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Es ist schwieriger geworden zu erziehen, problematischer, Ordnung und Ruhe zu halten, und es ist zumindest fragwürdig, ob Strenge oder der vielfach verbreitete erzieherische Schmusekurs ausreichen. Das alles sind geläufige Klagen oder Feststellungen, und gewiß sind sie nicht neu. Was aber kann geschehen? Viele halten diesen Klassiker für schulische Erziehungsfragen nach wie vor für Dreikurs' bestes Buch überhaupt, für das es keine ernsthafte Konkurrenz gibt. Dreikurs bietet praktikable Modelle für den erzieherischen Umgang mit Kindern, vor allem mit solchen, die Lehrern und Erziehern…mehr

Produktbeschreibung
Es ist schwieriger geworden zu erziehen, problematischer, Ordnung und Ruhe zu halten, und es ist zumindest fragwürdig, ob Strenge oder der vielfach verbreitete erzieherische Schmusekurs ausreichen. Das alles sind geläufige Klagen oder Feststellungen, und gewiß sind sie nicht neu. Was aber kann geschehen?
Viele halten diesen Klassiker für schulische Erziehungsfragen nach wie vor für Dreikurs' bestes Buch überhaupt, für das es keine ernsthafte Konkurrenz gibt. Dreikurs bietet praktikable Modelle für den erzieherischen Umgang mit Kindern, vor allem mit solchen, die Lehrern und Erziehern tagtäglich begegnen: demotivierte, vernachlässigte, aber auch durch Verwöhnung überforderte Kinder. Anhand zahlreicher Beispiele aus seiner langjährigen Praxis zeigt Dreikurs überzeugend, wie Lehrer mit erzieherischen Maßnahmen erfolgreich sein können: an die Stelle von Druck oder Belohnung treten besser die natürlich wirkenden, arrangierten logischen Folgen, die jedes Kind akzeptieren kann. "Aus den Konsequenzen lernen", lautet das Credo. Engagiert als Freund der Klasse, doch distanziert als Privatperson vermag der Lehrer durch gezielte Anwendung psychologischer und gruppendynamischer Methoden sogar die schlimmsten Störenfriede in die Klassenordnung einzugliedern. Viele halten diesen Klassiker für schulische Erziehungsfragen nach wie vor für Dreikurs' bestes Buch überhaupt, für das es keine ernsthafte Konkurrenz gibt. Dreikurs bietet praktikable Modelle für den erzieherischen Umgang mit Kindern, vor allem mit solchen, die Lehrern und Erziehern tagtäglich begegnen: demotivierte, vernachlässigte, aber auch durch Verwöhnung überforderte Kinder. Anhand zahlreicher Beispiele aus seiner langjährigen Praxis zeigt Dreikurs überzeugend, wie Lehrer mit erzieherischen Maßnahmen erfolgreich sein können: an die Stelle von Druck oder Belohnung treten besser die natürlich wirkenden, arrangierten logischen Folgen, die jedes Kind akzeptieren kann. "Aus den Konsequenzen lernen", lautet das
Credo. Engagiert als Freund der Klasse, doch distanziert als Privatperson vermag der Lehrer durch gezielte Anwendung psychologischer und gruppendynamischer Methoden sogar die schlimmsten Störenfriede in die Klassenordnung einzugliedern.
  • Produktdetails
  • Verlag: Klett-Cotta
  • Originaltitel: Psychology in the Classroom
  • 4. Aufl.
  • Seitenzahl: 351
  • Erscheinungstermin: Juli 2009
  • Deutsch
  • Abmessung: 205mm x 123mm x 27mm
  • Gewicht: 383g
  • ISBN-13: 9783608940718
  • ISBN-10: 3608940715
  • Artikelnr.: 11835035
Autorenporträt
Dr. Rudolf Dreikurs wurde 1897 in Wien geboren und starb 1972 in Chicago. Er begann seine Laufbahn in Wien als Psychiater und steht in der Tradition der von Alfred Adler begr¿ndeten Individualpsychologie, die aus der Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse Freuds hervorging und die heute einen wichtigen Teil der psychoanalytischen Theorie, der Psychotherapie sowie der Theorie und Praxis von Ehe- und Paarberatungen und besonders der Erziehungsberatung bildet.
Inhaltsangabe
Einführung I. Die Voraussetzungen 1. Kapitel: Die Rolle des LehrersDer Kampf mit den KindernDer Konflikt mit den ElternDie Beziehung des Lehrers zum SchulleiterDer Lehrer und die GemeindeDer Kampf des Lehrers mit sich selbst 2. Kapitel: Verständnis für das KindVererbung, Umwelt und schöpferische KraftDie Bildung des LebensstilsDie treibenden Kräfte des MinderwertigkeitsgefühlsDie FamilienatmosphäreDie FamilienkonstellationDie ErziehungsmethodenDie vier Ziele des störenden BetragensDie drei Kindheitsphasen 3. Kapitel: Spezifische VerbesserungsmethodenBeobachten des KindesPsychologische UntersuchungErkennen der Ziele des KindesDie Ziele des Kindes ändernDie psychologische Enthüllung 4. Kapitel: Unspezifische VerbesserungsmethodenDas Vertrauen des Kindes gewinnenErmutigungBerücksichtigung der GruppeDer Lehrer als GruppenführerDie Atmosphäre im KlassenzimmerAutokratische oder demokratische Führung?Die Einheit der KlasseKonkurrenz kontra MitarbeitKlassengesprächeDemokratische Klassenzimmer-Organisation II. Praktische Beispiele 5. Kapitel: Ermutigung (1.-15. Beispiel) 6. Kapitel: Natürliche und logische Folgen (16.-27. Beispiel) 7. Kapitel: Den kindlichen Lebensstil verstehen (28.-33. Beispiel) 8. Kapitel: Die Ziele des Kindes ändern (34. Beispiel)1. Aufmerksamkeit erregen (35.-38. Beispiel)2. Der Kampf um Überlegenheit (39.-42. Beispiel)3. Rache (43.-45. Beispiel)4. Sein Unvermögen zeigen (46.-48. Beispiel) 9. Kapitel: Das Klassengespräch (49.-54. Beispiel) 10. Kapitel: Gruppen-Situationen (55.-61. Beispiel) 11. Kapitel: Wirksames Vorgehen (62.-64. Beispiel) Nachbemerkung Nachwort des Autors zur deutschen Ausgabe
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 03.08.2004

Stoppt die Rabauken!
Neu aufgelegt: Rudolf Dreikurs’ „Psychologie im Klassenzimmer”
Nach dem Pisa-Debakel wird die Schule strukturell umgekrempelt. Aber was soll man bloß mit den Schülern machen? „Der fünfzehnjährige Marius wollte herumspazieren und sprechen, wenn er gerade Lust dazu hatte. Er störte oft die ganze Klasse, indem er Dinge herumwarf und andere stieß, wenn sie an ihm vorbeigingen.” Was tun?
Am besten erstmal Rudolf Dreikurs lesen. Dass ein Pädagoge viele Beispiele wie das von Marius - es sind genau 64 - aus der Praxis heranzieht, um aufzuzeigen, wie Lehrkräfte mit schwierigen Schulkindern erfolgreich umgehen können, ist selten genug. Handfeste Beispiele aus der Praxis für die Praxis: Dreikurs’ „Psychologie im Klassenzimmer” ist ein Klassiker. Viele Schulpädagogen halten das Werk für das beste Buch des 1972 verstorbenen Autors.
Die Neuauflage des bewährten Standardbuchs ist als pädagogisch-psychologische Reaktion auf die Leistungsdefizite zu verstehen, die man deutschen Schulkindern bescheinigte. Grundsätzlich müssen das Schulsystem, der Lehrplan und die Lehrerausbildung für die deutsche Schulmisere herhalten. Das Verhalten der Schüler hat die Pisadebatte dabei völlig ausgeblendet und auf Strukturreformen gesetzt, während Verhaltensauffälligkeiten und -störungen tagtäglich den Leistungslevel reduzieren. Marius ist kein Einzelfall.
Die Neuauflage der „Psychologie im Klassenzimmer” will den Schulpraktikern eine Handreichung bieten, damit Lernen und schulische Leistungen überhaupt wieder möglich werden. Auch Marius konnte geholfen werden. Rudolf Dreikurs weist den Weg und zeigt die Methode, ohne dass die theoretische Grundlage zu kurz käme: die Individualpsychologie Alfred Adlers, dessen bedeutendster Schüler er war. Der gebürtige Wiener, 1937 nach Amerika emigriert, respektiert Kinder in ihrer Individualität und autoritäre Erziehung ist ihm fremd. Aber er stellt Forderungen an die Schulkinder und nicht weniger an die Lehrkräfte in ihrer Rolle als Erzieher.
Es gilt, Ziele zu erkennen und Rollen zu verändern. Er will die Selbstbestimmungskräfte der Kinder stärken. Und im Konfliktfall bindet er sie ein in gemeinschaftlich getragene Lösungen. Ermutigung ist sein Schlüsselbegriff und Einsicht in Konsequenzen. Er fährt keinen Schmusekurs, weil er die Kinder ernst nimmt in ihrer Persönlichkeit. Rudolf Dreikurs verlangt viel: Zeit und Gesprächsbereitschaft, Hoffnung und Mühe, Selbstdisziplin und gegenseitige Achtung. Dreikurs ist die Antwort auf Pisa, nicht das G8.
KATHRIN KOMMERELL
RUDOLF DREIKURS: Psychologie im Klassenzimmer. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2003. 352 Seiten, 19 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Bei Problemen mit Schülern im Klassenzimmer- "am besten erst mal Rudolf Dreikurs lesen", rät die offensichtlich bewundernde Rezensentin Kathrin Kommerell. Der "Klassiker" und das "beste Buch" des 1972 verstorbenen Autors biete "handfeste Beispiele aus der Praxis für die Praxis", ohne dabei die theoretischen Grundlagen aus den Augen zu verlieren. Mit 64 Beispielen erkläre Dreikurs wie Lehrkräfte mit schwierigen Schulkindern erfolgreich umgehen können. Die Neuauflage des "bewährten Standardbuches" sieht die Rezensentin "als pädagogisch-psychologische Reaktion" auf die Pisa-Studie. Aber hier wird anders als bislang nicht auf Strukturreformen in der Bildung gesetzt, sondern basierend auf der Individualpsychologie Alfred Adlers, steht das Verhalten des Schülers im Mittelpunkt, denn Verhaltensauffälligkeiten und -störungen reduzieren tagtäglich das Leistungsniveau. Genau deshalb urteilt die Rezensentin abschließend: "Dreikurs ist die Antwort auf Pisa."

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