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Share in fifty years of Magic... This classic story of Sophie and her extraordinary teatime guest has been loved by millions of children since it was first published fifty years ago. The Tiger has been coming to Tea for 50 glorious years! Celebrate this incredible anniversary with this special celebration edition of the classic story in paperback. The doorbell rings just as Sophie and her mummy are sitting down to tea. Who could it possibly be? What they certainly don't expect to see at the door is a big furry, stripy tiger! This inimitable picture book is perfect for reading aloud, or for…mehr

Produktbeschreibung
Share in fifty years of Magic... This classic story of Sophie and her extraordinary teatime guest has been loved by millions of children since it was first published fifty years ago. The Tiger has been coming to Tea for 50 glorious years! Celebrate this incredible anniversary with this special celebration edition of the classic story in paperback. The doorbell rings just as Sophie and her mummy are sitting down to tea. Who could it possibly be? What they certainly don't expect to see at the door is a big furry, stripy tiger! This inimitable picture book is perfect for reading aloud, or for small children to read to themselves time and again. First published in 1968 and never out of print, it has become a timeless classic enjoyed and beloved by generations of children. The magic begins at teatime!
  • Produktdetails
  • Verlag: Harpercollins Uk
  • Repr.
  • Seitenzahl: 32
  • Altersempfehlung: ab 4 Jahren
  • Erscheinungstermin: Februar 2006
  • Englisch
  • Abmessung: 279mm x 217mm x 7mm
  • Gewicht: 162g
  • ISBN-13: 9780007215997
  • ISBN-10: 0007215991
  • Artikelnr.: 20911213
Autorenporträt
Am 14. Juni 1923 kommt Judith Kerr als Tochter des berühmten Theaterkritikers Alfred Kerr in Berlin zur Welt. Sofort nach der Machtergreifung der Nazis muss die jüdische Familie aus Deutschland fliehen. Nach Stationen in der Schweiz und Frankreich emigriert sie 1935 schließlich nach London.
Nach dem Krieg arbeitet Judith Kerr als freiberufliche Malerin und Textildesignerin. Seit 1953 war sie für die BBC tätig, erst als Redakteurin und Lektorin, später dann als Drehbuchautorin. 1954 heiratet Judith Kerr den Schriftsteller Nigel Kneale. Nach der Geburt ihrer Kinder Tacy und Matthew gibt sie ihre Arbeit für einige Jahre auf.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 02.06.2012

Solange noch ein Krümel da ist, wird der Gast genährt

Ein Klassiker in England, bei uns kaum bekannt: Jetzt gibt es Judith Kerrs "Ein Tiger kommt zum Tee" in einer Prachtausgabe.

So richtig angekommen ist das Buch in Deutschland noch nicht, obwohl es seit seinem Erscheinen im Jahr 1968 mehrfach hierzulande verlegt wurde. Nun aber könnte, nein: muss es klappen, und es wäre auch ein guter Zeitpunkt: Was für ein schöneres Geschenk zum neunzigsten Geburtstag im kommenden Jahr könnten die Deutschen einer Künstlerin machen, die im Alter von zehn Jahren mit ihrer Familie vor den Nationalsozialisten fliehen musste - ihr Vater war der legendäre Theaterkritiker Alfred Kerr -, als deren schönstes Geschenk an die ganze Welt den eigenen Kindern zugänglich zu machen?

Die Voraussetzungen sind in der Tat bestens. Tiger erfreuen sich in Literatur und Bilderbuch derzeit größter Sympathie, und Judith Kerrs Bilderbuch heißt "Ein Tiger kommt zum Tee". Wer fürchtet, das Thema könne etwas zu englisch für deutsche Kinder ausfallen, kann beruhigt werden: Zwar kommt der Tiger zur nachmittäglichen tea time, aber sonst benimmt er sich ganz unbritisch. Nämlich unmöglich.

Nicht, dass er als mörderische Bestie geschildert würde - ganz im Gegenteil. Der überraschende Gast bittet bei der kleinen Sophie und deren Mutter um Nachsicht für seinen überraschenden Besuch, setzt sich kultiviert zu Tisch und lässt sich als attraktives Pelztier durchaus auch mal von dem Mädchen durchknudddeln, doch sein Appetit ist zügellos, und alsbald sind Tisch, Herd, Vorrats- und Kühlschrank leergeräumt, ja selbst die Wasserleitung ist leergetrunken. Tiger haben offensichtlich einen gesegneten Appetit. Als er endlich satt ist, verlässt er freundlich winkend das Haus. Saubermachen, Abendessen oder ein Nachtbad sind unmöglich, denn es gibt ja nach diesem Besuch weder Wasser noch Lebensmittel.

Dass man dem höflichen, aber hungrigen Gast gern zusieht, wie er systematisch alles verputzt, versteht sich bei Judith Kerrs Zeichentalent von selbst. Dass ihre Farben auf dem glatten Papier der neuen deutschen Ausgabe, die der im Bereich des Kinderbuchs immer rührigere Knesebeck Verlag nun veröffentlicht, strahlen, als hätte sie der Tiger auch noch blankgeleckt, ist ein zusätzlicher Genuss. Das Buch war schon immer zeitlos schön, aber nun ist es auch zeitgemäß (und kindgerecht) opulent.

Kindgerecht auch darin, welche Bedeutung hier dem Essen beigemessen wird. Und dem Wegessen. Die Mahlzeiten sind einer der Fixpunkte kindlichen Lebens, und nirgendwo ist die Frage nach Gerechtigkeit so virulent wie bei diesen Gelegenheiten. Kleine Leser werden sich nicht vor dem Raubtier fürchten - dazu ist es trotz seiner enormen Größe zu possierlich -, aber vielleicht vor der Hilflosigkeit angesichts seines selbstverständlichen Auffutterns. Am Schluss kaufen die erstaunten Menschen eine große Packung Tigerfutter ("eine wirklich große"), um bei einem neuerlichen Besuch gewappnet zu sein, doch der hungrige Gast erscheint nie wieder.

Wie Judith Kerr den Tiger zeichnet, brav am Tisch sitzend, das weiße Brustfell wie eine Serviette inszeniert; wie sie ihn schon in Richtung Kühlschrank linsen lässt, als Sophie ihn noch zärtlich umarmt; wie er die Maske des Gesitteten erstmals kurz fallen lässt, als er die Teekanne in einem Zug austrinkt; wie er am Schluss, obwohl er nie wiedergekommen ist, doch noch einen Auftritt hat - das ist nicht nur einfach witzig, das ist stilprägend für zahllose Bilderbücher gewesen, bis hin zur Stimmung der Gemeinschaftsprodukte von Axel Scheffler und Julia Donaldson. Denn hier wird nicht mit bemühter Dynamik, sondern mit bewusster Statik gezeichnet: am Wunderwerk einer Erzählung, die in ihrer Einfachheit wie ein Naturereignis wirkt, unvermeidlich, unhinterfragbar und ja: auch unmenschlich. Aber wie viel Menschlichkeit steckt im Vertrauen auf die Kraft des Einfachen.

ANDREAS PLATTHAUS

Judith Kerr: "Ein Tiger kommt zum Tee".

Aus dem Englischen von Gundula Müller-Wallraf. Knesebeck Verlag, München 2012. 32 S., geb., 12,95 [Euro]. Ab 4 J.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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