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Das in der antiken Philosophie und Staatstheorie entwickelte Denkmodell der Vita activa et Vita contemplativa wird seit dem 14. Jahrhundert in der italienischen Staatsikonographie rezipiert und zu einem Herrscherideal erhoben. Die Funktion dieses Denkmodells als weniger politisch realisierbares denn vielmehr idealisierendes Postulat wird in der gesamten politischen Bildsprache der Renaissance eingesetzt: der neapolitanische König und der venezianische Doge, der Principe des kleinen Herzogtums und das päpstliche Oberhaupt im Vatikan, der Kardinal aus der römischen Adelsfamilie ebenso wie der…mehr

Produktbeschreibung
Das in der antiken Philosophie und Staatstheorie entwickelte Denkmodell der Vita activa et Vita contemplativa wird seit dem 14. Jahrhundert in der italienischen Staatsikonographie rezipiert und zu einem Herrscherideal erhoben. Die Funktion dieses Denkmodells als weniger politisch realisierbares denn vielmehr idealisierendes Postulat wird in der gesamten politischen Bildsprache der Renaissance eingesetzt: der neapolitanische König und der venezianische Doge, der Principe des kleinen Herzogtums und das päpstliche Oberhaupt im Vatikan, der Kardinal aus der römischen Adelsfamilie ebenso wie der venezianische Stadtrepublikaner verwenden die Vita activa et contemplativa als bildliche Legitimation und Manifestation in ihrer jeweiligen staatsikonographischen Selbstinszenierung.
Autorenporträt
Der Autor: Florian Matzner wurde 1961 geboren. Er studierte Kunstgeschichte, Klassische und Christliche Archäologie in Marburg und Hamburg. Nach der Promotion 1991 in Kunstgeschichte an der Universität Marburg war er bis Anfang 1993 Wissenschaftlicher Volontär am Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster. Seit 1992 ist er Lehrbeauftragter für Kunstwissenschaft an den Fachbereichen Design und Architektur der Fachhochschule Münster und seit 1993 Wissenschaftlicher Referent am Westfälischen Landesmuseum in Münster.