De Schimmelrieder - Wulf, Thomas-Michael
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In der Novelle "Der Schimmelreiter" schildert Storm in eindrücklichen Bildern den Kampf der Menschen an den Küsten Nordfrieslands gegen die Naturgewalten, vor denen sie sich mit überliefertem Wissen und Aberglauben zu schützen suchen. Diese scheinen im Kontrast zu den innovativen Deichplanungen des Außenseiters Hauke Haien zu stehen. Mystisches und Unheimliches stehen gegen Wissenschaft und Aufklärung. Beide Seiten sind jedoch von einer tiefempfundenen und unerschütterlichen Religiosität durchdrungen, die nichts dem Zufall zuschreibt: Alles ist Bestimmung, sei es durch Gottes Wille oder durch…mehr

Produktbeschreibung
In der Novelle "Der Schimmelreiter" schildert Storm in eindrücklichen Bildern den Kampf der Menschen an den Küsten Nordfrieslands gegen die Naturgewalten, vor denen sie sich mit überliefertem Wissen und Aberglauben zu schützen suchen. Diese scheinen im Kontrast zu den innovativen Deichplanungen des Außenseiters Hauke Haien zu stehen. Mystisches und Unheimliches stehen gegen Wissenschaft und Aufklärung. Beide Seiten sind jedoch von einer tiefempfundenen und unerschütterlichen Religiosität durchdrungen, die nichts dem Zufall zuschreibt: Alles ist Bestimmung, sei es durch Gottes Wille oder durch Menschenhand.
Theodor Storm gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Literaturströmung des Realismus. Diese versucht, ein möglichst genaues Abbild aller Erscheinungsformen der Wirklichkeit zu schaffen. Dazu gehört auch die Sprache der literarischen Figuren. In der Literaturepoche des Realismus war es jedoch nicht üblich, mundartliche Aspekte zu berücksichtigen. Storm musste das als einschränkend empfunden haben. Er war deshalb von dem Erfolg des Buches "Quickborn" von Klaus Groth, das in plattdeutscher Sprache geschrieben wurde, begeistert, wie ein Schriftwechsel zwischen beiden zeigt.
Seine Geschichte vom Schimmelreiter ist so norddeutsch wie kaum eine andere und hätte somit unbedingt auch in der niederdeutschen Sprache geschrieben werden müssen. Storm tat dieses aus verschiedenen Gründen nicht. Einen davon benennt er in einem Brief aus dem Jahre 1853 an Klaus Groth, wonach er sich nicht sicher genug in der plattdeutschen Sprache bewegen zu können glaubte. Vermutlich aber überraschte ihn die plötzlich zur Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzende Renaissance des Niederdeutschen als Literatursprache. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sich längst als hochdeutscher Schriftsteller einen Namen gemacht.
Die Novelle "Der Schimmelreiter" ist vor ihrem kulturellen und landschaftlichen Hintergrund geradezu prädestiniert, nunmehr in einer plattdeutschen Übersetzung zu erscheinen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Epubli
  • Seitenzahl: 248
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 125mm x 15mm
  • Gewicht: 295g
  • ISBN-13: 9783746712581
  • ISBN-10: 3746712580
  • Artikelnr.: 52069878
Autorenporträt
Wulf, Thomas-Michael
Thomas-Michael Wulf wurde in Rostock geboren. Das Engagement seiner Eltern als Opernsänger an verschiedenen Theatern brachte einen häufigen Wohnortwechsel mit sich. Die Schule besuchte er in Nordhausen am Harz. Nach Grundwehrdienst und Ausbildung zum Vermessungstechniker zog es ihn beruflich zurück nach Rostock und später familiär nach Ludwigslust, wo er noch heute lebt. Das Interesse an der norddeutschen Kultur, Geschichte und Sprache wurde bereits durch den Vater geweckt, der der Niederdeutschen Bühne in Rostock nahe stand. Mit der Übersetzung von "großer Literatur" ins Plattdeutsche möchte er einen Beitrag zum Erhalt der plattdeutschen Sprache leisten und zeigen, dass diese Sprache die Facetten des Lebens in Lyrik und Prosa nicht nur humorvoll, sondern auch tiefgründig beschreiben kann.