Produktdetails
  • Verlag: Unionsverlag
  • ISBN-13: 9783293202672
  • ISBN-10: 3293202675
  • Artikelnr.: 11917136
Rezensionen
Beifall von Lesern und Kritikern
Der französische Schriftsteller Jean-Claude Izzo hat schon mit seiner Marseille-Trilogie um Fabio Montale äußerst ungewöhnliche Kriminalromane verfasst, die Leser und Kritiker gleichermaßen begeisterten.
Nun hat der Unionsverlag ein weiteres seiner Werke vorgelegt: Aldebaran.
Und wiederum handelt es sich um einen Roman, der sich in kein Schema pressen lässt und dessen Krimihandlung noch mehr als in den Montale-Krimis in den Hintergrund gerät.
Leben, das aus den Fugen gerät
Die drei Seeleute Abdul Aziz, Diamantis und Nedim lassen den Leser an ihren bewegten Leben teilhaben, die Laufe der Handlung immer mehr aus den Fugen geraten.
Die drei Perspektiven aus denen der Roman erzählt wird, erfordern zwar eine gewisse geistige Beweglichkeit des Lesers, machen die Sache aber umso reizvoller. Trotzdem ist "Aldebaran" keine leichte Lektüre und ganz bestimmt kein Buch für "zwischendurch". Izzo und seine Protagonisten fordern die volle Aufmerksamkeit, ein bedingungsloses Einlassen auf Marseille und die unterschiedlichen Lebensgeschichten. Die Belohnung: ein ungewöhnlicher Roman, der schonungslos und sehr offen von harten Zeiten, Fehlern und dem rauen Leben berichtet, ohne dabei aber in die Sentimentalität abzugleiten.
Beeindruckender Roman, der nachdenklich macht
Der "Kriminalfall", sofern man ihn überhaupt so nennen kann, da zu keiner Zeit versucht wird, ein Verbrechen zu lösen, beginnt erst in der zweiten Hälfte und entfaltet sich erst in einem packenden Finale.
Die Bilanz am Ende: zwei der drei Seeleute sind tot, es gibt noch einige weitere Tote, aber für den dritten Seemann scheint die Situation nicht mehr ausweglos wie zu Beginn, es gibt Hoffnung auf ein neues Leben.
Ein beeindruckender Roman des leider früh verstorbenen Franzosen, der sehr nachdenklich macht.
(Kathrin Hanik, www.krimi-forum.de)

»Izzo liebte diese Stadt mit einer Sinnlichkeit, die sich von der ersten Seite an auf den Leser überträgt. "Aldebaran" ist ein atmosphärisch dichter und hochdramatischer Roman über die Suche nach Identität und die Ausweglosigkeit des eigenen Daseins.«
(Deutschlandfunk 16.05.02)

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"Dietmar Mues schafft es vorzüglich, die Melancholie, die über dem Roman liegt, in dieser Lesung zu vermitteln." (Zeitschrift der Öffentlichen Bibliotheken in Bayern)