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Buster "Rant" Casey ist schon als Kind ein Außenseiter: Von den Spielen Gleichaltriger gelangweilt, sucht er das Abenteuer in der Wildnis rund um seine kleine Heimatstadt. Auf endlosen Streifzügen jagt er nach giftigen Schlangen, Spinnen und Skorpionen, um sich von den Tieren beißen oder stechen zu lassen. Er liebt es, das Gift in seinem Körper zu spüren und dabei jedes Mal dem Tod ins Auge zu sehen. Doch statt zu sterben, erkrankt Rant lediglich an Tollwut. In der Stadt findet er schließlich eine neue Herausforderung: Rant schließt sich einer Gruppe von "party crashern" an, einer losen Clique…mehr

Produktbeschreibung
Buster "Rant" Casey ist schon als Kind ein Außenseiter: Von den Spielen Gleichaltriger gelangweilt, sucht er das Abenteuer in der Wildnis rund um seine kleine Heimatstadt. Auf endlosen Streifzügen jagt er nach giftigen Schlangen, Spinnen und Skorpionen, um sich von den Tieren beißen oder stechen zu lassen. Er liebt es, das Gift in seinem Körper zu spüren und dabei jedes Mal dem Tod ins Auge zu sehen. Doch statt zu sterben, erkrankt Rant lediglich an Tollwut. In der Stadt findet er schließlich eine neue Herausforderung: Rant schließt sich einer Gruppe von "party crashern" an, einer losen Clique junger Leute, die sich gegenseitig Verfolgungsjagden mit dem Auto liefern und dabei lebensgefährliche Unfälle verursachen. Diesen Tanz mit dem Tod beherrscht Rant bald wie kein anderer. Schnell steigt er zum Anführer der Gruppe auf, verehrt als "Engel des Todes". Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen: Mit Buster "Rant" Casey hat der Held aus "Fight Club" einen würdigen Nachfolger gefunden.
Autorenporträt
Der amerikanische Autor Chuck Palahniuk, geb. 1962, träumte lange davon, Schriftsteller zu werden. Doch erst ein persönlicher Einschnitt in seinem Leben gab ihm schließlich den Impuls, seinen Traum zu verwirklichen. Seit seinem Überraschungserfolg 'Fight Club' genießt Palahniuk nicht nur bei zahlreichen Lesern Kultstatus, er hat sich mit seinen folgenden Romanen auch in die Riege amerikanischer Bestsellerautoren geschrieben. Chuck Palahniuk lebt in Portland, Oregon.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Geradezu euphorisch schwurbelnd bespricht Albert Ostermaier das jüngste Werk seines amerikanischen Schriftstellerkollegen. Chuck Palahniuk habe ein "Neues Testament", "apokalyptische Apokryphen für die Vereinigten Staaten von Armageddon" verfasst und uns Leser mit diesem Buch mit "zu einem Crashkurs der nahen Zukunft" genommen. Es ist nicht ganz leicht, aus Ostermaiers überschwänglichem Metapherndonner so etwas wie substanzielle Aussagen über den Roman zu filtern. Es scheint um einen merkwürdigen Jungen namens Rant zu gehen, um so genannte Crashpartys, in deren Folge massenweise Automobile, mitunter gar geschmückt und kostümiert, verschrottet werde. Des weiteren scheint es verstärkt auch zu Geschlechtsverkehr zu kommen, wozu Ostermaier zufolge speziell Protagonist Rant prädestiniert ist, da er nach einem Spinnenbiss vor einer Dauererektion angetrieben wird. Für Ostermaier ist dieser Rant ein Crash-Test-Dummie der Antinatur, Protagonist einer neuen Crash- und Trashreligion, hinter der sich selbstredend nur unsere westliche Wohlstandsgesellschaft verbergen kann.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Palahniuk hat mit seinem scharfen Erzählton zweifellos einen Nerv getroffen, der nicht mehr nur eine kultische Subkultur-Fraktion begeistert." Der Spiegel

"'Die Hölle, das sind die anderen', heißt es bei Jean-Paul Sartre. Bei Palahniuk ist jeder seine eigene Hölle." KulturSpiegel über "Die Kolonie"

"Seine Sätze sind Schnitte ins Fleisch Amerikas, seine Bücher sind grausam und schön, weil es erst die Schönheit ist, die das Grauen fassbar macht." Georg Diez, Die Zeit über "Die Kolonie"

"Kultautor Chuck Palahniuk sorgt für die richtig große Abendunterhaltung." taz

"'Das Kainsmal' ist jenes Geräusch, das Kinder beim Kotzen von sich geben. Dieser morbide, groteske, provozierende und manchmal auch bloß urkomische Roman ist so bekömmlich wie ein giftiger Cocktail." Tagesspiegel

"Trotz zuweilen verwirrender Verwicklungen gelingt es Palahniuk, den Leser durch seine minimalistische Sprache, seinen schwarzen Humor und nicht zuletzt seine Vorliebe für randständige Existenzen in seinen Bann zu ziehen. Provokation, Gewalt, Groteske, drei schwere Zutaten für einen außergewöhnlichen Roman mit hohem Unterhaltungswert." Abendzeitung

"Mit seinem neuen Roman 'Das Kainsmal' treibt er das dekadente Gruseln auf die Spitze." In München

"Seine Sätze sind Schnitte ins Fleisch Amerikas, seine Bücher sind grausam und schön, weil es erst die Schönheit ist, die das Grauen fassbar macht. Er ist ein großer Stilist, einer dieser nachtgesichtigen amerikanischen Mythomanen wie Edgar Allen Poe, die im Schatten kramen, weil sie wissen, dass sie nur im Dunkeln das Licht finden können. Chuck Palahniuk ist der Lee Harvey Oswald der amerikanischen Gegenwartsliteratur." Georg Diez, Die Zeit über "Die Kolonie"

"Chuck Palahniuk ist einer der plakativsten Kritiker der Mediengesellschaft. 'Die Hölle, das sind die anderen', heißt es bei Jean-Paul Sartre. Bei Palahniuk ist jeder seine eigene Hölle." KulturSpiegel über "Die Kolonie"

"Mit beißendem Sarkasmus seziert er die amerikanische Mediengesellschaft." ORF über "Die Kolonie"

"Palahniuk ist ein Könner auch der leisen Töne, weiß zuweilen mit einer fast minimalistischen Prosa zu überzeugen." Süddeutsche Zeitung

"Palahniuk ist ein Genie!" Wienerin

"Ein lobenswert unbarmherziger Autor, der Inhalt wie Form nicht nur beherrscht, sondern jedes Mal neu für sich selbst erschafft." Berliner Literaturkritik

"'Das Kainsmal' von Chuck Palahniuk ist ein starker Roman, seine destruktive Gewalt erinnert an den Erstling, allerdings hier vielschichtiger und interessanter dargestellt. Die mitunter absurden Wendungen, die Palahniuks Ideen nehmen, machen 'Das Kainsmal' zudem zu einem erzählerisch gelungenen Roman." NDR

"Die besten literarischen Sätze der vergangenen Jahre stammen aus dem Cockpit eines amerikanischen Trucks: Chuck Palahniuk zog sich gern hierher zurück, um seinen Traum von der Schriftstellerei zu verwirklichen." In seiner Oktober-Ausgabe druckt das Magazin "die besten Passagen aus zehn Jahren geschriebenen Wahnsinns." Blond Magazin

"Die Mischung aus detailliert beschriebener Kleinkaff-Banalität und explizitem Wahnsinn macht Rant Casey, den tollwütigen Bluthund in Menschengestalt, real.Und irgendwie versteht man, zumindest während der Lektüre, auch, was Palahniuk da über Wiedergeburt, Zeitreisen und ob der Sohn eigentlich auch in einer Person der Vater sein kann, schreibt. Dass man es nachher nie so wiedergeben kann, dass es schlüssig klingt, macht ihn genial - und 'Das Kainsmal' zu etwas, das das Zeug zur Fortsetzung hat." Wiener

"Ein beeindruckendes, hartes Buch, wie man es so noch nicht gelesen hat." Literaturkurier

"Einer der besten amerikanischen Gegenwartsautoren, der noch lange nicht am Ende seiner Möglichkeiten angelangt ist." literature.de

"Mosaik (...) aus detaillierten, aber morbiden Erinnerungen." dpa

"Chuck Palahniuk haut in einem Roman Stoff raus, der bei anderen für drei Bücher gereicht hätte." Kulturnews

"'Das Kainsmal" ist eine Lesegenuss für alle, die es etwas skurril mögen." Ruhr Nachrichten
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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 16.12.2007

Der fröhliche Antichrist
Chuck Palahniuk rüttelt in seinem Roman "Das Kainsmal" am spirituellen Fundament Amerikas

Und Jesus sprach: "Die Menschen denken wohl, dass ich gekommen bin, um Frieden auf die Welt zu bringen. Und sie wissen nicht, dass ich gekommen bin, um Zerwürfnisse zu bringen, Feuer, Schwert und Krieg." (Thomas-Evangelium)

Auslegung: Wir haben uns eben geirrt. Mitnichten Bergpredigt, Love & Peace, sondern Mord, Totschlag, Vergewaltigung, Genozid for ever. Nun sind es zwei Jahrtausende, seitdem sich Jehova das letzte Mal auf Erden blicken ließ. Damals vergewaltigte ein Engel mit seinen ganz speziellen Engelsmethoden eine Jungfrau. Oder eher: Sie sagte "Jaaaaaah!", nachdem er sie überredet hatte zum . . ., ja, zu was eigentlich? Jedenfalls zeugte Jehova so seinen Sohn und sich selbst zugleich (denn Sohn und Geist und Vater sind eins), zeugte mal wieder sich selbst mit seinen speziellen Jehova-Methoden. Für uns: kleinere Verschnaufpausen zwischen den Massenmorden. Die Schöpfung: Sie ist böse.

Mit dem Zitat aus dem Thomas-Evangelium und seiner schwarzgnostischen Exegese hat man das theologische Extrakt und die theologische Motivik von Kultautor Chuck Palahniuks zehntem Roman "Das Kainsmal". All seine Bücher und auch der neue Thriller repräsentieren so etwas wie populäre, schwarze Gnosis. Gnosis nennt man die Lehre von der Schöpfung durch einen bösen Gott und die Möglichkeit der Erlösung davon durch spirituelle Erkenntnis. Die schwarze Gnosis Palahniuks trifft ins Mark der Vereinigten Staaten, weil diese nach Palahniuk selbst eine - allerdings verunglückte - Form der Gnosis repräsentieren, eingerastet in der Endlosschleife der unerschütterbaren Erkenntnis von der eigenen Erwähltheit.

In der amerikanischen Originalausgabe trägt das Buch als Titel einfach den Spitznamen der Hauptfigur, "Rant" - ein erfundener Name, der das Geräusch nachahmen soll, das entsteht, wenn sich menschliche Wesen übergeben. Beim Titel "Das Kainsmal" soll man offenbar an Theo-Thriller wie "Sakrileg" oder "Illuminati" denken, aber mit Dan Browns spirituellen Bestseller-Schinken hat "Rant" allenfalls den Hang zur Verschwörungstheorie gemein. Sprachlich und in seiner geradezu europäischen, wuchtigen Tendenz zur Negativität sollte man Palahniuk eher mit David Forster Wallace und Jonathan Lethem vergleichen. Wie in seinem Erstling "Fight Club" (1996), 1999 von David Finsher mit Brad Pitt virtuos zum Kultfilm gemacht, geht es um schräge Sekten, existentielle Extremzustände, Verschwörungstheorien und um die fäkalen Seiten der Schöpfung. Könnte man sich fightclubmäßig mit einer ganzen Nation auf einmal prügeln - man müsste Palahniuk dabei ein enormes Durchhaltevermögen und massive Schlagkraft bescheinigen. Die härtesten Antiamerikaner leben eben immer noch in den Vereinigten Staaten - und der literarische Anarchismus Palahniuks repräsentiert eindrucksvoll ein so ganz anderes Amerika.

Küsse und Bisse

Rant Casey ist eine charismatische Ausnahmeerscheinung in der bigotten Kleinstadt Middleton - der Roman spielt ein paar Jahrzehnte in der Zukunft. Er wird als Kind von einer Giftspinne, einer Schwarzen Witwe, gebissen, überlebt und findet Gefallen an den drogenartigen Vergiftungserscheinungen. So probiert er schon als kleiner Junge die ganze Fauna seiner Heimatlandschaft durch und lässt sich von allem beißen, was Giftzähne hat. Stundenlang liegt er auf dem Steppenboden und steckt seinen Arm in irgendwelche Erdlöcher und wartet auf die Klapperschlange, die ihn beißt und ihm wieder den ersehnten Kick verschafft. Seine Unterarme bilden bald eine ganze Kollektion von Giftzahnnarben.

Wie Jesus verfügt Rant schon als Kind über übermenschliche Kräfte. Er hat eine Nase, mit der er am Geruch eines Menschen darauf zurückschließen kann, was dieser vor zwei Tagen zum Frühstück gegessen hat oder dass er mit Hepatitis infiziert ist. Wie eine Satansbratenversion des kleinen Nicks organisiert Rant Kinderstreiche der unkonventionellen Art, versteckt faule Eier im Rasen vor seinem Elternhaus, so dass der Rasenmäher ein bestialisch stinkendes Armageddon verursacht. Er infiziert sich absichtlich mit Tollwut und steckt absichtlich Mitbürger an, so dass es in Middleton bald eine Epidemie gibt. Wie bei Tom Sawyer findet Rant einen Goldschatz mit Dollars aus dem 19. Jahrhundert, verteilt das Geld mit vollen Händen unter den Kindern Middletons, so dass in der Kleinstadt eine veritable Inflation entsteht. Palahniuks Helden haben Geld, aber sie verachten es. Geld ist bei Palahniuk der Mehltau, der über dem ganzen Land, der ganzen Welt liegt.

Kaum volljährig und mit Führerschein ausgestattet, organisiert Rant sogenannte Crash-Partys, bei denen Jugendliche mit meist gestohlenen Autos absichtlich Unfälle herbeiführen. Man gibt per SMS ein Erkennungszeichen durch, zum Beispiel eine alte Matratze, die auf dem Autodach festgebunden wird, und schon geht es los zu martialischen Verfolgungsfahrten mit Kickgarantie. Diese Crash-Partys sind nur vorgeblich suizidal, sie laufen nach strengen Regeln ab, es gibt Fouls und Sanktionen bei Verstößen. Den Party-Crashern kommt es auf den Moment an, in dem sie während und nach dem Rammen der Autos "sich selbst" spüren, die nackte blutende und spuckende Existenz, ein Vorschein der Erleuchtung.

Ein Alteuropäer würde sagen: Im Vorlauf auf den Tod spürt der Existierende das Sein. Gemeint ist die mystische Erfahrung der nicht geradlinigen, sondern schleifenförmigen Zeit: "Das ist wie ein Geschenk, wenn einer dich anfährt. Man klettert zitternd und geschockt aus dem Auto. Wie ein Baby, das gerade geboren wird. Verstehen Sie?", sagt einer der Party-Crasher. Wie beim Meditieren soll das Gehirn in einer bestimmten Frequenz zum Schwingen gebracht werden.

Guru und Jünger

Rant zieht in die nahegelegene, namenlose Großstadt und fängt ein neues Leben als Kammerjäger an. Aber er lässt so manches Kriechtier leben, um es in seine Wohnung umzusiedeln, wo er sich nach Feierabend genüsslich beißen lässt. Seine Freundin Echo hat einen verkrüppelten Arm und verdient ihr Geld - das ihr Rant genauso gut schenken könnte, denn es ist genug da - mit Prostitution, auch eine der "existentiellen" Tätigkeiten, die Rants "Jünger" ausüben.

Der Roman hat eine eigenartige, aber gelungene Erzählstruktur. Der Autor nennt sein Buch im Untertitel "An Oral Biography". Fast sechzig Figuren, für die es eigens einen Index gibt, erzählen nach dem Tod der Hauptfigur das Leben Buster "Rant" Caseys. So entwickelt sich, je mehr man über Rant erfährt, eine Faszination und schließlich eine atemberaubende Spannung. Die verschiedenen Tonlagen der Sprecher zeigen virtuos die stilistische Wandlungsfähigkeit des Autors. Auch die Aphorismen Rants, die von den Party-Crashern wie durch die Jünger Jesu überliefert werden, haben bald nichts Altkluges mehr, sondern können sich auf dem Hintergrund der apokryphen Jesus-Überlieferung hören lassen: "Was, wenn die Wirklichkeit auch nur eine Krankheit ist?"

In der nahen Zukunft, in der die Lebensgeschichte Rants angesiedelt ist, hat man Bücher und CDs durch das sogenannte Boosten ersetzt. Die Menschen haben elektronische Geräte im Nacken, mit denen Computerdateien direkt ins vegetative Nervensystem eingespeist werden - das Opium fürs Volk des 21. Jahrhunderts. Nur: Bei Tollwutinfektion funktionieren diese Dinger nicht mehr - und so wird der Tollwutvirus zu mehr als einer bloßen Metapher der Befreiung.

Chuck Palahniuk, der früher auf Lesungen gerne mal einen abgerissenen Splatterfilm-Arm ins Publikum gab und sich damit rühmt, dass der eine oder andere seiner Zuhörer schon mal vor Ekel das Bewusstsein verloren habe, dreht gegen Ende seines Romans mächtig auf, und es beginnt, so viel sei verraten, eine Verfolgungsjagd durch die Zeit, in deren Verlauf sich herausstellt, dass Rant - wie Jehova - sein eigener Vater ist. Nicht nur das, sondern auch sein eigener Groß- und Urgroßvater. Natürlich wird eine Jungfrau vergewaltigt von einem Unsterblichen, und die Unterarme Rants haben den Wiedererkennungswert wie die Wundmale des Herrn.

Was soll all diese neugnostische Blasphemie im "Kainsmal"? Wenn Rant einen Orgasmus hat oder beim Party-Crashen gerammt wurde, pflegt er auszurufen: "So sollte man sich in der Kirche fühlen!" Es geht Palahniuk um das Durchbrechen von ruhigstellender, somatisierender Zivilisation zugunsten eines "anderen Zustands" - es geht Palahniuk um das, was die Theologen die natürliche Religion nennen. Nur wenn eine Institution anarchisch ist, kann sie "befreien", sobald die Regeln des Alltags gelten, tritt spirituelle Betäubung ein.

Was ist Aufklärung anderes als hell gewordene Gnosis? Die großartige schwarze Kunst Chuck Palahniuks zeigt das Leuchten umso strahlender. Sie wird nie kitschig, weil sie immer für möglich hält, dass es sich um Irrlichter handelt. Aber haben wir Lichtwesen eine andere Wahl?

MARIUS MELLER

Chuck Palahniuk: "Das Kainsmal". Roman. Aus dem Amerikanischen von Werner Schmitz. Manhattan, München 2007, 351 Seiten, 14,95 Euro

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