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Die Entwicklung der Polizei - ein Stück Basler Geschichte
Nach der Französischen Revolution haben sich die Kantone neu organisiert und vor allem auf dem Gebiet der Sicherheit neu strukturiert und verstärkt. So wurden ab 1803 in allen Kantonen unter einheitlicher Führung Kantonspolizeien aufgestellt, um den Kampf gegen Vaganten, Gauner- und Bettlerbanden aufzunehmen. Basel war der letzte Kanton, der 1816 eine neue Polizeiorganisation einführte. An die Spitze der Kantonspolizei wurde ein mit weitgehenden Kompetenzen ausgestatteter Polizeidirektor gestellt.
Bis 1832 wurden in der Stadt zwei
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Produktbeschreibung
Die Entwicklung der Polizei - ein Stück Basler Geschichte

Nach der Französischen Revolution haben sich die Kantone neu organisiert und vor allem
auf dem Gebiet der Sicherheit neu strukturiert und verstärkt. So wurden ab 1803
in allen Kantonen unter einheitlicher Führung Kantonspolizeien aufgestellt, um den
Kampf gegen Vaganten, Gauner- und Bettlerbanden aufzunehmen. Basel war der letzte
Kanton, der 1816 eine neue Polizeiorganisation einführte. An die Spitze der Kantonspolizei
wurde ein mit weitgehenden Kompetenzen ausgestatteter Polizeidirektor gestellt.

Bis 1832 wurden in der Stadt zwei Polizeiposten mit 14 Landjägern, in den Landbezirken
19 Posten mit 27 Landjägern eingerichtet. Die Kantonstrennung im Jahre 1833
war für die Basler Polizei ein traumatisches Erlebnis, die Landjäger mussten in die Stadt
flüchten, Polizeidirektor und Polizeichef wurden von den Anfeindungen krank und
starben. Ein völliger Neuaufbau der Polizei wurde notwendig.

1856 übernahm die Kantonspolizei endgültig die Aufgaben der aufgelösten Standestruppe,
insbesondere den Dienst unter den sieben Stadttoren. Die Bevölkerungszunahme
in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und die dadurch notwendige 'Entfestigung' der Stadt verlangten nach Sicherheit, auch in den Aussenquartieren. Zwischen 1847 und 1866 wurden 13 neue Polizeiposten
eingerichtet. Parallel zur Bevölkerungsentwicklung nahm auch der Personalbestand bei der Polizei zu. Bis heute
gab es aber immer zu wenig Polizisten, weshalb laufend nach Lösungen gesucht werden
musste, die stets grösser werdenden Aufgaben in Einklang mit dem Personalbestand
zu bringen. Dies erfolgte durch vielfältige organisatorische Massnahmen, unter anderem
durch die Anstellung von Schutzmännern (zwischen 1863 und 1935), welche zur Aufbesserung ihres kärglichen Auskommens den Nachtdienst der Polizei verstärkten. In den letzten 25 Jahren ist eine Entwicklung
weg von der Dezentralisierung hin zur Spezialisierung und Professionalisierung
der Polizeiarbeit zu verzeichnen.

Nebst der Darstellung der Verantwortlichen an der Spitze der Polizei - politisch wie polizeilich - werden auch die Entwicklung von Uniformen, Waffen, Fahrzeugen, Geräten und Einsatzmaterial sowie die sozialen
Fortschritte der letzten 200 Jahre beleuchtet.
  • Produktdetails
  • Verlag: Schwabe Verlag Basel
  • Seitenzahl: 519
  • Erscheinungstermin: 18. Juli 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 276mm x 207mm x 44mm
  • Gewicht: 2174g
  • ISBN-13: 9783796535451
  • ISBN-10: 3796535453
  • Artikelnr.: 44978026
Autorenporträt
Heuss, Robert
Der Autor Robert Heuss, geb. 1945, promovierter Jurist, trat nach seinem Studium in Basel im Jahr 1970 ein Volontariat beim Polizeikommando an. 1973 wurde er zum Polizeihauptmann gewählt, war Abteilungsleiter und ab 1981 Stabschef. Nach 23 Jahren Polizeidienst - zuletzt als Stellvertreter des Polizeikommandanten - wurde er zum Staatsschreiber gewählt und damit zum Bindeglied zwischen Regierung, Parlament und Verwaltung.