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In einem Dorf ereignet sich einmal eine eigenartige Geschichte: Mit Freude und Eifer schaffen die Kinder aus dem ersten Schnee des Winters den größten Schneemann, den sie sich denken können, und schmücken ihn mit Hut und Schal. Doch kaum ist der Schneemann gebaut, wandelt er sein Gesicht. Er ist nicht etwa dankbar, dass er von den Dorfbewohnern geschaffen wurde, sondern will nun das Sagen haben. Er schreit und verlangt nach Bewachern und Eiswürfeln, denn er will nicht schmelzen. Darf man da Nein sagen? Sogar die Frühlingssonne lässt sich vom Schneemann beeindrucken und so herrscht im Dorf…mehr

Produktbeschreibung
In einem Dorf ereignet sich einmal eine eigenartige Geschichte: Mit Freude und Eifer schaffen die Kinder aus dem ersten Schnee des Winters den größten Schneemann, den sie sich denken können, und schmücken ihn mit Hut und Schal.
Doch kaum ist der Schneemann gebaut, wandelt er sein Gesicht. Er ist nicht etwa dankbar, dass er von den Dorfbewohnern geschaffen wurde, sondern will nun das Sagen haben. Er schreit und verlangt nach Bewachern und Eiswürfeln, denn er will nicht schmelzen. Darf man da Nein sagen? Sogar die Frühlingssonne lässt sich vom Schneemann beeindrucken und so herrscht im Dorf bittere Kälte. Es dauert, doch zu guter Letzt wird der große Schneemann doch noch schmelzen müssen. Wie gut, dass sich so eine Geschichte nicht wiederholten wird!
  • Produktdetails
  • Verlag: Baobab Books
  • Originaltitel: What if the Snowman Won't Melt?
  • Seitenzahl: 32
  • Altersempfehlung: ab 5 Jahren
  • Erscheinungstermin: 1. Februar 2013
  • Deutsch, Persisch
  • Abmessung: 294mm x 220mm x 10mm
  • Gewicht: 331g
  • ISBN-13: 9783905804478
  • ISBN-10: 3905804476
  • Artikelnr.: 36965916
Autorenporträt
Seyyed Ali Shodjaie wurde 1983 im Iran geboren. Er hat ein Studium als Wirtschaftsingenieur absolviert und als freier Autor Artikel und Bücher veröffentlicht. Er ist heute stellvertretender Leiter des Verlages Neyestan in Teheran. Der große Schneemann ist sein erstes Kinderbuch, es ist 2010 im Iran erschienen.Elahe Taherian wurde 1979 im Iran geboren. Sie hat in Teheran Kunst und Illustration studiert. Seit 2006 hat sie sieben Kinder- und Jugendbücher illustriert und in dieser Zeit zwei iranische Auszeichnungen erhalten. Zudem hat sie an zahlreichen Kunstausstellungen mitgewirkt. Elahe Taherian lebt in Teheran.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 21.03.2014

Bau mir einen Baldachin
Dieses deutsch-persische Bilderbuch erzählt auf behutsame
und poetische Weise vom Sieg über den Tyrannen
VON REGINA RIEPE
Ein Bilderbuch, das sowohl politisch als auch poetisch ist und das man von hinten nach vorne liest, dazu noch in deutsch und persisch geschrieben, solch ein Buch ist eine Überraschung auf dem deutschen Büchermarkt! Mit zarten, sparsamen und dabei durchaus kindgerechten Zeichnungen erzählt es eine märchenhafte Wintergeschichte. Die Kinder eines Dorfes machen sich daran, einen Schneemann zu bauen. Besonders groß und schön soll er werden! Jungen und Mädchen arbeiten Hand in Hand und strengen sich mächtig an. Sie opfern sogar den Stock des Großvaters und den Hut des Dorfvorstehers für ihren prächtigen Schneemann. Wie stolz sie sind, als er endlich fertig ist!
  Das passiert jedes Jahr an unzähligen Orten der Welt, doch hier geschieht am nächsten Morgen etwas Seltsames: Der Schneemann beginnt zu reden, nein vielmehr herumzubrüllen. Es passt ihm nicht, dass die Krähen so laut krächzen, während er noch geschlafen hat. Und die verblüfften Dorfbewohner werden sofort herumkommandiert: Bringt mir Eiswürfel, fächele mir kalte Luft zu, bau mir einen Baldachin. Erstaunlicherweise befolgen alle die Befehle des herrischen Schneemanns, Kinder wie Erwachsene! Mit jedem Tag wird der Schneemann dreister. Er fordert Wachen, die ganze Nacht lang, damit ihm kein Hund zu nahe kommt. Vielleicht würde er ja den Schneemann respektlos anpinkeln. Die Tyrannei dauert Wochen, keiner wehrt sich. Doch bald wird der Winter zu Ende gehen und die Sonne vorbeischauen. Sie wird dem Spuk ein Ende bereiten – meinen die Leser. Doch es geschieht das Unglaubliche, der Schneemann jagt die Sonne davon und behauptet, die Menschen wollen es so. Es soll immer Winter bleiben. Und die Dorfbewohner ducken sich und geben dem herrischen Schneemann recht. Die Sonne verschwindet enttäuscht hinter den Wolken und lässt sich ein ganzes Jahr lang nicht mehr sehen.
  Wie gut, dass alles nur ein Märchen ist! Am Ende kehrt die Sonne nämlich doch zurück und befreit die Menschen von ihrem tyrannischen Schneemann und dem ewigen Winter.
  Beim Vorlesen und Anschauen des Buches werden kleine Kinder ihre Freude haben an dieser verrückten Welt, wo ein Schneemann zum Herrscher wird. Die Frage, warum sich die Menschen eigentlich nicht wehren und stattdessen auch noch die warme, hilfreiche Sonne verjagen, wird zu manch nachdenklichem Gespräch führen. Kinder philosophieren gerne – und Erwachsene denken an viele aktuelle politische Ereignisse. Manchmal leben wir in einer verkehrten Welt! Das führt uns das Buch auch durch seine Form vor Augen. Es wird – wie im Persischen üblich – von hinten nach vorne gelesen und es gibt darin auch Buchstaben, die ganz anders aussehen als unsere und dabei wunderschön anzusehen sind. (ab 4 Jahre)
Seyyed Ali Shodjaie : Der große Schneemann – ein Bilderbuch aus dem Iran. Mit Illustrationen von Elahe Taherian. Baobab Books. Basel 2013. 32 Seiten, 15,95 Euro.
Ein Lehrstück in politischem Optimismus, denn die Sonne wird den Schneemann besiegen:   Illustration aus Seyyed Ali Shodjaie und Elahe TaheriaN: Der Grosse Schneemann
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Ganz hingerissen ist Regina Riepe von diesem deutsch-persischen Buch, dessen Geschichte so poetisch wie hintergründig ist: In einem Dorf bauen die Jungen und mädchen im Winter zusammen einen Schneemann, der nur am Anfang freudig bewundert wird, dann aber ein sehr tyrannisches Wesen entfaltet, dem sich alle Menschen im Dorf geradezu willenlos unterwerfen: Selbst die Sonne verjagen sie, die sie doch befreien würde. Aber am Ende geht die Geschichte doch gut aus, verspricht die Rezensentin, die nicht nur an den schönen Zeichnungen ihre Freude hatte, sonden auch an der Zweisprachigkeit, den persischen Schriftzeichen und daran, dass man das Buch von hinten nach vorn lesen muss.

© Perlentaucher Medien GmbH