Das Geheime Zusatzprotokoll zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrag vom 23. August 1939 und seine Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte von 1939 bis 1999 - Lipinsky, Jan

126,95
versandkostenfrei*
Preis in Euro, inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
Bequeme Ratenzahlung möglich!
ab 6,19 monatlich
0 °P sammeln

  • Broschiertes Buch

Jetzt bewerten

Wie kam es im Jahr 1939 zwischen Hitlers Deutschland und Stalins Sowjetunion zu dem Geheimen Zusatzprotokoll? Was beinhaltet es? Welche Seite verantwortet welchen Teil der Abmachung? Bedingte es die Sowjetisierung weiter Teile Ostmitteleuropas? Läßt sich die Echtheit des Protokolltexts zweifelsfrei nachweisen? Wer erfuhr wann und in welchem Umfang von Existenz und Inhalt des Protokolls? Welche (brisante) Rolle spielte es während des Nürnberger Prozesses und des damit einhergehenden «Dokumentenkriegs»? Inwieweit konnte die marxistisch-leninistische Historiographie es im sowjetischen…mehr

Produktbeschreibung
Wie kam es im Jahr 1939 zwischen Hitlers Deutschland und Stalins Sowjetunion zu dem Geheimen Zusatzprotokoll? Was beinhaltet es? Welche Seite verantwortet welchen Teil der Abmachung? Bedingte es die Sowjetisierung weiter Teile Ostmitteleuropas? Läßt sich die Echtheit des Protokolltexts zweifelsfrei nachweisen? Wer erfuhr wann und in welchem Umfang von Existenz und Inhalt des Protokolls? Welche (brisante) Rolle spielte es während des Nürnberger Prozesses und des damit einhergehenden «Dokumentenkriegs»? Inwieweit konnte die marxistisch-leninistische Historiographie es im sowjetischen Machtbereich totschweigen? Wie wird es bis heute bewertet? Welche Erkenntnisse brachte speziell die Geschichts- und Neubewertungsdiskussion im ehemals sowjetisch beherrschten Ost- und Ostmitteleuropa? Diese Leitfragen werden in dieser Untersuchung aufgrund einer breiten Literatur- und Quellenbasis sowie mit Hilfe von Zeitzeugen beantwortet.
  • Produktdetails
  • Europäische Hochschulschriften (Reihe 03): Geschichte und ihre Hilfswissenschaften / History and Allied Studies / Histoire Nr.991
  • Verlag: Lang, Peter GmbH / Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften
  • Artikelnr. des Verlages: 52322
  • Seitenzahl: 657
  • Erscheinungstermin: 24. Februar 2004
  • Deutsch
  • Abmessung: 209mm x 149mm x 40mm
  • Gewicht: 871g
  • ISBN-13: 9783631523223
  • ISBN-10: 363152322X
  • Artikelnr.: 27699540
Autorenporträt
Der Autor: Jan Lipinsky, geboren 1966, studierte Geschichte und Slavistik in Bonn mit längeren Auslandsaufenthalten in Polen (Lublin) und der Sowjetunion (Archangel'sk). Während des Studiums gestaltete er Seminare zur politischen Jugend- und Erwachsenenbildung. Forschungen über Sowjetische Speziallager in der SBZ/DDR (1945-1950) führten nach längeren Archivstudien, u.a. in Moskau und in Landes-, Partei- und Kirchenarchiven im Osten Deutschlands, zu zahlreichen Aufsätzen und einer Monographie.
Inhaltsangabe
Aus dem Inhalt: Akten u.a. aus deutschen
russischen
polnischen
französischen und estnischen Archiven - Auswertung von Memoiren und Literatur - Geschichte des Geheimen Zusatzprotokolls: Entstehung und Unterzeichnung - Zeitgenössische
historische
juristische und politische Bewertung - Wirkung und Bekanntwerden in Europa
Japan und den USA während des Zweiten Weltkriegs - Dokumentenüberlieferung in den Kriegswirren - «Bombe» auf dem Nürnberger Kriegsverbrecherprozess - Peinliches Tabuthema für die Historiographie im sowjetisch dominierten Ost(mittel)europa - Herausragendes Dokument für die Lösung der Esten
Letten und Litauer aus der UdSSR - Brisantes Schriftstück für die Historiographie in Rußland
Polen
Rumänien
Moldawien und in der DDR.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Durchaus aufschlussreich erscheint dem "wgs." zeichnenden Rezensent dieses Buch des Historikers Jan Lipinsky über das geheime Zusatzprotokoll zum deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrag vom 23. August 1939. Das Dokument, mit dem Hitler und Stalin die räuberische Aufteilung Polens vereinbarten, war nach Auskunft des Rezensenten unter Historikern lange umstritten, erst 1992 tauchte das Original auf. Existenz und Echtheit des geheimen Zusatzprotokolls "stehen zweifelsfrei fest", bilanziere Lipinsky nun. Inzwischen werde auch der völkerrechtswidrige Charakter des Protokolls, das im Buch samt den deutsch-sowjetischen Verträgen abgebildet ist, allgemein anerkannt, wobei nur Neostalinisten eine Ausnahme bildeten. Die Debatte darüber, ob das Zusatzprotokoll den Krieg befördert habe und welche Motive die vertragsschliessenden Parteien bewegten, halte indes noch an.

© Perlentaucher Medien GmbH