Briefe eines Narren an eine Närrin - Gutzkow, Karl
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An Karl Ferdinand Gutzkow scheiden sich die Geister - heute wie damals. Von den einen verketzert, von den anderen über die Maßen gelobt, muß Gutzkow sicherlich zu den einflußreichsten deutschsprachigen Autoren seiner Zeit gerechnet werden und galt dennoch bis vor kurzem als nahezu vergessen. In jüngster Zeit jedoch mehren sich die Zeichen eines öffentlichen wie wissenschaftlichen Interesses an dem "Physiologen" der 1830er bis 70er Jahre, dem unermüdlichen und widerborstigen Romancier, Dramatiker, Publizisten und kritischen Beobachter Karl Gutzkow. Einige seiner bekannteren Werke sind in den…mehr

Produktbeschreibung
An Karl Ferdinand Gutzkow scheiden sich die Geister - heute wie damals. Von den einen verketzert, von den anderen über die Maßen gelobt, muß Gutzkow sicherlich zu den einflußreichsten deutschsprachigen Autoren seiner Zeit gerechnet werden und galt dennoch bis vor kurzem als nahezu vergessen. In jüngster Zeit jedoch mehren sich die Zeichen eines öffentlichen wie wissenschaftlichen Interesses an dem "Physiologen" der 1830er bis 70er Jahre, dem unermüdlichen und widerborstigen Romancier, Dramatiker, Publizisten und kritischen Beobachter Karl Gutzkow. Einige seiner bekannteren Werke sind in den letzten Jahren neu herausgegeben worden oder gerade im Erscheinen begriffen, wie zum Beispiel Auszüge aus dem "Zauberer von Rom", die parallel in der 'Anderen Bibliothek' erscheinen. Weniger bekannt hingegen ist Gutzkows erster Roman, "Briefe eines Narren an eine Närrin". Er erschien 1832 bei Hoffmann & Campe in Hamburg und wird Oktober 1832 in Preußen verboten, von Ludwig Börne in seinen "Pariser Briefen" dagegen sehr gelobt. Drei Jahre später widerfährt Gutzkow dasselbe Schicksal noch einmal: Sein Roman "Wally, die Zweiflerin" wird im September 1835 zuerst in Preußen verboten und gibt Anlaß zu den Maßnahmen des Deutschen Bundestages gegen das "Junge Deutschland", in deren Folge Gutzkow zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird. Ludwig Börne 1832 über "Briefe eines Narren an eine Närrin": Ein herrliches deutsches Buch habe ich hier gelesen; schicken Sie gleich hin, es holen zu lassen. Briefe eines Narren an eine Närrin. Auch in Hamburg bei Campe erschienen, der seine Freude daran hat, die Briefe aller Narren an alle Närrinnen drucken zu lassen. Es ist so schnell abwechselnd erhaben und tief, daß Sie vielleicht müde werden, es zu lesen; ich bin es selbst geworden und bin doch ein besserer Kopfgänger als Sie. Aber es ist der Anstrengung wert."
  • Produktdetails
  • Verlag: Kulturverlag Kadmos
  • Seitenzahl: 224
  • Abmessung: 185mm
  • Gewicht: 221g
  • ISBN-13: 9783931659196
  • ISBN-10: 3931659194
  • Artikelnr.: 08664883
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Als einen politischen und poetischen Feuerkopf sowie einen leidenschaftlichen Verehrer Jean Pauls stellt uns Rezensent Rolf Vollmann den Autor dieses Buchs vor, das 1832 erschienen, prompt verboten und schließlich vergessen wurde. Gänzlich unverständlich scheint letzteres für Vollmann indes nicht zu sein. Denn es sei zwar "ganz herrlich", wie Gutzkow schreiben kann, und natürlich sei es sehr verehrungswürdig, wie sich der junge Gutzkow für Freiheit, Frieden und die Republik stark gemacht habe. Dennoch stellt sich Vollmann die Frage, was man von dieser "ganzen sympathischen Emphase" eigentlich in der Hand hat. Nicht viel, ist Vollmanns ein wenig bittere Bilanz. Also bleibt ihm nur der Gerechtigkeit halber, das Buch als "damals bestimmt brillant" zu bezeichnen.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Eine ebenso verwirrende wie vergnügliche Wiederentdeckung." (Nürnberger Nachrichten) "Gutzkow schreibt temperamentvoll gegen Unfreiheit und Nationalismus. (...) Jetzt liegen die Briefe in einer um ein schönes Nachwort des Herausgebers Herbert Kaiser erweiterten Ausgabe wieder vor. Sie sind in der Sprache des Vormärz geschrieben und dabei seit der Erstausgabe von 1832 bei Hoffmann und Campe so jung geblieben." (Augsbuger Allgemeine) "Es ist herrlich, wie er reden kann, sein Schwung geht bis zu den Sternen und weiter, (...)" (DIE ZEIT)