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Aus dem Inhalt: 1. Ur- und Frühgeschichte 2. Die Landesherrschaft der Askanier, Wittelsbacher und Luxemburger (mitte 12. bis Anfang des 15. Jahrhunderts) 3. Die Festigung der Landesherrschaft durch die hohenzollerschen Kurfürsten und der Ausbau der Mark zum fürstlichen Territorialstaat während des 15. Jahrhunderts 4. Das Kurfürstentum Brandeburg im Zeitalter des Konfessionalismus 5. Brandenburg im absolutistischen Staat. Das 17. und 18. Jahrhundert. 6. Brandenburg als preußische Provinz (1815-1871) 7. Die preußische Provinz Brandenburg im Deutschen Kaiserreich 8. Brandenburg als preußische…mehr

Produktbeschreibung
Aus dem Inhalt:
1. Ur- und Frühgeschichte
2. Die Landesherrschaft der Askanier, Wittelsbacher und Luxemburger (mitte 12. bis Anfang des 15. Jahrhunderts)
3. Die Festigung der Landesherrschaft durch die hohenzollerschen Kurfürsten und der Ausbau der Mark zum fürstlichen Territorialstaat während des 15. Jahrhunderts
4. Das Kurfürstentum Brandeburg im Zeitalter des Konfessionalismus
5. Brandenburg im absolutistischen Staat. Das 17. und 18. Jahrhundert.
6. Brandenburg als preußische Provinz (1815-1871)
7. Die preußische Provinz Brandenburg im Deutschen Kaiserreich
8. Brandenburg als preußische Provinz in der Weimarer Republik (1918-1933)
9. Die Provinz Brandenburg in der NS-Zeit (1933-1945)
10. Das Land Brandenburg in der SBZ/DDR (1945-1952)
11. Die Bezirke Potsdam, Frankfurt an der Oder und Cottbus in der DDR (1952-1990)
12. Das Bundesland Brandenburg (1990-1993)
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 19.04.1996

Für alle Freunde Brandenburgs
Die Geschichte des Landes vom Paläolithikum bis heute

Zum ersten Mal seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges liegt nun ein geschlossener Überblick zur Geschichte Brandenburgs vom Paläolithikum und Neolithikum bis zur Entwicklung des neugebildeten Landes Brandenburg in den Jahren 1990 bis 1993 vor. Brandenburg - das meint das Territorium zwischen Elbe und Oder, auf dem heute die Länder Brandenburg und Berlin liegen, die historische "Mark Brandenburg" beziehungsweise die preußische Provinz Brandenburg ohne die Neumark, die 1945 an Polen gefallen ist.

Die bisher einzige moderne Geschichte Brandenburgs, die nach 1945 erschien, war Johannes Schultzes fünfbändiges Werk "Die Mark Brandenburg", das jedoch nur bis zur Bildung der preußischen Provinzen 1815 reicht. Schultze war zudem Archivar, und sein Werk eine lediglich "politische Geschichte".

Für die "Brandenburgische Geschichte" zeichnen die Professoren Ingo Materna von der Humboldt-Universität und Wolfgang Ribbe von der Freien Universität als Herausgeber. Autoren der dreizehn Kapitel des Buches sind Wissenschaftler aus dem Osten und dem Westen Deutschlands. Ende der achtziger Jahre hatten zwei Forscherteams in Ost und West unabhängig voneinander jeweils ein Werk zur Geschichte Brandenburgs geplant, das modernen Ansprüchen genügen sollte. Daraus wurde schließlich das vorliegende Gemeinschaftswerk. Es ist ein Dokument der Wiedervereinigung der historischen Wissenschaft am Beispiel landesgeschichtlicher Forschung, das zugleich den großen wissenschaftlichen Gewinn, aber auch die Schwierigkeiten und Risiken der Zusammenarbeit von deutschen Historikern zeigt, die ihre Wissenschaft über Jahrzehnte voneinander getrennt in unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Systemen betrieben. Durch seinen enormen Faktenreichtum, ergänzt durch Karten, Tabellen und Fotos ist dieser Band ein unentbehrliches Nachschlagewerk für alle, die sich für die Geschichte Brandenburgs und Berlins interessieren.

Bei den Ost-Autoren, von denen zwei - Hans-Heinrich Müller und Harald Müller - an der Akademie der Wissenschaften der DDR gearbeitet haben, fällt nicht nur die besondere DDR-Begrifflichkeit auf; oft scheint auch die marxistische Geschichtsauffassung durch - was jedoch nicht von vornherein negativ beurteilt werden darf, sondern nicht selten das Verständnis für historische Vorgänge erweitert. Doch wer wie selbstverständlich von Klassen und Schichten, von Werktätigen und Großkapital schreibt und wer - wie die Müllers - gar von Klassen des Feudalismus und des Kapitalismus handelt, sollte möglichst in einer neutralen Sprache die Begriffe klären, präzise sagen, was eigentlich gemeint ist.

Der Herausgeber Materna spricht etwa in seinem Beitrag "Brandenburg als preußische Provinz in der Weimarer Republik (1918 bis 1933)" ständig von "Faschismus" statt von "Nationalsozialismus" und kommt zu Formulierungen wie: "Es kam nicht zu einer gemeinsamen breiten antifaschistischen Front, die auch bürgerlichen Demokraten den Anschluß und eine demokratische, republikanische und antifaschistische Koalition ermöglicht hätte." Freilich heißt es an anderer Stelle immerhin: "Die von der Kommunistischen Internationale verbreitete These, die Sozialdemokraten seien ,Sozialfaschisten', die das imperialistische System sicherten, zerstörte alle Ansätze zum einheitlichen Handeln der Arbeiterparteien." Der erste Satz könnte aus einem DDR-Lehrbuch stammen, der zweite kaum.

Doch bei aller Kritik im einzelnen: Der Versuch der Zusammenarbeit von Historikern aus Ost und West, die Integration auch jener integren Ost-Wissenschaftler, die bei der Abwicklung ihrer Institute nach der Vereinigung auf der Strecke geblieben sind, ist lobenswert. Ziel der Wiedervereinigung der Geschichtswissenschaft und der deutschen Historiker kann und darf es doch nicht sein, daß das Geschichtsbild der einen absolut gesetzt und das der anderen in Bausch und Bogen in den Orkus verbannt wird. Auch hier muß zusammenwachsen, was lange getrennt war. PETER JOCHEN WINTERS

"Brandenburgische Geschichte". Herausgegeben von Ingo Materna und Wolfgang Ribbe. Akademie Verlag, Berlin 1995. 891 S., geb., 58,- DM.

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"Wir selbst schätzen dieses Buch als ein hervorragendes Nachschlagewerk und Arbeitsmaterial." K.K.Bajun in: Preußischer Landbote (Vol.4, März 2007)