Die Macht des Charlatans - de Francesco, Grete
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Produktdetails
  • Die Andere Bibliothek 434
  • Verlag: AB - Die Andere Bibliothek
  • Artikelnr. des Verlages: 513/62036
  • Seitenzahl: 456
  • Erscheinungstermin: 1. März 2021
  • Deutsch
  • Abmessung: 218mm x 129mm x 32mm
  • Gewicht: 663g
  • ISBN-13: 9783847720362
  • ISBN-10: 3847720368
  • Artikelnr.: 61129312
Autorenporträt
De Francesco, Grete§Grete de Francesco, geboren als Margarethe Weissenstein 5. November 1893 in Wien, Österreich-Ungarn; gestorben Februar/März 1945 vermutlich im Konzentrationslager Ravensbrück, war eine deutschsprachige Schriftstellerin. Ihr Buch Die Macht des Charlatans aus dem Jahr 1937 gilt international als wissenschaftliches Standard- und Referenzwerk zum Thema "Scharlatanerie". Eine englische Übersetzung erfolgte 1939. Sie lebte abwechselnd in Wien, Berlin und Salzburg, während des Exils in Paris und zuletzt in Mailand, das seit September 1943 unter deutscher Besatzung stand. Sie wurde bespitzelt und suchte 1943 Zuflucht in oberitalienischen Bergdörfern, auch verbarg sie sich mehrere Monate in einem Irrenhaus für Frauen. Sie kehrte dann aber doch wieder in ihre Mailänder Wohnung zurück, wo sie am 24. Oktober 1944 von der SS verhaftet wurde. Über das Durchgangslager in Gries bei Bozen wurde sie schließlich am 14. Dezember 1944 in das KZ Ravensbrück deportiert, wo Margarethe (Margherita) de Francesco vermutlich im Februar 1945 umgebracht wurde.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Dieses Buch ist nicht nur Studie nach Art einer phänomenologisch arbeitenden Soziologie, es ist vor allem eine Wiederentdeckung, und es ist - so weit das möglich ist - eine posthume Wiedergutmachung für eine heute vergessene Autorin, schreibt der rezensierende Jurist Peter Rawert. Sie war einst eine prominente Journalistin, geboren als Margarethe Emilie Weissenstein in Wien. Ihren italienischen Namen bekam sie durch Heirat in Italien. Dor fiel sie auch in die Hände der Nazis, die sie in Ravensbrück ermordeten, erzählt Rawert. Das Buch ist inspiriert von Thomas Manns "Mario und der Zauberer". Aber es diszipliniert sich, schreibt der bewundernde Rezensent, sucht nicht vorschnell nach aktuellen Parallelen, sondern erarbeitet an historischen Figuren eine Typologie der Scharlatanerie. Gerade durch seine historische Akkuratesse liest es sich für den Rezensenten so instruktiv. Bestimmte Züge der Scharlatane erkennt man auch ohne Benennung als aktuelle, etwa dass der Scharlatan von der Hoffnung seiner Opfer lebe oder dass er Kritik hasse. Eine nachdrückliche Leseempfehlung!


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