Briefe an Joseph Beuys - Byars, James L.
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Produktdetails
  • Verlag: Hatje Cantz Verlag
  • Seitenzahl: 255
  • Deutsch, Englisch
  • Abmessung: 236mm x 174mm x 28mm
  • Gewicht: 925g
  • ISBN-13: 9783775709392
  • ISBN-10: 3775709398
  • Artikelnr.: 24223930
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Eine ganze Reihe von Parallelen sieht die Rezensentin Katharina Dobai zwischen den Figuren Joseph Beuys und James Lee Byars. 151 Briefe schrieb der amerikanische Aktions- und Performancekünstler in den Jahren 1969 bis 1986 an den Düsseldorfer Künstler - ohne dass dieser ihm darauf geantwortet hätte. Beuys vermachte diese Briefe, die er selbst als Kunstform begriff, der Sammlung Grinten im Museum Schloss Moyland. Für Dobai ist die hier zusammengestellte Auswahl das "hintergründig-ironische Dokument einer tiefen Künstlerbeziehung". Die "Correspondence Art" habe einen spezifischen Charakter. Eine kryptische Schreibweise, semantisch mehrdeutige Kürzel, "codierte" Formeln und Andeutungen. Dazu komme das ausgewählte Material und dessen Gestaltung: Byars verwendete kostbare Papiere genauso wie Klo- und gewöhnliches Briefpapier in vielen geometrisch strengen Formen. Dabei zeige er deutlich seine Verehrung für Beuys. Allein Anreden wie "Great Joseph", "Grand Joseph", "sweet" und "genius" machten das deutlich. Besonders beeindruckt aber die Rezensentin, dass Byars nie eine gewisse Distanz überschreite. Die Briefe kreisten um Intimität und Ferne, Künstlerfreundschaft und vor allem um die "Größe in der Kunst". Die Rezensentin ist aber nicht nur vom Inhalt des Bandes angetan, sie würdigt auch dessen Aufbau. Den "thematisch fließenden" Essay über Byars und Beuys von Viola Michely und insbesondere ein ergänzendes Glossar und ein Abkürzungsverzeichnis, ohne die man die "kryptischen Ausdrücke" und "Kürzel" des Künstlers kaum entschlüsseln könnte.

© Perlentaucher Medien GmbH
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