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Wenn der Staat DDR kritisiert wird, fühlen sich oft auch die Menschen kritisiert, die in ihm gelebt haben. Das macht Gespräche innerhalb von Familien über ihr Leben in der DDR so schwierig. Viele schweigen bis heute, doch in ihrem Schweigen wächst die Wut.Auf Initiative der Filmemacherinnen Sabine Michel und Dörte Grimm wagen Kinder und Eltern aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen erstmals eine Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. Diese Gespräche ermutigen, neu und ohne Vorwürfe miteinander ins Gespräch zu kommen. Zugleich helfen sie, aktuelle politische Entwicklungen in…mehr

Produktbeschreibung
Wenn der Staat DDR kritisiert wird, fühlen sich oft auch die Menschen kritisiert, die in ihm gelebt haben. Das macht Gespräche innerhalb von Familien über ihr Leben in der DDR so schwierig. Viele schweigen bis heute, doch in ihrem Schweigen wächst die Wut.Auf Initiative der Filmemacherinnen Sabine Michel und Dörte Grimm wagen Kinder und Eltern aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen erstmals eine Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte. Diese Gespräche ermutigen, neu und ohne Vorwürfe miteinander ins Gespräch zu kommen. Zugleich helfen sie, aktuelle politische Entwicklungen in Ostdeutschland anders und besser zu verstehen, in dem sie den Blick öffnen für die Spätfolgen des Lebens in insgesamt drei politischen Systemen.»Die DDR ist schon ziemlich lange tot, aber in den Familien ist sie lebendig - und das tritt in diesem Buch in aller Offenheit, aller dokumentarischen Genauigkeit, aller Zartheit zu tage.Hier trauen sich Familien an Themen heran, denen sie lange lieber aus dem Weg gegangen sind: Kinder an Fragen, Eltern an Antworten. Die Zusammenhänge mit den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten dreißig Jahre liegen offen vor dem Leser.Wieviel mehr Gespräche dieser Art noch nötig sind, auch das zeigt dieses Buch. Hier werden keine Urteile gefällt, Unfertiges wird stehen gelassen. Genau diese Komplexität brauchen wir im Nachdenken über Gestern, Heute, Morgen in Deutschland.Corinna Harfouch»Mit bewundernswertem Geschick gelingt es den Autorinnen, verdrängte Konflikte freizulegen.«Knut Elstermann»Spätestens nach der Lektüre dieses Buchs ist klar, die Ostdeutschen sind keine homogene Masse. Im Gegenteil - ihre Lebenswege sind vielschichtig und niemals langweilig.«Jana Simon»Ein wichtiges, ein überfälliges Buch.«Anja Maier »In zehn Jahren wird die DDR so lange verschwunden sein, wie sie existierte. Und immer noch scheint es, als habe das Gespräch zwischen den Generationen gerade erst angefangen.«Annett GröschnerMit Fotografien von Ute Mahler / OSTKREUZ
  • Produktdetails
  • Verlag: Be.Bra Verlag
  • Artikelnr. des Verlages: 179
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 200
  • Erscheinungstermin: 5. August 2020
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 137mm x 20mm
  • Gewicht: 277g
  • ISBN-13: 9783898091794
  • ISBN-10: 3898091791
  • Artikelnr.: 59397870
Autorenporträt
Sabine Michel, geboren 1971 in Dresden, ging 1990 - mit dem letzten Ost-Abitur - nach Paris und studierte später Filmregie in Potsdam/Babelsberg. Ihr Kurzfilm »Hinten scheißt die Ente« führte als Publikumserfolg 2005 zu ihrem ersten Langspielfilm »Nimm dir dein Leben«. Seitdem arbeitet die Adolf- Grimme-Preisträgerin für Kino und Fernsehen und am Theater.Dörte Grimm, geboren 1978 in Pritzwalk, studierte Publizistik, Geschichte und Ethnologie in Berlin. Seit 2008 arbeitet sie als Autorin und Filmemacherin. Sie schreibt Kinderbücher, dreht Dokumentarfilme und arbeitet für das Fernsehen. Seit 2015 engagiert sie sich im Verein Perspektive hoch drei / Dritte Generation Ostdeutschland.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Viktoria Großmann wird das Gefühl nicht los, dass die Dokumentarfilmerinnen Dörte Grimm und Sabine Michel eher Trennendes vertiefen als Verbindendes hervorheben in ihren Gesprächen mit Wendekindern und ihren Eltern. Schon der Umstand, dass die Gesprächsteilnehmer anonym bleiben, "als seien sie Geheimnisträger", fällt Großmann störend auf. Und dass sich Lehrerin und Stasi-Vater, Reichsbürgerin und Schuldirektorin uneins sind, wie die Gespräche offenbaren, möchte die Rezensentin nicht allzu spezifisch transformationsbiografisch deuten, dergleichen passiert auch im Westen, meint sie. Als Beitrag der Erinnerung an Trabi und Wochenkrippe taugt der Band laut Rezensentin aber immer noch besser als der Film mit dem ähnlich lautenden Titel.

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