein geselliges Mahl mit Freunden und Familie oder ein Restaurantbesuch den Kalorienverbrauch in die Höhe. Aber deshalb gleich die Zeitung beiseitelegen oder auf ein Essen im Freundeskreis verzichten?

Die Gesellschaft von sympathischen Menschen verführt dazu, länger am Tisch zu verweilen. Man spaßt, man redet. Man bleibt sitzen, bis alle fertig sind. Währenddessen nimmt man sich noch ein bisschen Salat, noch ein Brötchen oder gleich einen kompletten Nachschlag. Laut Statistik isst man in Gesellschaft eines anderen Menschen etwa 35 Prozent mehr, als man es allein tun würde. Mit sieben oder mehr Tischgenossen isst man, glaubt man wissenschaftlichen Studien, beinahe doppelt so viel. Wansink rät, als Letzter mit dem Essen anzufangen oder sich am langsamsten Esser der Runde zu orientieren.

Schwieriger wird die Selbstkontrolle, wenn einem gar nicht erst bewusst wird, dass die Verführungskunst am Werke ist, zum Beispiel im Supermarkt. Wer freut sich nicht über ein Schnäppchen? Ein riesiges Angebot und günstige Großpackungen erzeugen zunächst die Versuchung, zu viel auszugeben, sogar für Dinge, die wir eigentlich nicht brauchen, sagt Wansink. Der wahre Fluch des Großeinkaufs aber offenbart sich erst zu Hause. Versuche haben gezeigt, dass der Vorrat im Haus dazu verführt, in den ersten sieben Tagen nach dem Einkauf deutlich mehr zu essen. Erst wenn das Interesse nachlässt, verschwinden bestimmte Lebensmittel hinten im Schrank.

Schnäppchen lohnen sich also in den meisten Fällen weder finanziell, noch tun sie der Figur des Einkäufers einen Gefallen. Wansink rät uns daher, um Schnäppchen einen großen Bogen zu machen oder die eingekauften Großpakete von vornherein in Rationen einzuteilen. Geöffnete Packungen Chips oder Schokolade etwa sollte man gut wiederverschließen und so aufbewahren, dass man sie nur mit Aufwand erreichen kann. Nichts ist verführerischer, als am Schreibtisch ständig vor einer angebrochenen Schachtel Pralinen zu sitzen.

Wansink präsentiert dem Leser häppchenweise, was er und seine Kollegen in jahrelanger Kleinstarbeit rund ums Essen herausgefunden haben. Mit Humor stellt er zahlreiche Studien vor, die die Psychologie hinter der Nahrungsaufnahme beschreiben. Nebenbei erfährt der Leser viele interessante Fakten, Anekdoten und Tipps zum Thema Abnehmen. Darüber hinaus räumt der Ernährungsspezialist mit Mythen und Falschinformationen rund ums Essen auf. Leichte Kost ist das Buch dennoch nicht. Allzu oft hält sich Wansink zu sehr an die wissenschaftliche Primärliteratur - für manch einen wohl zu viel des Guten. Für diejenigen aber, die an psychologischer Forschung interessiert sind, wird das Buch Appetit auf mehr wecken. "Essen ohne Sinn und Verstand" erklärt, warum wir mehr essen, als wir denken.

ANNE BOGDANSKI

Brian Wansink: "Essen ohne Sinn und Verstand". Wie die Lebensmittelindustrie uns manipuliert. Aus dem Amerikanischen von Sonja Hauser. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2008. 213 S., br., 17,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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11.02.2008, Bild Vorsicht, Essfallen -- "Brian Wansink enthüllt die heimlichen Dickmacher - von XXL-Packungen bis zu Musik und bunten Farben."

20.02.2008, Deutschlandradio Kultur Unbewusste Essensmuster -- "Amüsant und aufschlussreich."

01.03.2008, Emotion Die geheimen Verführer -- "Wansink erklärt, wie wir bewusstes Essverhalten trainieren können."

07.03.2008, Frankfurter Allgemeine Zeitung Vorsicht, Schnäppchen! -- "Wansink präsentiert dem Leser häppchenweise, was er und seine Kollegen in jahrelanger Kleinstarbeit rund ums Essen herausgefunden haben. Mit Humor stellt er zahlreiche Studien vor, die die Psychologie hinter der Nahrungsaufnahme beschreiben. Nebenbei erfährt der Leser viele interessante Fakten, Anekdoten und Tipps zum Thema Abnehmen."

11.03.2008, Frankfurter Rundschau Das große Fressen -- "Ernährungsforscher Brian Wansink hat über Jahre Essgewohnheiten analysiert und hilfreiche Schlüsse gezogen."

02.04.2008, Stern Gesund leben Wider die Verführung -- "Damit der Leser den Verstand auch beim Essen wieder einschaltet, berichtet Wansink kurzweilig aus 20 Jahren Forschung zur Ernährung."