Der frühe Basler Buchdruck - Haegen, Pierre L. van der
    Buch mit Leinen-Einband

"Die Universitätsbibliothek Basel pflegt seit 1979 eine eigene Reihe von Publikationen, in der bisher 26 Werke erschienen sind. Sie alle sind in der einen oder anderen Form den Beständen der Bibliothek gewidmet, meist sind es Kataloge besonders wertvollen Materials und von Ausstellungen. Die Publikationen, welche die UB selber hergestellt und vertrieben hat, sollen weitergeführt und durch elektronische Medien ergänzt werden. Für Bücher, welche eine bessere Ausstattung und weitere Verbreitung verdienen, sind sie allerdings nicht geeignet. Deshalb eröffnen wir nun in Zusammenarbeit mit dem…mehr

Produktbeschreibung
"Die Universitätsbibliothek Basel pflegt seit 1979 eine eigene Reihe von Publikationen, in der bisher 26 Werke erschienen sind. Sie alle sind in der einen oder anderen Form den Beständen der Bibliothek gewidmet, meist sind es Kataloge besonders wertvollen Materials und von Ausstellungen. Die Publikationen, welche die UB selber hergestellt und vertrieben hat, sollen weitergeführt und durch elektronische Medien ergänzt werden. Für Bücher, welche eine bessere Ausstattung und weitere Verbreitung verdienen, sind sie allerdings nicht geeignet. Deshalb eröffnen wir nun in Zusammenarbeit mit dem Verlag Schwabe die Schriften der Universitätsbibliothek Basel, in denen nicht nur Werke aus dem eigenen Hause erscheinen sollen, sondern auch Arbeiten von Benutzerinnen und Benutzern, welche sich intensiv mit Teilbeständen der Universitätsbibliothek und dem Basler Buchdruck befassen. Es gehört zum Leistungsauftrag der Universitätsbibliothek, die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit ihren Sammlungen anzuregen und attraktive Möglichkeiten der Publikation von wissenschaftlichen Arbeiten zu schaffen. Dies scheint uns ein geeigneter Weg dazu zu sein." (Hannes Hug, Direktor der Universitätsbibliothek Basel)

Band 5:
Basel gehört zu den frühesten und wichtigsten Druckerstädten des 15. Jahrhunderts: Die Frage, warum sich der Buchdruck in Basel so früh etablieren und zu einem Exportgewerbe europäischer Geltung entwickeln konnte, hat P. Van der Hagen viele Jahre beschäftigt. In den vorliegenden wirtschaftlichen, sozio-politischen und informationssystematischen Untersuchungen zeigt er nicht nur, welche rational-objektiven Standortfaktoren die Ansiedlung von Druckern begünstigten, sondern beurteilt auch die Bedeutung subjektiv-zufälliger Kriterien. Als ökonomische Standortfaktoren werden das Absatz-, das Finanzierungs, das Transport- und das Verteilpotential, aber auch die Bedeutung der vorgelagerten Produktion berücksichtigt. In soziopolitischer Hinsicht werden die Vor- und Nachteile von Basel als Zunft-, als Bischofs- und als Universitätsstadt gewürdigt. Dabei wird deutlich, dass Basel zwar nicht in jedem Punkt optimale Voraussetzungen bot, dass sein Aufstieg zu einer der bedeutendsten Druckerstädte aber keineswegs von ungefähr kam. Vom selben Autor ist als Band 1 der Reihe auch Basler Wiegendrucke. Verzeichnis der in Basel gedruckten Inkunabeln mit ausführlicher Beschreibung der in der Universitätsbibliothek Basel vorhandenen Exemplare erschienen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Verlag Schwabe
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783796510908
  • ISBN-10: 3796510906
  • Artikelnr.: 24767304
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Warum erlebte der Buchdruck ausgerechnet in Basel eine frühe Blüte, lautet Thomas Maissen zufolge die Fragestellung dieser Studie. Die Antwort des Autors verbleibe leider etwas im Spekulativen, meint der Rezensent, auch wenn Van der Haegens Untersuchung einen "reizvollen Blick auf das mittelalterliche Basel" erlaube. Maissens Unzufriedenheit rührt vor allem daher, dass sich der Autor ausschließlich auf ältere Sekundärliteratur bezogen und auf ein eigenes Quellenstudium verzichtet hat. In diesem Fall aber hätte der Autor das Thema eher vergleichend angehen müssen, findet Maissen: warum entstand das Buchgewerbe in anderen, ähnlich strukturierten Städten erst später, fragt er weiter. Darauf liefert ihm Van der Haegen keine Antwort. Kriterien wie gute geografische und wirtschaftliche Lage, Aufhebung der Zunftschranken, liberale Politik galten auch für andere Städte am Oberrhein. Auch wenn der Autor verschiedene Handlungslogiken der spätmittelalterlichen und unserer rationell-ökonomischen Gesellschaft heute gelten lasse, so ist das Thema Maissen zufolge noch nicht ausschöpfend behandelt und erfasst worden.

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